CNN international und RTL gehen live – Immer mehr TV über Apps

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Es wird immer leichter den guten alten Fernseher beiseite zu lassen. Was einigen Vertretern der Nachrichtenkonkurrenz und der Verbände zum Beispiel in der Diskussion um die 100-Sekunden-Tagesschau über eine iPhone-App noch als „zu einfach“ erschien, um an kostenpflichtige Inhalte zu gelangen (GEZ-Diskussion) und anderen Anbietern Konkurrenz zu machen, ist bei den privaten Sendern und den großen Nachrichtensendern dieser Welt inzwischen gang und gäbe und „state of the art“. CNN bringt nicht nur das Nachrichtenangebot über die neue internationale iPhoneApp zu den Menschen, sondern auch die Möglichkeit als „iReporter“ Fotos, Videos und Nachrichten an CNN selbst zu schicken und hochzuladen. Der „private-embedded-iJournalist“ wird geboren! Wenn dann noch ein Moderator wie Errol Barnett die App live im Fernsehen erklärt – ist der Erfolg garantiert:


Weitere Features der Applikation könnt Ihr hier nachlesen.

Fast zeitgleich geht die neue RTL interactive iPhone App, entwickelt von der Netbiscuits AG an den Start. Die ersten 30 Tage ist das Angebot kostenlos, dann soll es 1,59 € kosten. Man kann das Programm lokalisieren und sich das örtliche Wetter anzeigen lassen, einen Programmplaner bemühen, Live-Mitschnitte anschauen und auch Reporterbeiträge selber hochladen: „Du bist Reporter!“ (Bild hat es vorgemacht…). Dass einige der Rezensionen nicht so gut ausfallen, ist bei einer Massen-App völlig natürlich. Da zwischen inhaltlichen und technischen Punkten zu unterscheiden, nicht jedes Endverbrauchers große Stärke ist, ABER: Man sollte das strikte Konstrukt der Hybrid-App punktuell sicher überdenken (Kosten hin oder her), Multitasking für das OS4 möglich machen, horizontales Streaming unterstützen und bei einer kostenpflichtien App die Werbeauslieferungen evaluieren (und vielleicht etwas einschränken) – dann würde sich sicher auch etwas an den doch mehrheitlich negativeren Bewertungen ändern.

Trotzdem bleibt festzuhalten, dass man sich bei großen Sendern bemüht, dem veränderten Rezeptionsverhalten der „Zuschauer“ (eher als „Mitmach-Gucker“ zu bezeichnen) Rechnung zu tragen, und die Angebote anzupassen. Dass da noch viele Elektrofunkwellen an uns vorüber schwappen, bis der User im Mittelpunkt des Angebotes und der Usability steht, ist so sicher wie der Satz, dass noch nie ein neues Medium ein Altes vollkommen verdrängt hat. Es gilt nur: Das Medium ist die Botschaft!

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Über Martin Walter 99 Artikel
Martin Walter war Kreativkonzepter bei der Yoc AG in Berlin und heute bei der Iconmobile GmbH als Senior Manager Mobile Marketing tätig. XING.

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