mobile zeitgeist http://www.mobile-zeitgeist.com Mobile. Marketing. Business. Wed, 22 Oct 2014 12:58:26 +0000 de-DE hourly 1 Mobile Payment in Deutschland (7): Die richtigen Nutzungsfälle zum Start http://www.mobile-zeitgeist.com/2014/10/21/mobile-payment-deutschland-7-die-richtigen-nutzungsfaelle-zum-start/ http://www.mobile-zeitgeist.com/2014/10/21/mobile-payment-deutschland-7-die-richtigen-nutzungsfaelle-zum-start/#comments Tue, 21 Oct 2014 09:21:25 +0000 http://www.mobile-zeitgeist.com/?p=50932 Wer im Mobile Payment erfolgreich sein will, sollte seinen Blickwinkel erweitern, war der Fokus im letzten Teil dieser Serie. Kurz zusammengefasst kommt es auf die Formel: Relevante Mehrwerte = Customer Centric + Integrated Customer Experience. Um relevante Mehrwerte aufzuspüren, lässt sich die „Customer Immersion „ Methode anwenden, ein Eintauchen in die Alltagsrealitäten von konkreten Zielgruppen und echten Kunden. Dieser Ansatz soll in diesem Artikel nochmals näher beleuchtet werden, bevor ab dem nächsten Teil eine Reihe von Mobile Payment Anbietern aus dieser Perspektive einer Praxisanalyse unterzogen werden. Brückenköpfe im Payment Kampf Eine Vision ist für jedes Business wichtig, um sich nicht […]]]>

Wer im Mobile Payment erfolgreich sein will, sollte seinen Blickwinkel erweitern, war der Fokus im letzten Teil dieser Serie. Kurz zusammengefasst kommt es auf die Formel: Relevante Mehrwerte = Customer Centric + Integrated Customer Experience. Um relevante Mehrwerte aufzuspüren, lässt sich die „Customer Immersion „ Methode anwenden, ein Eintauchen in die Alltagsrealitäten von konkreten Zielgruppen und echten Kunden. Dieser Ansatz soll in diesem Artikel nochmals näher beleuchtet werden, bevor ab dem nächsten Teil eine Reihe von Mobile Payment Anbietern aus dieser Perspektive einer Praxisanalyse unterzogen werden.

Brückenköpfe im Payment Kampf

Eine Vision ist für jedes Business wichtig, um sich nicht zu verzetteln oder vom Pfad abzukommen. So gibt es im Mobile Payment die Vision des „Mobile Wallet“, wobei das Smartphone in Zukunft sämtliche Inhalte einer typischen Geldbörse ersetzen soll, plus noch so einiges darüberhinaus. Dies ist eine hochkomplexe Aufgabe, ein eher langfristiges Ziel. Daher die Frage: wo fängt man an?

Geoffrey Moore spricht in Crossing the Chasm (s. a. Teil 2) z. B. von „Beechheads“. Der Begriff kommt ursprünglich aus dem Militär und bezeichnet laut Dictionary.com „the area that is the first objective of a military force landing on an enemy shore“, aber auch „a secure initial position that has been gained and can be used for further advancement; foothold, e.g.: The company has won a beachhead in the personal computer market.“.

Im Zusammenhang mit Mobile Payment wären dies dann erste Nutzungsfälle, die durch Early Adopters nachhaltig angenommen werden, um eine stabile Ausgangsstellung zu sichern (im deutschen Militärjargon könnte man vergleichsweise womöglich von Brückenköpfen sprechen). Aus dieser stabilen Ausgangsstellung (d. h. Momentum für eine neue Mobile Payment Lösung wurde in einem selektiven Nutzungsfall erzeugt) können dann sukzessive zusätzliche Marktfelder erobert werden.

Kreuzungsfelder und warum sie so wichtig sind

Um diese ersten erfolgreichen Nutzungsfälle zu erzeugen, muss der Startpunkt strategisch gewählt werden. Es braucht Mehrwerte, sowie Early Adopters, die auch noch mobil-digital-affin sind. Diese müssen bei einem Anbieter (Händler) einen Ablauf (Customer Experience) regelmäßig durchlaufen, der Verbesserungspotential aufweist – idealerweise für beide Seiten. Erst wenn diese Variablen aufeinander treffen, kommt es zu einem Kreuzungsfeld, wo der Mehrwert tatsächlich zur Realität werden kann. Da allerdings die einzelnen Variablen in ihrer Anzahl beschränkt sind, muss besonders gut geschaut werden, wo sie sich denn tatsächlich in ausreichender Häufigkeit kreuzen, um daraus einen „Beechhead“ machen zu können.

crossroads-above1Folgende Hypothese als illustratives Rechenbeispiel: Nehmen wir mal an, Apple Pay kommt nach Deutschland. Derzeit gibt es rund 55% Smartphone-Besitzer in D (ab 14 Jahre), laut Kantar Worldpanel (März bis Mai 2014) kaufen rund 12% davon iPhones. Sind wir sehr großzügig, sagen wir dass 50% der iPhone Besitzer auf das iPhone 6 upgraden werden. 100 * 55 * 12 * 50 = 3%. D. h. 3% der Deutschen ab 14 Jahren könnten bei einer Einführung von Apple Pay womöglich bei einem oder mehreren der NFC-ausgerüsteten Händler (bisher rund 40.000 Zahlungsterminals oder rund 5% des Bestands für Standard NFC Payments mit Visa oder Mastercard) mit dem iPhone bezahlen, wenn sie denn eine Kreditkartentransaktion durchführen möchten (5,4% des Umsatzes im deutschen Einzelhandel wird per Kreditkarte beglichen). Da hoffen wir mal, dass dieses Kreuzungsfeld öfter als einmal im Monat des Konsumenten vorkommt, damit er sich auch noch daran erinnern kann, wie das alles funktioniert. Ich möchte hiermit nicht das Mobile Payment kleinreden oder die Euphorie um Apple Pay bremsen. Aber von heute auf morgen sehe ich da noch keinen durchschlagenden Erfolg in der Masse.

Um zu der Ausgangsfrage zurückzukommen: wo fängt man an, wenn man recht kurzfristig beachtliche Erfolge erzielen möchte. Eine Möglichkeit ist die Suche nach Kreuzungsfeldern. Dort zu suchen, wo die notwendigen Variablen bereits heute eine hohe Wahrscheinlichkeit haben, recht häufig aufeinander zu treffen. Als Theorie-Modell lässt es sich auch so darstellen:

Customer Immersion Kreuzungsfelder

Wie Mobile Proximity Payment Anbieter mögliche Kreuzungsfelder heute bereits bedienen, soll in den nächsten Teilen der Praxisanalyse näher unter die Lupe genommen werden.

