[Advertorial] Virtual Reality, Mixed Reality und Augmented Reality – wird die Realität in Zukunft durch Holo-Lens, Oculus & Co. nebensächlich?

Über die Chancen der neuen Technik für Industrie, Handel und die Arbeitswelt 4.0

mixed reality

Spätestens seit dem Erfolg von Pokémon Go haben die Themen rund um „Virtual Reality“ und „Augmented Reality“ ein hohes – wenn auch teilweise zweifelhaftes – Maß an Bekanntheit erlangt. Dabei handelt es sich bei der technisch erweiterten Realitätswahrnehmung um weit mehr als ein neues Spielzeug. Es ist eine Frage der Zeit bis Augmented- oder Mixed-Reality-Brillen den Alltag, die Fabriken und Büros erobern. Insbesondere Unternehmen und die Industrie, aber auch Handel, Journalismus und Marketing-Agenturen können von den neuen Technologien profitieren.

Im Prinzip funktionieren Augmented-Reality-Geräte analog zu Head-up-Displays im Auto. Dort werden in die Windschutzscheibe wichtige Informationen oder Warnungen über Geschwindigkeitsbegrenzungen einblendet. Ohne die reale Umgebung aus dem Blick zu verlieren, erhält der Fahrer zusätzliche Informationen direkt innerhalb seines Gesichtsfelds. Dieses einfache Prinzip lässt sich durch HoloLens, Ocolus & Co. auf beliebige andere Anwendungsgebiete übertragen. Die neue Geräteklasse hat damit das Potenzial zu einem der Treiber der digitalen Transformation in Unternehmen zu werden.

Wird die Realität zur Nebensache?

Es gibt zum Teil sehr unterschiedliche Gerätetypen und Techniken, die das Feld der erweiterten beziehungsweise virtuellen Realität abstecken.  Ihnen gemeinsam ist das große Potenzial, das die Technologien für die Wirtschaft haben können. Virtuelle Abbildungen von Produktionsprozessen können in der Industrie Abläufe verbessern, die Fertigungsqualität erhöhen und bei Problemlösungen helfen. Noch umfassender aber sind die Anwendungsbereiche für Technologien, die die umgebende Realität um eine zusätzliche Bedeutungsdimension erweitern.

Um Zugriff auf diese realitätserweiternde, virtuelle Dimension zu bekommen, ist es nötig, ein Gerät zwischen Mensch und Wirklichkeit zu schalten. „Augmented-Reality“-Brillen (AR) oder „Head-Mounted-Drives“ ( HDM) – in manchen Fällen handelt es sich um Smartphones oder teildurchlässige Brillen, die mit Hilfe von Halterungen vor die Augen geschnallt werden – zeigen die reale Umgebung, blenden darin jedoch zusätzliche Informationen, animierte Avatare und Gegenstände oder Hologramme ein. Es geht also nicht um eine Ersetzung, sondern um die Ergänzung der Realität um eine weitere Dimension.

Die Vorteile einer erweiterten Realität für die Wirtschaft

Wer annimmt, Mixed Reality, Virtual Reality oder Augmented Reality hätten ihre Wachstumsmärkte hauptsächlich in der Spieleindustrie, liegt entsprechend falsch. Vielmehr gibt es kaum einen Sektor, in dem es keine sinnvolle Anwendungsmöglichkeit gibt. Allein durch die Tatsache, dass sich die digitale Kommunikation durch die VR/AR-Technologien verändert, erschließen sich zahlreiche neue Anwendungsgebiete. Virtuelle Assistenten, mit denen Kunden interagieren können, verbessern beispielsweise die Service-Möglichkeiten. Sowohl Fragen zu Funktionen von Produkten als auch bei der Behebung von Beschwerdefällen können sie wertvolle Dienste leisten: Ein Produkt kann einfach virtuell simuliert und so dem Kunden die Bedienung vorgeführt werden. Das birgt ein enormes Potenzial für alle Hersteller von komplexeren Produkten oder Anlagen – B2C ebenso wie B2B.

Große Vorteile bieten sich auch im Bausektor sowie im Bereich der Gebäude- und Innen-Architektur. Durch die Projektion von geplanten Gebäuden oder Einrichtungen direkt in die reale Umgebung wird eine gemeinsame Betrachtungs- und Diskussionsgrundlage geschaffen, die jeder sehen kann. Das räumt nicht nur Missverständnisse oder falsche Vorstellungen aus dem Weg, sondern hilft bei der Entwicklung und Ausführung von Großprojekten.

Auch im Handel wird der die Wirklichkeit erweiternden Technik eine große Zukunft vorhergesagt. Eine aktuell durchgeführte Studie, die sich mit dem Einkaufsverhalten in 20 Jahren auseinandersetzte, bestätigte, dass insbesondere die nachwachsende Generation sich gut vorstellen kann, in einem virtuellen Geschäft einzukaufen, das sie mit Hilfe einer VR-Brille betreten. Das gemeinsame Einkaufen mit der besten Freundin oder der Familie bleibt auch in Zukunft unersetzlich, kann jedoch leichter organisiert und sogar um eine Erlebnisebene erweitert werden.

