60 Milliarden US$ Umsatz mit SMS

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In punkto Nachrichtenübermittlung am Handy bleibt der Short-Message-Service (SMS) der dominierende Standard. Obwohl Analysten der SMS bereits den Niedergang vorausgesagt haben, verzeichnen die Kurznachrichten satte jährliche Wachstumsraten und versorgen die Mobilfunkprovider mit erheblichen Erlösen, berichtet Cellular News. Wie Pamela Clark Dickson, Analystin von Informa Telecoms and Media, auf dem gerade beendeten Branchenevent Global Messaging 2007 ausführte, wird der Umsatz mit Nachrichtenservices in diesem Jahr an der 80-Mrd.-Dollar-Marke kratzen. Dabei zeichnen allein SMS-Nachrichten für 60 Mrd. Dollar verantwortlich.

Zu den mobilen Nachrichtentechnologien gehören neben den SMS auch Multimedia Services (MMS), mobile E-Mail-Nachrichten sowie Mobile Instant Messaging (MIM). In den kommenden Jahren könnte sich die Zahl der SMS-Nachrichten rund um den Globus verdreifachen. Nachdem im Jahr 2005 laut Portio Research die Grenze von einer Bio. SMS überschritten wurde, rechnen die Marktforscher für 2010 mit einem Volumen von 2,3 Bio. (Gartner) bis 3,17 Bio. (Portio). Als Erfolgsrezepte gelten vor allem die leichte Bedienbarkeit sowie die rasant zunehmende Verbreitung von Handys.

Neben den privat gesendeten SMS (P2P) gewinnt die Business-Kommunikation via SMS oder mobilen E-Mail-Nachrichten (application-to-person, A2P) an Bedeutung. Derzeit ist Südafrika in diesem Bereich führend. Dort haben alle großen Banken SMS-Nachrichten in ihre Kundenkommunikation integriert. Der südafrikanische Betreiber Vodacom erwirtschaftet mit A2P-Nachrichten bereits einen erheblichen Umsatzbeitrag, so Sprecherin Gabi Porter auf dem Messaging-Kongress.

„Regierungen, Unternehmen und Organisationen haben gerade erst begonnen, SMS in einem größeren Maßstab einzusetzen, aber die Bedeutung dieser Kommunikationsart nimmt rasant zu“, zitiert Cellular News den BulkSMS.com-Chef Pieter E. Streicher. SMS-Nachrichten werden mittlerweile zur Warnung vor Naturkatastrophen oder zur Kommunikation mit Angestellten oder Kunden verwendet. „Die Beständigkeit der SMS rechtfertigt die Integration in Business-Software und SMS-Ausgaben für IT-Budgets“, meint Streicher. Quelle: pte

Es gibt aber auch einen spürbaren Gegentrend zur teuren SMS. Mit der Verbreitung von Datentarifen nutzen immer mehr Email oder andere Messaging-Dienste. Hier betreten gerade spezialisierte Dienstleister wie BLU auch den deutschen Markt. Nachteil dieser Messaging-Services ist in der Regel, dass der Empfänger den gleichen Service nutzen muß, wie wir es schon von Mabber kennen.

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Über Heike Scholz 3402 Artikel
Nach über zehn Jahren als Strategieberaterin für internationale Unternehmen gründete die Diplom-Kauffrau 2006 mobile zeitgeist und machte es zum führenden Online-Magazin über das Mobile Business im deutschsprachigen Raum. Heute ist sie ein anerkannter und geschätzter Speaker und gehört zu den Influencern der deutschen Internet-Szene. Weiterhin ist sie Beiratsmitglied für die Studiengänge Angewandte Informatik und Mobile Computing an der Hoschschule Worms. Als Co-Founder von ZUKUNFT DES EINKAUFENS, begleitet sie die Digitale Transformation im stationären Einzelhandel. Sie berät und trainiert Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen und fördert mit ihrem Engagement die Entwicklung verschiedener Branchen und Märkte.

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