 

Alle bisher in den Mobile Payment Serien erschienen Artikel können hier aufgerufen werden:

Mobile Payment 2014 Serie: Übersicht aller Artikel

Mobile Payment SWOT 2013 (Serie)

Mobile Payment Update 2012 (Serie)

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http://www.mobile-zeitgeist.com/2014/10/21/mobile-payment-deutschland-7-die-richtigen-nutzungsfaelle-zum-start/feed/ 0
[Umfrage] Shopping User Experience auf dem Tablet http://www.mobile-zeitgeist.com/2014/10/17/umfrage-shopping-user-experience-auf-dem-tablet/ http://www.mobile-zeitgeist.com/2014/10/17/umfrage-shopping-user-experience-auf-dem-tablet/#comments Fri, 17 Oct 2014 12:28:49 +0000 http://www.mobile-zeitgeist.com/?p=50927 Mit der User Experience (UX) von Shopping-Lösungen auf Desktop-PCs beschäftigen sich Händler schon seitdem das Internet Mitte der Neunziger durchstartete. E-Commerce-Angebote wurde daraufhin kontinuierlich optimiert. Nun leben wir im Jahr 2014 und verzeichnen eine Marktdurchdringung von Tablets, die es den Händlern verbietet, das mobile Potenzial im Online-Handel zu missachten. Aber was wissen wir bzgl. der UX auf Tablets? Gefühlt recht wenig… Vor allem in großen Teilen nur Oberflächlichkeit wie „Weniger ist mehr“ oder ähnlich Parolen. Spannende Umfrage! Nun wagen wir wissbegierig einen genaueren Blick: Mit der folgenden Befragung sollen Anforderungen an Shopping-Lösungen auf dem Tablet abgeleitet werden. Nehmen Sie Teil! […]]]>

Mit der User Experience (UX) von Shopping-Lösungen auf Desktop-PCs beschäftigen sich Händler schon seitdem das Internet Mitte der Neunziger durchstartete. E-Commerce-Angebote wurde daraufhin kontinuierlich optimiert. Nun leben wir im Jahr 2014 und verzeichnen eine Marktdurchdringung von Tablets, die es den Händlern verbietet, das mobile Potenzial im Online-Handel zu missachten. Aber was wissen wir bzgl. der UX auf Tablets? Gefühlt recht wenig… Vor allem in großen Teilen nur Oberflächlichkeit wie „Weniger ist mehr“ oder ähnlich Parolen.

Spannende Umfrage!

Nun wagen wir wissbegierig einen genaueren Blick: Mit der folgenden Befragung sollen Anforderungen an Shopping-Lösungen auf dem Tablet abgeleitet werden. Nehmen Sie Teil! Verbessern wir die UX auf dem Tablet! Zur Teilnahme benötigen Sie ein Tablet und 20 Minuten Zeit! Klingt nach viel Zeit? Stellen Sie sich vor, wie viel Zeit Sie kumuliert durch einen besseren Flow auf den Shopping-Seiten sparen könnten… Also, klick und los!

HIER GEHT’S ZUR BEFRAGUNG.

Besten Dank! Die Ergebnisse werden auf mobile zeitgeist veröffentlicht.

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http://www.mobile-zeitgeist.com/2014/10/17/umfrage-shopping-user-experience-auf-dem-tablet/feed/ 0
Mobil-digitale Assistenten kaufen bald selbstständig ein http://www.mobile-zeitgeist.com/2014/10/16/mobil-digitale-assistenten-kaufen-bald-selbststaendig-ein/ http://www.mobile-zeitgeist.com/2014/10/16/mobil-digitale-assistenten-kaufen-bald-selbststaendig-ein/#comments Thu, 16 Oct 2014 09:10:56 +0000 http://www.mobile-zeitgeist.com/?p=50888 Das Analystenhaus Gartner hat seine Vision der IT-Entwicklungen für das Jahr 2015 und folgende vorgestellt. Insbesondere sticht die sich verändernde Beziehung zwischen Mensch und Maschine heraus. Während die Automatisierung lange Zeit auf Unternehmen fokussiert war, können neue Technologien nun immer öfter dem Konsumenten und Endverbraucher mit hilfreicher Unterstützung im Alltag zur Hand gehen. Gartner spricht sogar von einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit, in der digitale Assistenten eine personalisierte Beziehung zu ihrem Co-Worker entwickeln. Aus der Liste der 10 Prognosen von Gartner möchte ich hier auf mobile zeitgeist gerne zwei herausstellen: Mobil-digitale Assistenten kaufen selbstständig ein Bis Ende 2016 werden laut Gartner mobil-digitale […]]]>

Das Analystenhaus Gartner hat seine Vision der IT-Entwicklungen für das Jahr 2015 und folgende vorgestellt. Insbesondere sticht die sich verändernde Beziehung zwischen Mensch und Maschine heraus. Während die Automatisierung lange Zeit auf Unternehmen fokussiert war, können neue Technologien nun immer öfter dem Konsumenten und Endverbraucher mit hilfreicher Unterstützung im Alltag zur Hand gehen. Gartner spricht sogar von einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit, in der digitale Assistenten eine personalisierte Beziehung zu ihrem Co-Worker entwickeln.

Aus der Liste der 10 Prognosen von Gartner möchte ich hier auf mobile zeitgeist gerne zwei herausstellen:

Mobil-digitale Assistenten kaufen selbstständig ein

Bis Ende 2016 werden laut Gartner mobil-digitale Assistenten über $2 Millarden selbstständig beim Online Shopping ausgeben. Zuerst werden die Helferlein allein in der Lage sein, Abläufe wie Namen, Adressen oder Kreditkartendaten an einen Shop zur Verfügung zu stellen. Als nächstes werden sich wiederholende Tätigkeiten wie der Alltagseinkauf im Supermarkt dazukommen. Der Konsument wird sukzessive mehr Vertrauen in die Assistenz fassen und sie dann auch kompliziertere Vorgänge managen lassen, z. B. die Buchung eines Restaurants sowie die Bestellung für das dazu passende Taxi. Schätzungsweise werden in 2016 ca. 2,5% der mobil-digitalen Zielgruppe dabei sein und rund $50 pro Jahr durch ihre Assistenten ausgeben lassen. Auch wenn die neuen Helferlein auf unterschiedlichen Plattformen agieren können, wird Mobile die treibende Kraft mit den entsprechenden Killer-Apps werden.

Wie so etwas konkreter aussehen könnte, hatte ich z. B. schon einmal in einem Beitrag hier beschrieben: Kapitel: Zukunftsszenario: Immer einen Schritt voraus – der persönliche Assistent.

