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	<title>mobile zeitgeist &#187; Pro + Contra</title>
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	<description>Trends, Anwendungen und Gedanken zum Mobile Business</description>
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		<itunes:summary>Der Podcast vom grouml;szlig;ten deutschsprachigen Weblog zum Mobile Business. </itunes:summary>
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		<title>Pro + Contra: Mobile Flatrates und Datendienste vs. Netzbetreiber</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 07:06:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick Voelcker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mobile Applications]]></category>
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		<description><![CDATA[In der Reihe „Pro + Contra“ diskutieren bei MZ immer zwei Experten &#252;ber ein bestimmtes Thema. Diesmal argumentieren Alex Oschatz und Patrick V&#246;lcker &#252;ber die Frage „Gef&#228;hrden mobile Flatrates und Datendienste die Existenz der Mobilfunkanbieter?“ Alex Oschatz arbeitet als Information Architect bei der M&#252;nchener Internetagentur Ray Sono AG, besch&#228;ftigt sich seit der Einf&#252;hrung des iPhone [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Reihe „Pro + Contra“ diskutieren bei MZ immer zwei Experten &uuml;ber ein bestimmtes Thema. Diesmal argumentieren <strong>Alex Oschatz</strong> und <strong>Patrick V&ouml;lcker</strong> &uuml;ber die Frage „<strong>Gef&auml;hrden mobile Flatrates und Datendienste die Existenz der Mobilfunkanbieter?</strong>“</p>
<hr /><strong>Alex Oschatz </strong> arbeitet als Information Architect bei der M&uuml;nchener Internetagentur Ray Sono AG, besch&auml;ftigt sich seit der Einf&uuml;hrung des iPhone mit der ganzen Bandbreite an Mobile Services und hat zu dieser Thematik seine Abschlussarbeit mit dem Thema „Mobile Web 2.0“ geschrieben. Seine Kernthemen sind Mobile Content und die Informationsarchitektur mobiler Anwendungen. Hobbym&auml;&szlig;ig setzt er sich auch gern mit dem Testen nahezu jeder mobilen Anwendungsm&ouml;glichkeit, wie z.B. Mobile Payment oder Mobile Banking, auseinander. Er vertritt die Meinung:</p>
<p><em><img class="alignleft size-full wp-image-4652" title="icon_pro" src="http://www.mobile-zeitgeist.com/wp-content/uploads/2009/05/icon_contra.gif" alt="(-)" /> <strong>Mit Flatrates und Datendiensten gef&auml;hrden Telekommunikationsanbieter ihre Kerngesch&auml;fte Voice und SMS.</strong></em></p>
<p><em>Das Internet steht kurz vor einem evolution&auml;ren Schritt &#8211; es lernt laufen. Zwar ist das mobile Web noch kein Massenph&auml;nomen, aber es befindet sich laut Aussage vieler Experten auf dem besten Weg dort hin.</em></p>
<p><em>Aktuell laufen die Vorbereitungen bei den Telekommunikationsanbietern, im Folgenden „Telcos“ genannt, auf Hochtouren. Sie bauen ihre Netze aus und f&uuml;hren nutzungsorientierte Tarife ein. Weiterhin bieten sie attraktive Dienste, wie z. B. Mobile E-Mail oder Mobile Instant Messaging, an. Zudem r&uuml;hren sie ordentlich an ihren Marketing-Trommeln um „das Internet zum Mitnehmen“ anzupreisen und unters Volk zu bringen. Die Endger&auml;tehersteller leisten ihren Teil und produzieren Smartphones mit Touchscreen-Oberfl&auml;che und allen Features, die man braucht, um unterwegs bequem auf das Internet zugreifen zu k&ouml;nnen.</em></p>
