Berührungslos zur Fahrkarte

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Im Bereich des Handyticketing im Öffentlichen Personen Nahverkehr (ÖPNV) tut sich ja so einiges. Viele verschiedene Ansätze wurden in den vergangenen Monaten getestet. Nun hat der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) seinen NFC-Piloten gestartet. Der RMV war bisher mit seinem auf einer Java-Applikation basierenden System mit 5.700 Nutzern der erfolgreichste Verkehrsverbund.

Das jetzt zu erprobende System unterscheidet sich vom alten dadurch, dass der Fahrgast nur noch mit seinem Mobiltelefon an der Abfahrt-Station einen „ConTag“, einen Funkchip, berühren muss. Danach kann der Kunde mit lediglich drei Klicks eine Fahrkarte kaufen. Bisher musste der Fahrgast sein auf dem Handy installiertes Handy-Ticket-Programm noch manuell öffnen, jetzt wird es durch das Berühren eines „Con Tag“- Chips automatisch gestartet. 600 Chips werden jetzt an 60 wichtigen Stationen und Haltestellen installiert, 90 Prozent der Verkehrsströme in Frankfurt sind dadurch abgedeckt. Sollten keine größeren Probleme auftauchen, werden zum Fahrplanwechsel im Dezember auch die anderen Regionen des Verbunds eingebunden. Dann wird man auch in Bad Vilbel oder Hanau per Telefon einen Fahrschein kaufen können. An dem Projekt sind auch die Technologiekonzerne Nokia und T-Systems beteiligt. Für sie ist nicht allein der elektronische Fahrkartenverkauf interessant, sie möchten sich mit der NFC-Technologie einen neuen Markt eröffnen. In Zukunft, so sagten Dieter May von Nokia und Hubert Haag von T-Systems, werde man immer häufiger auch Kinokarten, Theaterkarten oder Parkhausgebühren mittels eines Handys bezahlen. Derzeit ist nur ein Modell eines NFC-Handys auf dem Markt (das Nokia 6131 NFC, Anm.d.Red.). Das Herstellerunternehmen Nokia ist aber davon überzeugt, dass die NFC-Funktion bald Standard sein wird. 300 Testpersonen, die sich bei der Verkehrsgesellschaft Frankfurt bewerben können, erhalten ein solches Mobiltelefon und sollen die neue Technologie erproben. Der RMV will damit vor allem Gelegenheitskunden ansprechen, die sowohl das Auto als auch hin und wieder Busse und Bahnen nutzen. Quelle

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Über Heike Scholz 3402 Artikel
Nach über zehn Jahren als Strategieberaterin für internationale Unternehmen gründete die Diplom-Kauffrau 2006 mobile zeitgeist und machte es zum führenden Online-Magazin über das Mobile Business im deutschsprachigen Raum. Heute ist sie ein anerkannter und geschätzter Speaker und gehört zu den Influencern der deutschen Internet-Szene. Weiterhin ist sie Beiratsmitglied für die Studiengänge Angewandte Informatik und Mobile Computing an der Hoschschule Worms. Als Co-Founder von ZUKUNFT DES EINKAUFENS, begleitet sie die Digitale Transformation im stationären Einzelhandel. Sie berät und trainiert Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen und fördert mit ihrem Engagement die Entwicklung verschiedener Branchen und Märkte.

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