Grafik_Zukunf_3c47128895

 

Zurück zu den Prognosen von Gartner:

50% der digitalen US-Einkäufe über Mobile in 2017 + verstärktes Interesse für Mobile Payment

2015 wird laut Gartner das Interesse für Mobile Payment erneut steigen (zum Teil durch Services wie Apple Pay oder Google Wallet angetrieben). Die Applikationen auf Smartphones und Tablets werden immer vielseitiger und können sich zunehmend reibungslos in Interaktionen zwischen Konsumenten und Unternehmen einklinken. Kundenerlebnisse im Handel nehmen dadurch in allen Etappen des Kaufprozesses neue Gestalt an. Die Gerätehersteller und App-Entwickler werden immer besser in der Lage sein die Usability und Sicherheit der Services zu garantieren und Konsumenten werden sich mit wachsendem Vertrauen mehr und mehr auf die Geräte stützen. Dies gilt insbesondere für jüngere Zielgruppen, die bereits mit Kommunikation, Informationen und Transaktionen im Internet aufgewachsen sind. Ihre Erwartungshaltung ist, dass Anbieter und Händler in der Lage sind, kanal- und geräteunabhängige Abläufe in Echtzeit ermöglichen.

Alle 10 Prognosen von Gartner sind hier veröffentlicht.

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Tablet vs. Smartphone: 4 Fakten zum mCommerce http://www.mobile-zeitgeist.com/2014/10/15/tablet-vs-smartphone-4-fakten-zum-mcommerce/ http://www.mobile-zeitgeist.com/2014/10/15/tablet-vs-smartphone-4-fakten-zum-mcommerce/#comments Wed, 15 Oct 2014 08:26:57 +0000 http://www.mobile-zeitgeist.com/?p=50879 Monetate hat sich wieder die Mühe gemacht, auf Basis vergangener und Echtzeit-Daten zu mobilen Anteilen im E-Commerce für Aufschrei zu sorgen. Gelungen? Die erste Euphorie ist der Erkenntnis, dass sich der stetige Trend fortsetzt, gewichen. Hier die 4 Fakten des Berichts: 1. Traffic-Anteil über Smartphones höher als über Tablets Die Aussage, dass Smartphones einen höheren Traffic-Anteil im E-Commerce haben als Tablets stimmt. Gegebenenfalls zeichnet sich hier eine Tendenz zugunsten der Smartphones ab. Allerdings steigt der Traffic-Anteil über Tablets zum 2. Quartal 2014 erneut. 2. Bestellwert über Tablets höher als über Smartphones Zudem bleiben die durchschnittlichen Bestellwerte per Smartphone wie schon […]]]>

Monetate hat sich wieder die Mühe gemacht, auf Basis vergangener und Echtzeit-Daten zu mobilen Anteilen im E-Commerce für Aufschrei zu sorgen. Gelungen? Die erste Euphorie ist der Erkenntnis, dass sich der stetige Trend fortsetzt, gewichen. Hier die 4 Fakten des Berichts:

1. Traffic-Anteil über Smartphones höher als über Tablets

Die Aussage, dass Smartphones einen höheren Traffic-Anteil im E-Commerce haben als Tablets stimmt. Gegebenenfalls zeichnet sich hier eine Tendenz zugunsten der Smartphones ab. Allerdings steigt der Traffic-Anteil über Tablets zum 2. Quartal 2014 erneut.

2. Bestellwert über Tablets höher als über Smartphones

Zudem bleiben die durchschnittlichen Bestellwerte per Smartphone wie schon in den letzten Quartalen hinter denen der Tablet-Endgeräte zurück. Hinter einer Tablet-Bestellung liegt mehr Cash.

 

3. Conversion Rate bei Tablets höher als bei Smartphones

Die Conversion Rates verändern sich auch nicht großartig. Optimieren die Händler zu wenig? Oder wird mobile aufgrund des mobilen Nutzungscharakters hier keine höheren Conversion Rates mehr hinlegen? Ich denke, es ist eine Mischung aus Beidem: Die Händler trödeln und mobile bleibt eben mobile. Dennoch sehe ich weiterhin das höhere Potenzial im Online-Handel bei den Tablets.

4. Smartphone-Nutzer kaufen schneller als Tablet-Nutzer

Für ein hohes Smartphone-Potenzial spricht, dass die Nutzer deutlich weniger Seiten aufrufen, bis sie einkaufen. Die Nutzer sind schneller entschlossen. Das kann zum Einen an der geringeren Komplexität von optimierten Smartphone-Shoppingseiten liegen. Ich bin manchmal überfordert, nach schnellen mobilen Einkäufen wieder mit der Komplexität der Pc-Desktop-Shoppingseiten konfrontiert zu sein. Zum Anderen könnte hierbei wieder das mobile Nutzungsszenario „Ich brauch Artikel xy und kann damit nicht warten“ liegen.

Für weitere Informationen schauen Sie sich bitte den gesamten Monetate Ecommerce Quarterly (EQ2 2014) Bericht in unserer Datenbank (Kategorie Mobile Commerce) an.

Bildquelle: Shutterstock

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http://www.mobile-zeitgeist.com/2014/10/15/tablet-vs-smartphone-4-fakten-zum-mcommerce/feed/ 1
“Vor Ort”: Nachlese zum Giftcard&Couponing Summit 2014 http://www.mobile-zeitgeist.com/2014/10/15/mz-vor-ort-nachlese-zum-giftcardcouponing-summit/ http://www.mobile-zeitgeist.com/2014/10/15/mz-vor-ort-nachlese-zum-giftcardcouponing-summit/#comments Wed, 15 Oct 2014 07:15:10 +0000 http://www.mobile-zeitgeist.com/?p=50915 Habt ihr schon einmal Giftcards oder Coupons via Smartphone eingesammelt und eingelöst? Anfang des Monats waren wir als Medienpartner auf dem internationalen Giftcard&Couponing Summit Live für euch vor Ort. Und siehe da, auch diese Branche wird zunehmend vom mobilen Virus infiziert. Über 100 anwesende Teilnehmer aus ganz Europa haben ein Feuewerk an Praxisbeispielen erleben können. Wir haben uns natürlich beim Zuhören auf mobile Themen konzentriert. Hier ein Schnelldurchlauf: Vodafone gibt Status zu Vouchercloud & Wallet Aktuelle Zahlen zu Vouchercloud wurden präsentiert. Gut 18 Monate nach Launch sind folgende Downloadzahlen veröffentlicht worden: 586.000 Downloads, dabei sind 80% Android User. Jedenfalls wurde […]]]>

Habt ihr schon einmal Giftcards oder Coupons via Smartphone eingesammelt und eingelöst? Anfang des Monats waren wir als Medienpartner auf dem internationalen Giftcard&Couponing Summit Live für euch vor Ort. Und siehe da, auch diese Branche wird zunehmend vom mobilen Virus infiziert. Über 100 anwesende Teilnehmer aus ganz Europa haben ein Feuewerk an Praxisbeispielen erleben können. Wir haben uns natürlich beim Zuhören auf mobile Themen konzentriert. Hier ein Schnelldurchlauf:

Giftcard Congress 2014

Vodafone gibt Status zu Vouchercloud & Wallet

Aktuelle Zahlen zu Vouchercloud wurden präsentiert. Gut 18 Monate nach Launch sind folgende Downloadzahlen veröffentlicht worden: 586.000 Downloads, dabei sind 80% Android User.