<p><em>Diese Entwicklung verursacht eine Gewohnheits&auml;nderung der Nutzer. Sie freuen sich &uuml;ber die Vorteile des mobilen Webs in Form von Location Based Services und den ortsunabh&auml;ngigen Zugriff auf ihre bevorzugten Social Media-Angebote. Damit geht ebenfalls die st&auml;ndige Erreichbarkeit und Interaktion mit der Peer-Group einher, ohne ein Telefonat f&uuml;hren zu m&uuml;ssen. Schnell hat man sich an diesen neuen Komfort gew&ouml;hnt.</em></p>
<p><em>Im Folgenden m&ouml;chte ich die angedeutete Problematik aus der Headline aufgreifen und n&auml;her auf das Angebot von Daten-Flatrates seitens der Telcos eingehen. Meiner Meinung nach beeinflusst das Angebot einer Daten-Flatrate und die daraus resultierende Nutzungsm&ouml;glichkeit von Datendiensten wie Mobile Instant Messaging (MIM) und VoIPover3G (Internettelefonie &uuml;ber das 3G-Netz) das grundlegende Gesch&auml;ftsmodell der Telcos negativ. Einnahmen durch die minutengenaue Abrechnung von Gespr&auml;chen und dem Transport von SMS k&ouml;nnten k&uuml;nftig hinf&auml;llig werden.</em></p>
<p><em>Warum? Schauen wir uns folgende g&auml;ngige Kombination an und analysieren, mit welchen Komponenten die Telcos Geld verdienen und was sich daran in Zukunft &auml;ndern k&ouml;nnte:</p>
<ul>
<li>Smartphone</li>
<li>dazu gebuchter Tarif</li>
<li>Datenflatrate (10GB/Monat)</li>
<li>Applikation auf dem Endger&auml;t, dass Mobile Instant Messaging (MIM) und Internettelefonie &uuml;ber das 3G-Netz (VoIPover3G) unterst&uuml;tzt, z.B. Fring</li>
</ul>
<p></em><br />
<em>Die h&ouml;chsten Kosten entstehen bei dieser Kombination durch: </em><br />
<em>
<ul>
<li>das Abbezahlen des subventionierten Endger&auml;tes und </li>
<li>die monatlichen Kosten des gebuchten Tarifs: kostenpflichtig vertelefonierte Minuten und versendete SMS (abz&uuml;glich der g&auml;ngigen Frei-Minuten und Frei-SMS)</li>
</ul>
<p></em></p>
<p><em>Anmerkung: Die laufenden Kosten k&ouml;nnte man verringern, indem man nur den Tarif bucht. Dies setzt allerdings voraus, dass ein einmalig hoher finanzieller Aufwand bei der Anschaffung des Endger&auml;tes entsteht.</em></p>
<p><em>Einen wesentlich kleineren Anteil &#8211; und um den dreht es sich bei dieser Argumentation &#8211; nimmt die Buchung einer Daten-Flatrate ein. Diese ist im Vergleich zu den laufenden Kosten f&uuml;r Telefonie und SMS-Versand wesentlich geringer, denn eine Daten-Flatrate mit 10GB Volumen ist bereits f&uuml;r 10€ im Monat erh&auml;ltlich, z. B. bei simyo. Das genannte Messaging- bzw. Telefonier-Tool &#8220;Fring&#8221; ist dar&uuml;ber hinaus f&uuml;r mehrere Endger&auml;te-Plattformen kostenlos erh&auml;ltlich.</em><br />
<em>Da &#8220;Fring&#8221; die Instant Messaging- und Internettelefonie-Funktionalit&auml;t in sich vereint, w&auml;re sie eine bevorzugte Anwendung, um damit Mobile Instant Messaging sowie Internettelefonie zu betreiben. H&auml;tten die pers&ouml;nlichen Kontakte ebenfalls dieses Tool, w&uuml;rde das kostenpflichtige Anrufen bzw. SMS-Verschicken an diese Personen wegfallen, da man daf&uuml;r die Daten-Flatrate nutzen k&ouml;nnte. Somit w&uuml;rden sich Flatrate-gest&uuml;tzt folgende Entwicklungen ergeben:</em><br />
<em>
<ul>
<li>„kostenloses“ Mobile Instant Messaging ersetzt die klassische SMS und</li>
<li>„kostenloses“ VoIPover3G ersetzt die Pay-per-Minute-basierten Abrechnungsmodelle der Telcos.</li>
</ul>
<p></em><br />