Diese wenigen Szenarien stehen für eine ganze Reihe von weiteren Einsatzmöglichkeiten, bei denen es vor allem um emotionale oder erweiterte kommunikative Aspekte geht, die durch VR, AR oder Mixed Reality möglich wird. Doch hier endet die Zahl der Anwendungsfälle nicht – auch in der Industrie gibt es zahlreiche praktische Nutzen für die neuen Techniken.

Augmented Reality und die Industrie 4.0

Die digitale Transformation in Unternehmen der Industrie betrifft im Moment vor allem die Produktion und die Entwicklung. Insbesondere die Augmented-Reality-Brillen haben das Potenzial im industriellen Sektor, die digitale Transformation in neue Bereiche zu bringen. Insbesondere in industriellen Segmenten, in denen es notwendig ist, beide Hände frei zu haben, oder Schutz-Handschuhe und Schutz-Kleidung getragen werden müssen, ist eine gleichzeitige Bedienung von Terminals, Laptops oder Tablets ausschlossen oder nur schwer machbar.

Ein Problem wird dies, wenn Informationen über die Produktion in Echtzeit verfügbar sein müssen. Die AR-Brillen ermöglichen eine Steuerung via Gesten oder Spracheingabe und machen eine schnelle Bedienung ohne lästiges und arbeitsunterbrechendes Ausziehen der Schutzkleidung möglich. Denkt man beispielsweise an schwere, chemikalienbeständige Schutzhandschuhe, die ausgezogen werden müssen, um am Bedienterminal eine Eingabe zu machen, stellt dies eine große Erleichterung dar.

Mit Assisted Reality ist der Fachmann immer mit direkt vor Ort

Vor wenigen Jahrzehnten brauchte man vor allem Handwerkszeug, um ein Auto zu reparieren. Heute geht ohne IT, Anwendungs- und Programmierkenntnisse kaum mehr etwas. Ganz allgemein wird ein großer Teil der Berufe immer wissensintensiver, so dass sowohl externe Experten als auch Fort- und Weiterbildungen eine immer größere Bedeutung erhalten. Auch hier springen die realitätserweiternden Brillen in eine größer werdende Lücke. In den meisten kleinen und mittelständischen Unternehmen ist ein IT-Experte eher die Seltenheit. Die Lösung lautet „Assisted Reality“.

Durch die AR-Brillen können Fachleute schnell und direkt zu einer Problemsituation hinzugezogen werden, sich einen genauen Überblick verschaffen und genaue Anweisungen zur Lösung des Problems geben. Generell haben die Techniken der virtuell erweiterten Realität überall, wo es um Informationsvermittlung geht – angefangen vom Journalismus über das Marketing bis hin zum Bereich (Aus-/Weiter-/Fort-) Bildung – eine große Zukunft. Auf kaum eine andere Weise lassen sich Theorie und Praxis so elegant, emotionalisiert und erkenntnisbringend miteinander verbinden.

Smarte Assistenten, KI und Augmented Reality: Der nächste Sprung bei der vierten industriellen Revolution

Auch wenn einiges von den skizzierten Anwendungsmöglichkeiten bereits gelebte Realität ist, steht der große Durchbruch der virtuellen Realität noch bevor. Die Geräte selbst, die das Erleben der virtuell erweiterten Realität ermöglichen, stellen aber nur ein Element des gesamten Komplexes dar, dessen Potenzial erst dann entfaltet werden kann, wenn weitere Komponenten hinzukommen. Auch das iPhone wurde erst zum Massenerfolg, als es Entwicklern möglich wurde, zahlreiche Anwendungen dafür zu programmieren.

Die Zukunft der virtuell erweiterten Realität hängt also zum einen entsprechend von sinnvollen Anwendungen ab, die für die Geräte programmiert sind. Zum anderen entfaltet sich das ganze Potenzial, das in der neuen Technologie steckt, vor allem erst dann, wenn Unternehmen bereits weitestgehend digitalisiert sind. Und zu guter Letzt wächst die Zahl der Einsatzgebiete dann sprunghaft, wenn sie mit den Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz und smarter Assistenten in Verbindung gebracht werden. Kommen aber all diese Elemente zusammen, verleiht die virtuell erweiterte Realität Unternehmen eine Schlagkraft, die so enorm ist, dass mit ihr der nächste Sprung bei der vierten Industriellen Revolution möglich wird.

Über den Autor: Thomas Müller ist Geschäftsführer der SOLCOM GmbH, einem der führenden branchenübergreifenden Technologiedienstleister in den Bereichen Informationstechnologie und Engineering. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet SOLCOM als Partner global agierender Spitzenunternehmen. Aus dieser Erfahrung heraus schreibt er über Trends und technische Neuerungen im Bereich der IT und der Digitalisierung.

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