Jedenfalls wurde nicht nur Mobile Couponing vorgestellt, sondern auch wieder einmal die hauseigene Wallet Lösung präsentiert. Zwar ist die Freude groß über den Einstieg von Apple in den NFC Markt. Gleichzeitig konnte man erahnen wie groß die Furcht bei den Telkos ist, von diesen Playern überrollt zu werden. Zahlen zur Nutzung/Verbreitung der Wallet wurden (wieder einmal) nicht genannt, kein gutes Zeichen, dass wir es mit einem Erfolgsprodukt zu tun haben.

Gibt es Neues bei der Vodafone Wallet? Ja, ab sofort können auch viele Kundenkarten von Händlern in die App abgelegt werden. Somit ist ein neuer Wettbewerber zu den bereits vorhandenen Marktplayern wie Stocard, Nubon und Mobile Pocket aufgekommen.

Die Vision, dass die Vodafone Wallet die Brieftasche ersetzt klingt weiterhin spannend. Jedoch kommt immer mehr die Frage auf, ob der Kunde die Brieftasche von einem Telkobetreiber überhaupt möchte. Einerseits steht diese nur den vertraglichen Kunden zur Verfügung. Andererseits ist das Thema Akzeptanzstelle weiterhin ein Flaschenhals. Aktuell sind in Deutschland 45.000 Locations verfügbar. Somit ist es besser und sicherer, wenn wir unsere physische Brieftasche noch immer mitnehmen. Lassen wir uns überraschen wie dieses spannende Spiel ausgeht. Auf jeden Fall nimmt Vodafone am verschobenen NFC City Projekt in Berlin teil. (Start Q1 2015)

Mehrwerte durch Couponing&Loyalty

Das Schweizer Handelsunternehmen Coop hat Ihr Kundenkarten Projekt “Supercard” vorgestellt und klar aufgezeigt, dass ganzheitliche Device-Lösungen der Schlüssel zum Erfolg sind. Hierbei hat Daniel Günthardt die Eigenentwicklung für Coop im Bereich Digital Couponing vorgestellt. Im Fokus bei der Produktentwicklung war stets der User und nicht wie oftmals die technische Verliebtheit der Entwickler.

Das Ergebnis ist eine durchdachte Lösung vom Einsammeln bis zum Einlösen über alle Devices. Aufgrund der Marktstärke von Coop im Heimatland, ist dieser Ansatz sicherlich erfolgsversprechend. Die Kernaussagen aus dem spannenden Vortrag:
Mobile Convenience für den Kunden aufbauen und der technische Wandel führt zu neuen Konsumentenbedürfnissen.

iBeacon erhält Einzug

Auch auf dieser Veranstaltung ist das Thema iBeacon bei fast allen Vorträgen aufgetaucht. U.a. gab es einen Einblick in die Welt von Beaconinside aus Ihrem Referenzprojekt mit McDonalds. Grundtenor: Proximity Marketing ist weiter auf dem Vormarsch & eine ganzheitliche Software Lösung sollen Projekte einfach und schnell in die Umsetzungsphase bringen.

Spannend war hierbei der Vortrag von Frau Katrin Schürmann zum Thema Datenschutz bei der iBeacon Nutzung. Ihre Kanzlei ist u.a. für das erste deutsche Datenschutzgutachten zum Thema iBeacon verantwortlich. Nicht der iBeacon ist Datenschutzrechtlich die Herausforderung, sondern die Optionen innerhalb der App persönliche Auswertungen durchzuführen. Eine interessante Sichtweise war bei dem Vortrag, dass Datenschutz als Produktfeature auch ein spannende Value Proposition sein kann. Weitere interessante Takeways:

  • Datenschutz ist eine Daueraufgabe
  • “Privacy by Design” gilt von Anfang an zu beachten
  • Mit vorhandener User Einwilligung ist fast alles möglich

Giftcard goes Mobile

Migros hat die Mobile Lösung für ihr eigenes Geschenkkarten Projekt vorgestellt. Auch das Schweizer Handelsunternehmen möchte seine Kunden mit einer digitalen Brieftasche beglücken. In Ihrer App können Kunden: mobile Bezahlen, Treuepunkte sammeln, Digitale Bons verwalten, aber auch Prepaid Geschenkkarten integrieren. Ziel ist es, das Umsatzpotenzial durch innovative digitale Lösungen mit hohem Kundennutzen zu steigern.

Fazit:

Es waren sehr spannende und kurzweilige Kongresstage, vor allem durch die vielen Praxisvorträge. Es zeigt, dass die Giftcard Branche sich weiter im Wachstum befindet. Ebenso ist erkennbar, dass der mobile Kunde nicht mehr ein theoretisches Gebilde ist, sondern in der Realität bereits in der Fläche angekommen ist. Gerade in der Sparte Loyalty&Couponing werden mobile Angebote zunehmend essentiell. Wir sind gespannt, welche neue Lösungen beim 6. Internationalen Giftcard&Couponing Kongress auf uns warten.

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http://www.mobile-zeitgeist.com/2014/10/15/mz-vor-ort-nachlese-zum-giftcardcouponing-summit/feed/ 0
Digitalisierung: 3 Tipps für Ihre Mobile Strategie (3/3) http://www.mobile-zeitgeist.com/2014/10/14/digitalisierung-tipps-mobile-strategie/ http://www.mobile-zeitgeist.com/2014/10/14/digitalisierung-tipps-mobile-strategie/#comments Tue, 14 Oct 2014 13:05:00 +0000 http://www.mobile-zeitgeist.com/?p=50900 Im ersten Teil dieser Reihe habe ich die Evolution der mobilen Nutzung vorgestellt und diese im zweiten Teil heran gezogen, um Kunden im Rahmen einer Befragung in verschiedene Nutzertypen einzuteilen. Hierbei war insbesondere die Intensität der mobilen Nutzung ein kritischer Faktor. Jetzt, im dritten und letzten Teil, ziehe ich diese Clusterbildung wieder heran, um zu erläutern, wie mobile Lösungen für die verschiedenen Nutzertypen konzipiert werden können. Zum Schluss gebe ich noch Empfehlungen, wie sich ein Unternehmen im Rahmen seiner Mobile Strategie aufstellen sollte, je nachdem welche Nutzertypen überwiegend zur eigenen Kundschaft gehören. Reifegrad der Kunden Durch die mit der Befragung […]]]>

Im ersten Teil dieser Reihe habe ich die Evolution der mobilen Nutzung vorgestellt und diese im zweiten Teil heran gezogen, um Kunden im Rahmen einer Befragung in verschiedene Nutzertypen einzuteilen. Hierbei war insbesondere die Intensität der mobilen Nutzung ein kritischer Faktor.

Jetzt, im dritten und letzten Teil, ziehe ich diese Clusterbildung wieder heran, um zu erläutern, wie mobile Lösungen für die verschiedenen Nutzertypen konzipiert werden können.

Zum Schluss gebe ich noch Empfehlungen, wie sich ein Unternehmen im Rahmen seiner Mobile Strategie aufstellen sollte, je nachdem welche Nutzertypen überwiegend zur eigenen Kundschaft gehören.