<img src="http://www.mobile-zeitgeist.com/wp-content/uploads/2009/07/voip_vs_telefonie.jpg" alt="Datenflatrate vs. Telefonie" title="voip_vs_telefonie" class="alignright size-full wp-image-5226" /><em>Beg&uuml;nstigt wird diese &Uuml;berlegung von der aktuellen Einf&uuml;hrung der Push-Technologie, die es hinsichtlich MIM erlaubt, in Echtzeit neue Mitteilungen empfangen zu k&ouml;nnen, ohne die notwendige Anwendung auf Kosten der Batterie st&auml;ndig ge&ouml;ffnet zu haben. Zudem ist es auf aktuellen Smartphones (z. B. Palm Pre) bereits m&ouml;glich, ausgew&auml;hlte Anwendungen als Hintergrundprozess betreiben zu k&ouml;nnen, um somit mit seinem &#8220;Fring&#8221;-Account st&auml;ndig online und somit sichtbar/erreichbar zu sein.</em><br />
<em>Was ich also vermute, ist, dass es eine &auml;hnliche Entwicklung geben k&ouml;nnte, vergleichbar mit dem &Uuml;bergang vom 56k-Internet mit minutengenauer Abrechnung zu Breitband-Internet mit Flatrate-Tarif. Flatrates ersetzen die minutengenauen Abrechnungsmodelle und -dienste zum Nachteil der Telcos. Bisher wehren sich diese noch mit Regulierung und Verbot von Diensten, die auf dieser Idee aufsetzen, allerdings tragen dieses Bestrebungen meiner Meinung nach auf lange Sicht keine Fr&uuml;chte. Bestes Beispiel ist die Abwendung des gr&ouml;&szlig;ten Telekommunikationsanbieter Deutschlands (T-Mobile) von seiner starren VoIP-Verbotsstrategie hin zum Angebot einer geb&uuml;hrenpflichtigen Nutzung des Dienstes Skype ab Sommer 2009 im eigenen Mobilfunknetz.</em><br />
<em>Anders ausgedr&uuml;ckt: Das Hauptproblem der Telcos w&auml;re somit eine Verlagerung der Nutzung von „Pay-per-Minute“-Angeboten (bisher angebotene Tarife / Produkte der Telcos) zu Daten-Flatrates mit unbegrenzter Nutzungsdauer und -volumen sowie der damit einhergehenden Freiheit, Kommunikations-Tools mit eingebauter Messaging- und VoIP-Funktionalit&auml;t nutzen zu k&ouml;nnen. Die Einnahmen f&uuml;r den Versand von SMS sowie die minutenbasierte Abrechnung von Telefonaten w&uuml;rden damit gr&ouml;&szlig;tenteils wegfallen.</em><br />
<em>Nun dr&auml;ngt sich die Frage in den Vordergrund, wie die Telekommunikationsanbieter diese Nutzungsm&ouml;glichkeit unterbinden wollen. Eine bereits angewandte M&ouml;glichkeit w&auml;re, die Flatrates im Volumen zu begrenzen und ab einer gewissen Anzahl &uuml;bertragener Mega- bzw. Gigabytes den zur Verf&uuml;gung stehenden Traffic auf 64kBps zu drosseln und somit zumindest die dauerhafte Nutzung von Internet-Telefonie zu unterbinden. Diesbez&uuml;glich ist aber sehr wahrscheinlich, sich so auf lange Sicht den Unmut der Kunden zuzuziehen, die f&uuml;r eine Flatrate bezahlen, die in Wirklichkeit keine ist und ihnen nicht die Freiheit l&auml;sst, diese nach ihren Vorlieben zu nutzen.</em><br />
<em>F&uuml;r die Telcos ergeben sich daher 3 M&ouml;glichkeiten, dennoch Geld zu verdienen:</em><br />
<em></p>
<ul>
<li>Verbot oder starke Einschr&auml;nkung bestimmter Dienste, z. B. durch Port-Sperrung, sodass die Nutzer gezwungen sind „Pay-per-Minute“-Angebote in Anspruch zu nehmen</li>
<li>Datendienste an bestehende Produkte (Tarife) zu binden und nur als Kombi-Paket zu verkaufen, um die entstehenden Kosten durch die Nutzung einer Daten-Flatrate auszugleichen (Traffic / Netzbelastung)</li>
<li>Datendienste, wie z. B. MIM, als selbst&auml;ndiges Produkt losgel&ouml;st vom bestehenden Tarif anzubieten und f&uuml;r dessen Nutzung einen Aufschlag zu verlangen (wobei hierin die Gefahr liegt, dass Kosten bewusste Kunden den f&uuml;r sie g&uuml;nstigsten Tarif w&auml;hlen, eine Datenflatrate hinzubuchen und ihre s&auml;mtliche Kommunikation dar&uuml;ber abwickeln)
</li>
</ul>
<p></em><br />
