Der österreichische Tarifdschungel

mobile zeitgeist

Die Arbeitkammer Österreich hat einen detaillierten und sehr lesenswerten Bericht über die Entwicklung der Mobilfunktarife in Österreich zwischen 2004 und 2007 vorgelegt. Nachdem Österreich einen der härtesten Märkte im Mobilfunkbereich hat, ist diese Studie durchaus richtungsweisend für andere europäische Länder. Einen Bericht dazu gibt es auch in der Online Zeitung DerStandard.at, der einige Folgen aufarbeitet.

Die wichtigsten Ergebnisse daraus:

Unüberschaubarkeit verwirrt Konsumenten

  • Es werden immer mehr Tarife angeboten
  • Die Produktbezeichnungen ändern sich laufend
  • Es gibt Aktionstarife für begrenzte Zeiträume
  • Produkte mit Freiminuten tragen zur Unübersichtlichkeit bei
  • Die Grundentgelte bewegen sich zunehmend in größeren Korridoren;
  • zB 2001: 13 bis 28 Euro, 2007: 0 bis 80 Euro
  • Taktung:
    • Die Taktung wird immer konsumentenunfreundlicher
    • 2004: Regelmäßig 30/30
    • 2007: 60/30, 60/60, 90/60

Anbieterwechsel wird erschwert

  •  Mindestvertragsdauer wird länger
  •  Anmeldegebühren sind stark gestiegen

Minutenentgelte bei Vertragstarifen leicht gesunken, in Fremdnetze und bei
Wertkarten stark.

  •  Die Gesprächsentgelte sind bei Vertragstarifen leicht gesunken
  •  Bei Wertkarten starke Senkung
  •  Große Ausweitung der Freiminutenkontingente bei zahlreichen Vertragstarifen

Starke Preissenkungen für die jeweils günstigsten Tarife

  • Wenn die Konsumenten das für sie jeweils günstigste Angebot finden und
  • gefunden haben, dann ist telefonieren stark billiger geworden; zwischen minus 24
  • Prozent und minus 71 Prozent (2004 bis 2007)

Die vollständige Studie gibt es als PDF.
(pn)

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Über Philipp Nagele 190 Artikel
Philipp Nagele war unter anderem Produkt Manager bei einem grossen und namhaften Mobilfunkbetreiber und gehört heute zum Team von Wikitude. XING.

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