Reifegrad der Kunden

Durch die mit der Befragung der Kunden erhaltenen Informationen weiß man nun, wie intensiv die eigenen Kunden mobile Geräte und Lösungen nutzen. Es macht keinen Sinn, eine hoch komplexe App zu konzipieren, wenn die adressierten Kunden nur Gelegenheitsnutzer sind. Auch sollte man einem intensiven Nutzer, dessen Erwartungen an eine komfortable mobile Lösung mit vollen Leistungsumfang hoch sind, keine rein informative App, die keinen Kauf ermöglicht, anbieten.

Die Herausforderung besteht darin, die Funktionen und Features des mobilen Angebots so auszuwählen, dass die Erwartungen der Kunden getroffen oder übertroffen werden. Hierbei gilt, dass das Übertreffen der Erwartungen nicht mit einer höheren Anzahl von Features korreliert. Erinnern wir uns an die Nokia-Phones, die schwer unter der “Featurities” der Produktverantwortlichen litten und uns Nutzer auf der Suche nach einzelnen Funktionen schier verzweifeln ließen. Weniger ist oftmals mehr, was sich heute deutlich im Trend zum App-Unbundling zeigt.

Der Reifgrad des Kunden ergibt sich aus der bereits her geleiteten Matrix von Nutzungsintensität und Entwicklungsgrad.

Nutzertypen

Gelegenheitsnutzer verwenden ihre mobilen Geräte überwiegend zur Kommunikation. Telefonie, SMS, Mail, Chat stehen hier im Vordergrund. Rekrutieren sich Ihre Kunden überwiegend aus diesem Segment, setzen Sie vorrangig auf diese Kanäle, um Ihre Kunden zu erreichen. Auch wenn es nicht als besonders innovativ gilt, eine SMS-Kampagne durch zu führen, so ist diese bei diesen Nutzern wahrscheinlich sehr effektiv.

Das Möbelhaus Höffner zum Beispiel schickte mir am vergangenen Wochenende eine SMS mit einem Gutschein über 20 Euro. Ich selbst gehöre eher nicht in diesen Cluster, aber sicherlich ein sehr großer Teil der Kunden von Höffner.

hoeffner

Befinden sich unter den eigenen Kunden hingegen überwiegend entwickelte Nutzer, so bieten sich hier erweiterte Möglichkeiten der Kundenansprache. Entwickelte Nutzer konsumieren Inhalte auf ihren mobilen Geräten. Sie lesen Nachrichten, schauen Videos, führen Preisvergleiche und Produktrecherchen durch, sind aktiv im Bereich Social Media und noch vieles mehr. Sie sind also erheblich erfahrener und weisen eine höhere Erwartung als die Gelegenheitsnutzer auf. Komplexere Lösungen sind hier denkbar, jedoch sollte hierbei das Gebot der Simplizität nicht vergessen werden.

Die französische Supermarktkette Auchan ging im vergangenen Jahr diesen Weg und stellte seinen Nachhaltigkeitsbericht auf Smartphones zur Verfügung. Es ging darum, die rechnerische Reichweite von 1,5 Millionen Käufern zu nutzen und gleichzeitig Ressourcen zu schonen, insbesondere das Papier einzusparen. Der Zugang zum Nachhaltigkeitsbericht wurde auf den Kassenbons mittels eines Codes her gestellt, der von Kunden mit dem Smartphone gescannt werden konnte.

auchan

Eine größere Herausforderung stellen die intensiven Mobile-Nutzer dar. Sie sind mit dem Umgang von Geräten und Lösungen versiert und ihre Erwartungshaltung ist sehr hoch. Sie gehen davon aus, dass sie das Angebot eines Unternehmens nicht nur vollständig sondern auch komfortabel und performant nutzen können. Transaktionen durchzuführen ist für sie selbstverständlich. Sie buchen Hotels, Flüge oder Mietwagen, bestellen Tickets und kaufen auch hochwertige Produkte am Mobiltelefon oder Tablet.

MyTaxi ging also einen Schritt weiter und bot seinen Kunden über das Bestellen und Bewerten eines Taxis hinaus auch das Bezahlen der Fahrt direkt in der Applikation an. Dieser zusätzliche Komfort für die Nutzer ist für MyTaxi mit einem Wettbewerbsvorteil verbunden, so dass beide Seiten gewinnen.

mytaxi payment

Drei Tipps für Ihre Mobile Strategie

Je nachdem wie Ihre Kunden mobile Geräte und Lösungen heute bereits nutzen (Intensität) und welche Erwartungshaltungen sie an Sie haben, ergeben sich verschiedene Handlungsoptionen.

1. Geringe Intensität / niedrige Erwartungen

Warten Sie ab. Noch haben Sie keinen allzu großen Druck. Doch unterschätzen Sie nicht die Geschwindigkeit, mit der sich gerade die mobile Nutzung ändert. Beobachten Sie also Ihre Wettbewerber und vor allem Ihre Kunden. Sobald sich hier Veränderungen zeigen, müssen Sie handeln.

2. Mittlere Intensität und Erwartungen

Investieren Sie moderat in mobile Lösungen. Wenn Sie noch keine haben, realisieren Sie kurzfristig mobile Webseiten. Prüfen Sie, welche Ihrer Kunden besonders wertvoll sind und schaffen Sie für diese Kunden spezielle Angebote und mobile Services. Auch hier: Seien Sie auf einen schnellen Wandel gefasst.

3. Hohe Intensivät und Erwartungen

Handeln Sie sofort! Sie haben keine Zeit zu verlieren. Definieren Sie Funktionen, die sowohl für Ihre Kunden als auch für Ihr eigenes Unternehmen zielführend und gewinnbringend sind. Wenn Sie mobil nicht bei Ihren Kunden präsent sind, wird es Ihr Wettbewerb sein.

Artikel in dieser Serie:

  1. Digitalisierung: Braucht mein Unternehmen ein mobiles Angebot? (1/3)
  2. Digitalisierung: Wie nutzen meine Kunden mobile Lösungen? (2/3)
  3. Digitalisierung: 3 Tipps für Ihre Mobile Strategie

Titelbild: Shutterstock

 

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http://www.mobile-zeitgeist.com/2014/10/14/digitalisierung-tipps-mobile-strategie/feed/ 2
Mobile Payment in Deutschland (6): Suchen und Finden von Mehrwerten http://www.mobile-zeitgeist.com/2014/10/13/mobile-payment-deutschland-6-suchen-und-finden-von-mehrwerten/ http://www.mobile-zeitgeist.com/2014/10/13/mobile-payment-deutschland-6-suchen-und-finden-von-mehrwerten/#comments Mon, 13 Oct 2014 15:55:51 +0000 http://www.mobile-zeitgeist.com/?p=50868 Die fehlenden Mehrwerte sind Schuld am mangelnden Erfolg des Mobile Proximity Payment – so lautet eine inzwischen häufig anzutreffende Begründung für die schleppende Akzeptanz von mobilen Zahlungslösungen durch Konsumenten. In den ersten Teilen dieser Serie wurde bereits näher beleuchtet, wie sich der Markt in den letzten Jahren entwickelt hat, welche Wachstumsprognosen aktuell gehandelt werden und zwei Interviewpartner haben ihre Perspektive auf den Markt geteilt (siehe Links unten). Dann kam Apple Pay und hat alle Aufmerksamkeit für sich eingenommen. Jetzt ist es wieder ruhiger und die Serie soll weiter gehen. Der Fokus liegt jetzt auf den Mehrwerten, wo man sie suchen […]]]>