<em>Ob die dritte M&ouml;glichkeit, einen als kostenlos bekannten Dienst entgeltlich dazu zu buchen, auf eine breite Akzeptanz sto&szlig;en wird, kommt letztlich auf die „Spitzfindigkeit“ der Nutzer an. Denn die als „Digital Natives“ bezeichnete Zielgruppe, die mit kostenlosen Kommunikationstools, Flatrates und einem Hang zum Dauer-online-sein aufgewachsen ist, wird schwer zu &uuml;berzeugen sein, f&uuml;r die gleichen (kostenlosen) Dienste in der mobilen Variante Geld zu bezahlen.</em></p>
<hr /><strong> Patrick V&ouml;lcker</strong> besch&auml;ftigt sich seit 2005 u. a. am Fraunhofer Institut und bei der Werbeagentur Jung von Matt mit der Umsetzung von mobilen Webseiten und Spielen und bloggt seit 2008 auf MZ . Er versteht die Klagen der Mobilfunkanbieter nicht, sondern sieht stattdessen eine gro&szlig;e Chance f&uuml;r deren Marktausbau.</p>
<p><em><strong><img class="alignleft size-full wp-image-4653" title="icon_contra" src="http://www.mobile-zeitgeist.com/wp-content/uploads/2009/05/icon_pro.gif" alt="(+)" />Skype ist die beste Waffe der Mobilfunkanbieter</strong></em></p>
<p><em>Die Mobilfunkanbieter m&uuml;ssen sich wegen Skype und Co. keine Sorgen machen, zumindest keine finanziellen. Denn die Telefonsoftware mag prima &uuml;ber das DSL-Netz laufen, aber &uuml;ber UMTS oder GSM/EDGE wird irgendwann (solange LTE noch nicht Standard ist) die Bandbreite, die die Netztelefonie erfordert, ausgelastet sein und dann muss an der Qualit&auml;t gespart werden. Noch funktioniert Skype &uuml;ber das Mobiltelefon wunderbar, die Sprachqualit&auml;t ist stellenweise einwandfrei, aber noch ist UMTS ja auch nicht ausgelastet. Sollte sich die Netztelefonie mobil durchsetzen wollen, sind die finanziellen Probleme der Mobilfunkanbieter eher gering, der erforderliche Ausbau der Infrastruktur d&uuml;rfte ihnen da schon eher Probleme bereiten.</em></p>
<p><em>Da mobile Flatrates fast immer noch eine Obergrenze an Datenvolumen haben, kann Skypen in diesen Tagen schnell richtig teuer werden, denn ein solches Telefonat kostet eine ganze Menge Datenpakete und wenn das Limit erreicht ist, legt man f&uuml;r den &Uuml;berschuss schnell richtig viel Geld hin. Den Netzanbietern kann es also ziemlich egal sein, womit sie ihr Geld verdienen: &uuml;ber die Datenpakete oder &uuml;ber „normale“ Gespr&auml;chskosten. Wer eine echte Mobilflatrate besitzt, zahlt sowieso so viel monatliche Grundgeb&uuml;hr, wie er kaum &uuml;ber normale Gespr&auml;che abtelefonieren w&uuml;rde. Und teure SMS, die die Netzanbieter praktisch nichts kosten, werden auch weiterhin flei&szlig;ig geschrieben werden, denn noch hat nicht jeder Nachrichtenempf&auml;nger die gew&uuml;nschte Messagingsoftware samt dazugeh&ouml;rigem Datentarif auf seinem Handy installiert.</em></p>
<p><em>Ich behaupte, Netztelefonie und Messagingservices sind sogar eine Chance f&uuml;r die Netzbetreiber, denn sie sorgen nicht f&uuml;r eigenen Kundenschwund, sondern sind die Killerapplikation, die den Festnetzanbietern letztendlich die Kunden rauben.</em></p>
<p><em>Denn die Netztelefonie l&auml;uft ja bislang kaum unterwegs, sondern wird gew&ouml;hnlich innerhalb eines W-Lan-Hotspots oder im heimischen Netzwerk gef&uuml;hrt. Der anfallende Datenstrom geht bislang haupts&auml;chlich zu Lasten des DSL-Netzes, insofern w&auml;ren die Klagen der Mobilfunkanbieter sowieso zu hinterfragen, nach denen ihnen eine Netz&uuml;berlastung bevorsteht.<br />
Des Weiteren stellen sich die Nutzer dann bald die Frage, warum sie &uuml;berhaupt noch einen heimischen Telefonanschluss samt Netzwerk benutzen, wenn dieselben Dienste zu &auml;hnlichen Flatratetarifen bald komplett von den Mobilfunkanbietern angeboten werden.</p>
