Das iPhone ruckt

mobilenn anwendungen

Es wurde und wird in allen Medien dermassen viel über das iPhone von Apple berichtet, dass ich eigentlich schon nicht mehr weiß, was ich sagen soll. Es ist schon alles gesagt, geschrieben, gebloggt, gepodcastet und und und

Bleibt nur, kurz meine ganz persönliche Meinung zum iPhone loszuwerden. Anfangs war ich eher ablehnend, weil bei mir immer, wenn etwas nach Hype riecht sofortige und heftige Gegenreaktionen ausgelöst werden. „Jetzt erst recht nicht!“, „Immer schön ignorieren.“. Gut, in diesem Fall konnte ich es nicht wirklich ignorieren. Denn, auch wenn ich mir das iPhone sicherlich selbst nicht zulegen werde, so ist es doch ein Meilenstein im Bereich der mobilen Endgeräte, von dem ich mir für die Entwicklung der mobilen Märkte sehr viel verspreche.

Auf alle Funktionen, Vor- und Nachteile des iPhone möchte ich an dieser Stelle gar nicht eingehen. Wer es komprimiert und gut nachlesen möchte, dem seien die Seiten von SpiegelOnline empfohlen.

Das wohl bestechendste Merkmal des iPhone ist die neue Art zu navigieren. DAS wird wirklich etwas bei mobilen Endgeräten verändern. Wie häufig sitze ich mit Menschen zusammen, die wirklich tolle Ideen haben oder mit Mobile Marketing ihre Kunden erreichen möchten. Doch meist scheitern durchaus kreative Ansätze daran, dass die Nutzer die weitestgehend kryptischen Funktionen ihrer Geräte weder kennen, bedienen können noch überhaupt ein Interesse daran haben, sich hindurch zu quälen. Denn genau so wird es empfunden. Wir Fachleute vergessen dies häufig, da wir durch unsere Erfahrungen und nicht zuletzt Leidensfähigkeit nicht so schnell aufgeben, wenn wir auf unseren Handys etwas zum Laufen bekommen wollen. Ganz abgesehen davon, dass wir bereits wissen, wie man eine Applikation auf dem Handy installiert, wie man seine Bluetooth-Funktion ein- und ausschaltet oder mit seinem Handy Emails abruft. Der gemeine Handynutzer weiß dies aber in der Regel nicht. Herausgefordert von jemandem wie uns, kommt dann die Reaktanz „Ich will eh nur telefonieren.“ Hier kommt die Idee der intuitiven, einfachen Bedienbarkeit des iPhone voll zum Tragen. Wenn der Nutzer fast ohne nachzudenken mehr Funktionen nutzen kann, dann wird er es tun. Denn Handbücher, die ohnehin meist eine Zumutung sind, möchte wirklich niemand durcharbeiten.

Ich hoffe, dass das iPhone den viel zitierten „Ruck“ durch unsere Branche gehen läßt. Auf jeden Fall hier schon einmal „Danke, Apple!“

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Über Heike Scholz 3402 Artikel
Nach über zehn Jahren als Strategieberaterin für internationale Unternehmen gründete die Diplom-Kauffrau 2006 mobile zeitgeist und machte es zum führenden Online-Magazin über das Mobile Business im deutschsprachigen Raum. Heute ist sie ein anerkannter und geschätzter Speaker und gehört zu den Influencern der deutschen Internet-Szene. Weiterhin ist sie Beiratsmitglied für die Studiengänge Angewandte Informatik und Mobile Computing an der Hoschschule Worms. Als Co-Founder von ZUKUNFT DES EINKAUFENS, begleitet sie die Digitale Transformation im stationären Einzelhandel. Sie berät und trainiert Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen und fördert mit ihrem Engagement die Entwicklung verschiedener Branchen und Märkte.

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