Die fehlenden Mehrwerte sind Schuld am mangelnden Erfolg des Mobile Proximity Payment – so lautet eine inzwischen häufig anzutreffende Begründung für die schleppende Akzeptanz von mobilen Zahlungslösungen durch Konsumenten. In den ersten Teilen dieser Serie wurde bereits näher beleuchtet, wie sich der Markt in den letzten Jahren entwickelt hat, welche Wachstumsprognosen aktuell gehandelt werden und zwei Interviewpartner haben ihre Perspektive auf den Markt geteilt (siehe Links unten). Dann kam Apple Pay und hat alle Aufmerksamkeit für sich eingenommen. Jetzt ist es wieder ruhiger und die Serie soll weiter gehen. Der Fokus liegt jetzt auf den Mehrwerten, wo man sie suchen und finden könnte, um Early Adopter zu überzeugen. Und wie der eine oder andere Payment Anbieter mit den Mehrwerten umgeht.

Perspektivenwechsel

Zu viele Payment Anbieter haben den Blick zu stark auf die technischen Möglichkeiten, die Prozessabläufe, die eigenen Geschäftsinteressen oder „nicht bis zum Ende gedachten Konzepte“ gerichtet. Natürlich klingt es toll, wenn der Nutzer sein gesamtes Portemonnaie gegen ein digitales Wallet im Handy austauschen kann. Aber bis diese Vision zur Wirklichkeit wird, sind noch viele Zwischenschritte notwendig. Und auf diesem Weg darf der Nutzen und Mehrwert für den Konsumenten nicht auf der Strecke bleiben.

Damit ein innovativer mobiler Service nicht bei den Tech-Enthusiasten (Innovators, s. a. Teil 2 dieser Serie) im Test stecken bleibt und danach in den Abgrund stürzt, muss die Frage nach den Mehrwerten beantwortet sein, mit denen sich die sogenannten „Early Adopters“ überzeugen lassen und ein erstes Momentum am Markt schaffen. Geoffrey Morre spricht in Crossing the Chasm dann von “Beachheads”.

Early Adopters stehen nicht an jeder Straßenecke

Wie aber lassen sich Early Adopters aufspüren und überzeugen? Die stehen nicht an jeder Straßenecke und sind nicht einfach zu überzeugen. Es sind in der Regel anspruchsvolle Nutzer, die den Mehrwert einer neuen App oder eines Services kritisch beäugen. Sie schlagen schnell zu und gehen neue Wege, wenn ihnen damit eine schnellere, einfachere oder bessere Lösung ihrer Alltagsaufgaben möglich ist.

Es wäre auch falsch zu denken, dass unter den zwischenzeitlich 55% Smartphone-Besitzern in Deutschland, bzw. 35% Nutzern des mobilen Internets, genügend Early Adopters sind, die einen neuen mobilen Service sofort adoptieren, sobald er verfügbar ist. Es gehört ein wenig mehr dazu. Ein Ansatz beschäftigt sich damit, ein neuartiges Kundenerlebnis zu schaffen, welches eine deutliche Verbesserung eines bisherigen Ablaufs ggü. dem bisherigen Verfahren schafft.

Besonders wichtig sind dabei zwei Punkte:

  1. Aus der Brille des Nutzers zu schauen (Customer Centric)
  2. Den Ablauf end-to-end zu betrachten und zu optimieren (Integrated Customer Experience)

Beispiel: Customer Experience Centric Innovation

Der Ausgangspunkt ist der Kunde: ein Unternehmen hat bestimmte Zielgruppen, unter diesen sind zuerst die mobil-digitalen Konsumenten herauszuheben. Dann stellt sich die Frage, welche typischen Kontaktpunkte es mit diesen Kunden gibt. Und noch viel wichtiger: wie gestalten diese Kunden ihr Leben rund um diese Kontaktpunkte. Wo liegen die Herausforderungen dieser Menschen im Alltag? Wo liegen ihre Ziele, ihre Erfolgshebel, ihre Glücksmomente? Wie funktionieren diese Abläufe heutzutage und gibt es dort Verbesserungsmöglichkeiten? Wie lassen sich diese Verbesserungsmöglichkeiten mit den Kontaktpunkten zum eigenen Unternehmen verbinden? D. h. wie lässt sich ein neues, überzeugendes Kundenerlebnis kreieren. Grob und vereinfacht gesagt wird hier eine Methode namens „Customer Immersion“ beschrieben. Durch das Eintauchen in die Alltagswelt der Zielkunden, lassen sich „Probleme“ aufdecken, aus denen sich im nächsten Schritt Mehrwerte sowohl für den Nutzer wie auch für das Unternehmen entwickeln lassen.

Wie könnte dies konkret aussehen? Ich will zur Illustration ein Beispiel von einer kürzlichen Erfahrung schildern: Auf der Suche nach einem Mittagessen in einer europäischen Großstadt lande ich in einer Art Café mit Mittagstisch. Das Stadtviertel ist durchaus modern, eine Mischung aller Altersklassen, viele davon modisch gekleidet und mit Smartphones unterwegs. Es ist Donnerstag, 13 Uhr, ich setzte mich an einen Tisch. Neben mir ein Mann um die 30 Jahre, der sich beim Essen fortwährend mit seinem Smartphone beschäftigt. Auf er anderen Seite eine Gruppe von 6 jungen Leuten in einer angeregten Tischunterhaltung, aber mindestens 2 davon haben stets das Smartphone vor der Nase. Weiter hinten, 2 Damen um die 60, beide haben ihr Smartphone auf dem Tisch liegen, es könnte ja ein Anruf kommen. Daneben zwei Frauen um die 40, beide mit Smartphone, die eine schaut hin und wieder irgendetwas auf ihrem Screen nach. Und noch ein paar mehr Leute, aber ich glaube es ist klar, wie die Kundschaft ungefähr aussieht.

