A2D2 rocks – Android Developer Day in Wien voller Erfolg!

gistweiblich

„Wer ein Start-Up gründet und es sich nicht leisten kann, für Nutzerwerbung Millionen von Euros auszugeben (und das meiste davon zu vergeuden), sollte im Kopf behalten:

Ihr seid eine Rockband! Erspielt Euch Eure Fans! Konferenzen, Barcamps, Blogs, Foren, Kongresse, Journalisten, … das ist Euer Publikum. Da müsst Ihr tingeln gehen. Und von Eurem Projekt erzählen.“

Martin Oetting‘ s Message an die Gründer und Innovatoren dieser Welt gilt auch gleichermassen und wahrscheinlich noch viel mehr für die kreative Zunft der Applikationsentwickler. T-Mobile scheint dies nicht nur begriffen zu haben, sondern hat es auch mit Leib und Seele umgesetzt und der Android Developer Community Österreichs eine passende Showbühne zum Erfahrungsaustausch und Networken verschafft.

Unter dem kreativen Titel A2D2 (Austrian Android Developer Day) wurden von T-Mobile Österreich gemeinsam mit den Kooperationspartnern Austroid, Salzburg Research und der FH Hagenberg am 7.Mai von 16 bis 22  Uhr spannende Vorträge, interaktive Tech Sessions und ein Developer Contest im Wiener T-Center veranstaltet.

„Die“ Android – das G1 ist weiblich!

Optimistische Zukunftstöne gab es zu allererst bei der Pressekonferenz zum A2D2, berichtet der Standard,  denn G1 und iPhone kannibalisieren sich anscheinend nicht, die Zielgruppe für das G1 sei derzeit mehrheitlich weiblich und vor allem junge Menschen zwischen 10 und 30 Jahren würden das Android Telefon kaufen.

Eröffnet wurde das Event von T-Mobile-Chef Robert Chvatal, darauf folgend präsentierte zuerst Philipp Breuss, Gründer von Mobilizy, deren Applikation Wikitude. Wikitude ist eine augmented reality Anwendung, die als mobiler Reiseführer auf standortbezogene Wikipedia- und Qype-Artikeln sowie Panoramio Photos zurückgreift. Heike und Philipp haben bereits einige Male (1,2,3) darüber berichtet. Danach war Christian Vogt, Gründer von Sengaro und Entwickler von Mobeedo an der Reihe. Mobeedo ist ein mobiles Orakel, so Vogt, das dem Benutzer auf Basis seiner Standortinformation ungefragt (!) lokalisierte Information bereitstellen kann. Klingt kompliziert, ist es aber nicht: Die Community kann beispielsweise Information zu Radargeräten an Strassen einpflegen, diese Information erscheint dann automatisch auf dem Android Handy sobald man sich in der besagten geografischen Zone aufhält. Genauso kann ein Anbieter öffentlicher Verkehrsmittel seine Daten einpflegen und sobald man sich der U-Bahn Station nähert, erhält man sofort die Info über den nächsten Zug oder eine Zugverspätung.  Fraglich bleibt für mich hier nur, wie man die Qualität der Information hier kontrolliert, Falschinformationen aussiebt und „alte“ Information die ihre Gültigkeit verloren haben updatet.

Zuletzt war Andreas Ipps von OpenIntents an der Reihe:

„Was Android von allen anderen Betriebssystemen unterscheidet und langfristig den Erfolg sicherstellen wird, ist der ‚All Apps are equal‘-Ansatz. Es gibt keine Kernanwendungen, bis auf ein paar wenige sicherheitsrelevante, sondern lauter gleichberechtigte Applikationen. Jeder Nutzer kann installierte Anwendungen gegen andere austauschen, das ist einzigartig.“  OpenIntents möchte den Austausch zwischen einzelnen Anwendungen erleichtern und sicherstellen. Entwickler können ihre Applikationen für Funktionen anderer Hersteller öffnen oder umgekehrt ihre Funktionen in Drittanwendungen integrieren.“

ein bisschen spass muss sein :-)

Gemeinsam einen mobilen Kompass programmiert!

