Bilderkennung mit dem Handy und Physical World Connection

mobile marketing guide

Über Code Reading schreibe ich ja häufiger, denn ich bin der festen Überzeugung, dass die PWC (Physical World Connection) unsere Nutzung von mobilen Endgeräten extrem verändern wird. Was mich an den Codes eigentlich immer etwas stört ist die Tatsache, dass sie zusätzlich angebracht werden müssen und eigentlich alles ein wenig verunzieren. Viel direkter ist es doch, gleich das Objekt, die Landschaft, die Person zu fotografieren und so den Link zu digitalen Inhalten herzustellen. Also werfe ich mal einen Blick auf die Unternehmen, die entsprechende Lösungen anbieten.
Vor nicht allzu langer Zeit hat Google Neven Vision gekauft. Google äußert sich bis dato dahingehend, dass die Bilderkennung die Organisation von Fotos mit picasa vereinfachen soll. Das ist m.E. aber nur die halbe Miete, denn mit der Lösung von Neven Vision ist eben auch die PWC möglich.
Microsoft entwickelt zur Zeit ein eigenes System zur Bilderkennung – Lincoln. Lincoln funktioniert am besten bei zweidimensionalen Bildern, die im Vorwege getagged wurden. Ausführlich beschrieben wird Lincoln im Technology Review.
Um den Reigen der Großen komplett zu machen, auch noch der Hinweis auf die Bestrebungen von Nokia. Hier heißt das Projekt MARA. Technology Review über Mara.
Ein weiteres Unternehmen, das bei der Bilderkennung zu den Vorreitern gehöhrt ist Mobot. Erst vor Kurzem gekauft, jetzt aber wieder in den Händen der vorherigen Eigentümer, wird Mobot sicher eine wichtige Rolle bei der mobilen Bilderkennung spielen.
Rudy hat in Spanien noch ein junges Unternehmen, Daem Interactive, vor seiner Haustür, die ein sehr interessantes Projekt mit der Tageszeitung El Periódico gemacht haben.
Last but not least noch der Hinweis auf das schwedische Unternehmen Polar Rose, über die ich ja schon berichtet hatte. Hier geht es um die Erkennung von Personen. Ich glaube, das ist dann endgültig das Ende aller Papparazzi.
Wir stehen mit diesen Technologien sicherlich noch am Anfang und werden auf massentaugliche Anwendungen noch etwas warten müssen. Doch zeigt insbesondere, dass die Grossen sich in diesem Feld engagieren, dass die Bild-/Objekterkennung mit dem Handy eine Technologie der Zukunft sein wird. Doch wie so häufig ist hier wieder die mobile Applikation wie ein Eisberg. Man sieht nur einen kleinen Teil, der Rest ist "unter Wasser".

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Über Heike Scholz 3402 Artikel
Nach über zehn Jahren als Strategieberaterin für internationale Unternehmen gründete die Diplom-Kauffrau 2006 mobile zeitgeist und machte es zum führenden Online-Magazin über das Mobile Business im deutschsprachigen Raum. Heute ist sie ein anerkannter und geschätzter Speaker und gehört zu den Influencern der deutschen Internet-Szene. Weiterhin ist sie Beiratsmitglied für die Studiengänge Angewandte Informatik und Mobile Computing an der Hoschschule Worms. Als Co-Founder von ZUKUNFT DES EINKAUFENS, begleitet sie die Digitale Transformation im stationären Einzelhandel. Sie berät und trainiert Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen und fördert mit ihrem Engagement die Entwicklung verschiedener Branchen und Märkte.

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