Es gibt WIFI im Café. Es gibt ein Tagesmenü mit frischen Produkten, alle aus der Region, selbst die Cola ist ein lokales Label. Ich suche mir mein Mittagessen von der Kreidetafel aus und bin bereit für die Bestellung. Ich warte ungefähr 5 Minuten, dann kommt jemand und nimmt die Bestellung auf. Das Essen kommt nach akzeptabler Wartezeit. Als ich nach der Rechnung verlangen will, ist plötzlich mehr los. Ich warte gefühlte 7-8 Minuten, bis jemand meinen Wunsch entgegen nimmt. Dann warte ich auf die Rechnung, die nach manueller Eingabe der Items aus einer alten Kasse kommt. Und bis zur Zahlung muss ich dann ungelogen noch 13 Minuten warten (da war ich dann soweit und habe die Zeit gestoppt). Ich habe mich geärgert. Alles war gut, bis der Schluss kam. Das Personal war überlastet in der Stoßzeit. Kann man hier nicht etwas besser machen? Kann man das Personal nicht von gewissen Aufgaben entlasten, damit sie sich auf den höchstmöglichen Durchsatz konzentrieren können? Hätte man mir den Frust am Ende und den Verlust von 15-20 Minuten meiner Arbeitszeit nicht ersparen können?

Diese Fallbeschreibung bringt keine wirklich neue Idee. Andere haben diesen Fall durchlaufen, erste Lösungen dafür stehen bereit, um Kunden eine Vorbestellung in Café, Kneipe oder Restaurant per Smartphone zu ermöglichen, ihnen dort auch die Rechnung zur Verfügung zu stellen und eine Zahlungsmöglichkeit im DIY-Modus anzubieten. Ich möchte mit diesem schlichten, einfachen Fallbeispiel verdeutlichen, wie aus dem Eintauchen in einen end-to-end Ablauf im Alltag eines Konsumenten, sinnvolle Lösungen – die als integralen Bestandteil auch Payment abbilden – entdeckt werden können. Customer Immersion – ob nun durch das tatsächliche Erleben einer Kundenhandlung oder durch das virtuelle Eintauchen in typische Kundenpfade – bewegt die Perspektive auf einen anderen Standpunkt und produziert entscheidende Impulse für die Gestaltung eines Kundenerlebnisses inkl. der zugehören Lösungen.

Features von Produkten und Dienstleistungen sind kein Wettbewerbsvorteil mehr

Schaut man auf viele Publikationen zum Mobile Payment, werden Mehrwerte oft aus der Perspektive des Payment beschrieben und listen Features auf. Auch wenn diese sich auf den ersten Blick wie Kunden-Mehrwerte anhören, wenn man es konkret in die Realität des Alltags hinein projiziert, wird die Begeisterung oft gedämpft. Aus der Perspektive des Konsumenten geht es in erster Linie um die Einkauferfahrung, um den Erwerb eines Gutes, um die Erledigung einer Notwendigkeit – nicht um das Bezahlen. Warum sollte er isoliert sein Zahlungsverhalten ändern, wenn der Rest drum herum gleich bleibt?

Der ganzheitliche Ablauf muss betrachtet werden – inklusive dem vorher und dem nachher. Payment ist dann integraler Bestandteil einer neuen Customer Experience, womit ein Anbieter sich von der Konkurrenz abheben kann. So sagt z. B. Gartner, dass bis 2017 50% der Investitionen in B2C-Produkte umgeleitet werden hin zu Innovationen in der Customer Experience. Im Hyperwettbewerb sticht nicht mehr hervor, wer die meisten Features hat, denn Produkte oder Dienstleistungen werden immer vergleichbarer unter Wettbewerbern. Das Kundenerlebnis wird zur geheimen Waffe für nachhaltige Kundentreue. „Customer Experience ist the new competitive battlefield. The reality is that focusing innovation on new products — and even new business models — is subject to shrinking periods of competitive advantage. Competitors and alternatives abound and product innovation is subject to accelerating commoditization. Customer experience innovation remains the secret to lasting brand loyalty.“ (Gartner). Dies gilt auch für Payments.

 

Alle bisher in den Mobile Payment Serien erschienen Artikel können hier aufgerufen werden:

Mobile Payment 2014 Serie: Übersicht aller Artikel

Mobile Payment SWOT 2013 (Serie)

Mobile Payment Update 2012 (Serie)

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NEOCOM Düsseldorf – Gratis Messetickets für 30 mz-Leser http://www.mobile-zeitgeist.com/2014/10/13/neocom-duesseldorf-gratis-messetickets-fuer-30-mz-leser/ http://www.mobile-zeitgeist.com/2014/10/13/neocom-duesseldorf-gratis-messetickets-fuer-30-mz-leser/#comments Mon, 13 Oct 2014 12:31:13 +0000 http://www.mobile-zeitgeist.com/?p=50823 Connecting Commerce – Shoppen ohne Grenzen ist das Motto der diesjährigen NEOCOM in Düsseldorf am 29. und 30. Oktober. Der Kongress und die Messe für eCommerce, Multichannel Handel und Marketing stellt auch das Thema Mobile Commerce – Game Changer oder nur ein weiterer Absatzkanal? – in den Vordergrund. Die schnellsten Leser von mobile-zeitgeist erhalten ein Gratis-Messeticket inkl. Messeparty: 30 Tickets stehen hier zur Verfügung. Die Neocom ist Deutschlands größte Fachmesse rund um die Wertschöpfungskette des Multichannel Handels. Das umfangreichen Rahmenprogramm der Fachmesse bietet Speakers´ Corner, spannende Workshops, Diskussionsrunden und interaktive Formaten. Neben den zahlreichen Ausstellern kann der Besucher sich mit namhaften Branchenvertretern […]]]>

Connecting Commerce – Shoppen ohne Grenzen ist das Motto der diesjährigen NEOCOM in Düsseldorf am 29. und 30. Oktober. Der Kongress und die Messe für eCommerce, Multichannel Handel und Marketing stellt auch das Thema Mobile Commerce – Game Changer oder nur ein weiterer Absatzkanal? – in den Vordergrund.

Die schnellsten Leser von mobile-zeitgeist erhalten ein Gratis-Messeticket inkl. Messeparty: 30 Tickets stehen hier zur Verfügung.

Die Neocom ist Deutschlands größte Fachmesse rund um die Wertschöpfungskette des Multichannel Handels. Das umfangreichen Rahmenprogramm der Fachmesse bietet Speakers´ Corner, spannende Workshops, Diskussionsrunden und interaktive Formaten. Neben den zahlreichen Ausstellern kann der Besucher sich mit namhaften Branchenvertretern austauschen. Auch die traditionelle Messeparty gilt es nicht zu verpassen.