Trotz 20minütiger Startverspätung konnte die Zeit durch die sehr knackigen und informativen Vorträge wieder eingeholt werden um pünktlich mit den „Tech Sessions“ zu beginnen.  In den Tech Sessions wurden von 18.15 bis 21.00 Uhr  in vier verschiedenen, kleineren Räumen Vorträge, Workshops und sogar live Programmieren veranstaltet.

Müdigkeit war trotz voranschreitender Uhrzeit ganz und gar keine zu spüren,  Mobeedo programmierte gemeinsam mit einer Gruppe sogar einen mobilen Kompass! Meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Format!

A2D2 Contest – Navigation & Reiseapplikationen gewünscht

Der Saal war knallvoll, 150 begeisterte Teilnehmer waren anwesend, doch das Publikum war trotzdem gemischt, zum einen natürlich waren es Developer aber zum anderen auch Android interessierte Benutzer aus Wirtschaft und Wissenschaft, darunter auch  Bernd Resch, Research Scientist bei Research Studio Austria (Salzburg): „Die Mischung zwischen anwendungsbezogenen Präsentationen, technsichen Hintergrundvorträgen und Vorstellung konzeptueller Marktpotenziale sorgen für ein heterogenes Publikum aus den Bereichen Softwareentwicklung, Produktmanagement, Forschung und Hochschulausbildung, das den Mehrwert und das spezielle Flair des A2D2-Events ausmacht.“

Gute Arbeit! Philipp Nagele (T-Mobile), Sabine Hoffmann & Eva Mader (ambuzzador)

Gerocked hat nicht nur das Event, die Teilnehmer und die Stimmung, sondern auch vorallem die sehr geniale Organisation. Philipp Nagele (T-Mobile & mobile zeigeist) hat in Zusammenarbeit mit der Buzz-Agentur ambuzzador aus Wien tolle Arbeit geleistet, es wurde einfach an alles gedacht, von der reibungslosen Registrierung bis hin zu wifi Zugangscodes und wichtigen Kleinigkeiten wie Steckdosenleisten unter den Tischen.

Ich kann zu diesem sehr gelungenen Event nur gratulieren!

Doch nach dem Event, ist vor dem Contest: Bis Ende Juni läuft der A2D2 developer contest bei dem österreichische Entwickler die Chance haben mit ihrer Applikation 3000 Euro Preisgeld zu kassieren.

Die mobileblogger.at Community wurde befragt (n=167) aus welchen Kategorien sie sich Android Applikationen aus Österreich wünschen. Die Top 3 Wünsche sind zu 25 % Navigation & Reisen, 17 % Business Applikationen, 11 % Messaging (SMS, Mail, Twitter, etc.)

Weitere Eindrücke kann man auf unter dem Twitter # Tag a2d2at nachlesen (tweets die auch während der Veranstaltung auf einer Twitter Wall zu sehen waren), oder sich die Photos und Präsentationen ansehen.

Über die Autorin: Aleksandra Schmid ist Mobile Marketer und hat in den letzten Jahren zahlreichen Marken geholfen ihre ersten und auch zweiten mobilen Marketingschritte zu tun. Ihre Einblicke und Erfahrungen teilt sie gerne bei Vorträgen oder schreibt sie nieder, zu lesen unter anderem im Guide der Werbeplanung, im Marketing Magazin Update und hier auf mobile zeitgeist. Aus Amerika hat Aleksandra aber nicht nur spannende Geschichten, sondern auch den Gedanken des Netzwerkens und Wissensaustausches mit nach Hause gebracht und gemeinsam mit fünf Gleichgesinnten den  “MobileMonday Austria” ins Leben gerufen. Aleksandra gestaltet die Branche in Österreich aktiv mit und engagiert sich daher im Vorstand der “Mobile Marketing Association Austria” (MMAA). Seit Oktober 2009 ist Aleksandra bei IQ mobile für die Entwicklung osteuropäischer Märkte verantwortlich.

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