Der „walled garden“ in den US bröckelt

mobile zeitgeist

Verizon, der nach AT&T zweitgrösste US Mobilfunkbetreiber, hat sich selbst heute um 180º im Umgang mit offenen Mobiltelefonen und Applikationen gedreht. Verizon ist bekannt dafür eines der geschlossensten Mobilfunkökosysteme zu betreiben. Mit „eisener“ Hand werden nur zertifizierte Geräte ans Netz gelassen, Applikationen von Drittherstellern können nur in geringem Umfang installiert werden und klassischer Mobilcontent kann nur per MMS zugestellt werden – einen konventionellen Download gibt es nicht.

Mit der heutigen Ankündigung sind diese Fakten hoffentlich Geschichte. Verizon will auf seinem Netz auch offene CDMA Geräte erlauben und den freien Zugang zu Applikationen gewähren. Für europäische Ohren mag sich das nicht sehr erwähnenswert klingen, da GSM schon immer „offen“ praktiziert wurde, hier in den US ist das allerdings ein deutliches Zeichen, dass die Mauer der Betreibergärten bröckeln.†

† Die Überschrift des dazugehöhrigen Wired Artikels lautet: „Pigs Fly, Hell Freezes Over and Verizon Opens Up Its Network — No, Really“

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Über Philipp Nagele 190 Artikel
Philipp Nagele war unter anderem Produkt Manager bei einem grossen und namhaften Mobilfunkbetreiber und gehört heute zum Team von Wikitude. XING.

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