Mehr Informationen zur NEOCOM 2014 unter www.neocom.de

 

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Cannes Lions 2014: Entspannte Eltern am Strand – Nivea Protection Ad http://www.mobile-zeitgeist.com/2014/10/13/cannes-lions-2014-entspannte-eltern-strand-nivea-protection-ad/ http://www.mobile-zeitgeist.com/2014/10/13/cannes-lions-2014-entspannte-eltern-strand-nivea-protection-ad/#comments Mon, 13 Oct 2014 11:28:31 +0000 http://www.mobile-zeitgeist.com/?p=50861 Seit ein paar Wochen stellen wir in lockerer Folge Sieger-Kampagnen der Cannes Lions 2014 vor, die wir bemerkenswert finden. Alle unsere Beiträge dazu findet man unter dem Tag Cannes. Nivea startete die Kampagne “Nivea Protection Ad” für das Sonnenschutzmittel für Kinder “Nivea Sun Kids”. Im Zentrum sollte das primäre Feature des Produkts stehen, der Schutz des Kindes. Diesen Gedanken dachte man weiter und erweiterte ihn auch darauf, dass sich Kinder am Strand zu weit entfernen. Wohl jeder hat schon einmal völlig aufgelöste Eltern am Strand erlebt, die ihr Kind aus den Augen verloren haben. Nivea schaltete Print-Anzeigen, von denen man […]]]>

Seit ein paar Wochen stellen wir in lockerer Folge Sieger-Kampagnen der Cannes Lions 2014 vor, die wir bemerkenswert finden. Alle unsere Beiträge dazu findet man unter dem Tag Cannes.

Nivea startete die Kampagne “Nivea Protection Ad” für das Sonnenschutzmittel für Kinder “Nivea Sun Kids”. Im Zentrum sollte das primäre Feature des Produkts stehen, der Schutz des Kindes. Diesen Gedanken dachte man weiter und erweiterte ihn auch darauf, dass sich Kinder am Strand zu weit entfernen. Wohl jeder hat schon einmal völlig aufgelöste Eltern am Strand erlebt, die ihr Kind aus den Augen verloren haben.

Nivea schaltete Print-Anzeigen, von denen man ein Armband abtrennen und seinem Kind anlegen konnte. Dann nur noch die App herunter laden, das Armband mit ihr verbinden und den erlaubten Entfernungsradius fest legen. Verließ das Kind diesen Bereich, alarmierte die App die Eltern, die sich dann mit Hilfe einer Radaranzeige auf die Suche machen konnten.

Die Kampagne wurde in 50 Artikeln erwähnt und Nivea Sun Kids wurde in seinem Segment zum Verkaufsschlager. Allein in Rio de Janeiro nahmen die Verkäufe um 62 Prozent zu. Nivea konnte sich als innovative Marke präsentieren und 80 Prozent aller, die die Werbung sahen, luden auch die App herunter. Die Armbänder wurden zum begehrten Objekt und Nivea erhält bis heute Anfragen danach.

Awards: Grand Prix Mobile Lion; Gold Mobile Lion; Gold Media Lion; 2x Silver Media Lions; Bronze Mobile Lion; Bronze Promo Lion.

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Studie: Wir nutzen unsere Smartphones 1.500 Mal pro Woche http://www.mobile-zeitgeist.com/2014/10/08/studie-wir-nutzen-unsere-smartphones-1-500-mal-pro-woche/ http://www.mobile-zeitgeist.com/2014/10/08/studie-wir-nutzen-unsere-smartphones-1-500-mal-pro-woche/#comments Wed, 08 Oct 2014 07:58:51 +0000 http://www.mobile-zeitgeist.com/?p=50844 Kein Zweifel – wir lieben unsere Smartphones. Eine aktuelle Studie der britischen Marketing-Agentur Tecmark beweist dies nun: Der durchschnittliche Nutzer greift pro Woche 1.500 Mal zu seinem Smartphone, das heißt 214 Mal pro Tag. Für diese Studie wurden 2.000 Smartphone-Nutzer interviewt und sie widerlegt die bisher gern kolportierte Zahl von 150 Mal pro Tag. Schon morgens um 7:31 Uhr geht es los. Der Durchschnittsnutzer checkt seine Mails und Facebook. Und die Mehrheit hat auch schon, vor dem Aufstehen, das Wetter gecheckt, Nachrichten gelesen und ein bis zwei Nachrichten an Freunde versandt. Weiter geht es dann am Morgen mit der Überprüfung der Abfahrtszeiten […]]]>

Kein Zweifel – wir lieben unsere Smartphones.

Eine aktuelle Studie der britischen Marketing-Agentur Tecmark beweist dies nun: Der durchschnittliche Nutzer greift pro Woche 1.500 Mal zu seinem Smartphone, das heißt 214 Mal pro Tag. Für diese Studie wurden 2.000 Smartphone-Nutzer interviewt und sie widerlegt die bisher gern kolportierte Zahl von 150 Mal pro Tag.

Schon morgens um 7:31 Uhr geht es los. Der Durchschnittsnutzer checkt seine Mails und Facebook. Und die Mehrheit hat auch schon, vor dem Aufstehen, das Wetter gecheckt, Nachrichten gelesen und ein bis zwei Nachrichten an Freunde versandt. Weiter geht es dann am Morgen mit der Überprüfung der Abfahrtszeiten öffentlicher Verkehrsmittel, Banking-Transaktionen und einem ersten Update auf Instagram.

Richard Heyes, Geschäftsführer von Tecmark: “It’s so much easier checking your phone for Facebook updates rather than waiting for a desktop or laptop computer to load – we don’t have that much time in the mornings.”

Die Studie zeigte auch, dass ein durchschnittlicher Nutzer sein Smartphone täglich drei Stunden und sechzehn Minuten nutzt. Auf eine Woche hoch gerechnet ergibt das mit rund 22 Stunden fast einen Tag, den wir jede Woche mit unseren Mobiltelefonen verbringen. Da verwundert es nicht, wenn vier von zehn Befragten zugeben, dass sie sich ohne ihr Smartphone verloren fühlen würden.

Viele Teilnehmer an der Studie gaben an, dass sie ihr Smartphone manchmal nutzen ohne es zu bemerken. Zwei Drittel der Befragten sagten, dass sie sich ohne zu denken bei Facebook anmelden und dort unterwegs seien. Vier von zehn Befragten bestätigten dies auch für das Checken ihrer Mails.

Die Studie zeigte auch, dass die mobile Nutzung mit 140 Transaktionen pro Tag die am Desktop mittlerweile übersteigt. Keine Überraschung, denn dieser Effekt wurde bereits Anfang diesen Jahres beobachtet.

Nun mag man dies alles ganz furchtbar finden, doch dies bedeutet nicht den Untergang des Abendlandes. Smartphones haben heute so viele Funktionen übernommen, für die wir bisher mehrere verschiedene Geräte benötigten. Auch können wir heute Services von unterwegs nutzen, die uns früher verwehrt waren oder nur mit erheblich größerem Aufwand realisiert werden konnten.

Heute sehen wir mit den Wearables und hier insbesondere den Smartwatches, dass einzelne Funktionen die Smartphones wieder verlassen und erneut auf weitere Geräte ausgelagert werden. Dies wird unser Nutzungsverhalten wieder ändern, denn wir werden die Dinge annehmen, die für uns nützlich sind, genau so wie beim Smartphone.

Wenn wir also auf Mitmenschen treffen, die einfach unhöflich sind und nur auf ihr Smartphone starren, nehmen wir es mit Humor.

Beitragsbild: Shutterstock

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