<p>T-Mobile und Vodafone haben inzwischen ja auch mit ihrer Drohung, die Ports f&uuml;r Skype sperren zu wollen, wieder zur&uuml;ckgerudert. Ob das nun allerdings am drohenden EU-Gesetz lag, dass eine solche Sperrung in naher Zukunft untersagen m&ouml;chte, ob sie sich einfach nicht mit dem Branchenriesen Skype (der zur eBay und PayPal-Familie geh&ouml;rt) anlegen wollten oder ob tats&auml;chlich ein Einsehen der Ausl&ouml;ser war, sei dahin gestellt.<br />
</em></p>
<p><em>Sollten UMTS, GMS/EDGE und zuk&uuml;nftige Netzstandards wie Long Term Evolution also tats&auml;chlich f&auml;hig sein, die Probleme, die Skype und andere Messagingsoftware der Bandbreite bereiten, zu meistern, sind die Mobilfunkanbieter l&auml;ngerfristig Dank der Netztelefonie sogar die Gewinner im hart umk&auml;mpften Markt, zumal die reinen Gespr&auml;chskosten sowohl im Festnetz- als auch im Mobilfunkbetrieb inzwischen die geringste Einnahmequelle sein d&uuml;rften.</em></p>
<p><strong>Was meinen Sie? Graben sich die Mobilfunkanbieter mit Datendiensten das eigene Grab? Schreiben Sie Ihre Meinung in den Kommentaren!</strong>
<p><strong><em>Sie wollten schon immer Ihr eigenes mobile zeitgeist Special? Kein Problem: <a href="http://www.mobile-zeitgeist.com/sponsoring/">Sponsoring</a> auf mobile zeitgeist. </em></strong></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2012, <a href="http://www.mobile-zeitgeist.com">Mobile Zeitgeist</a><br /> Dieser Feed unterliegt einer <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/de/">Creative Commons Lizenz (cc)</a>. Die kommerzielle Nutzung ist untersagt. </small><div id="vgwpixel"></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Pro + Contra: Haben Mobile Browsergames eine Zukunft?</title>
		<link>http://www.mobile-zeitgeist.com/2009/05/06/pro-contra-haben-mobile-browsergames-eine-zukunft/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 14:21:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick Voelcker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pro + Contra]]></category>
		<category><![CDATA[Browser]]></category>
		<category><![CDATA[Handygames]]></category>

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		<description><![CDATA[In der neuen Reihe „Pro + Contra“ diskutieren bei MZ zuk&#252;nftig immer zwei Experten &#252;ber ein bestimmtes Thema. Den Anfang machen Sascha Ostermaier und Patrick V&#246;lcker, die &#252;ber die Frage diskutieren „Haben Mobile Browsergames eine Zukunft?“ Sascha Ostermaier, der seit seinem ersten Handy (Nokia 6600) im Jahr 2003 verr&#252;ckt nach Handys und deren M&#246;glichkeiten ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der neuen Reihe „Pro + Contra“ diskutieren bei MZ zuk&uuml;nftig immer zwei Experten &uuml;ber ein bestimmtes Thema. Den Anfang machen <strong>Sascha Ostermaier</strong> und <strong>Patrick V&ouml;lcker</strong>, die &uuml;ber die Frage diskutieren „<strong>Haben Mobile Browsergames eine Zukunft?</strong>“</p>
<hr /><strong>Sascha Ostermaier</strong>, der seit seinem ersten Handy (Nokia 6600) im Jahr 2003 verr&uuml;ckt nach Handys und deren M&ouml;glichkeiten ist und seitdem auf seinem Weblog <a href="http://www.MobilPresse.com">MobilPresse.com</a> und bei <a href="http://Symbianworld.org">Symbianworld.org</a> regelm&auml;&szlig;ig &uuml;ber spannende Neuigkeiten aus der mobilen Welt und S60-Rezessionen schreibt, ist der Meinung:</p>
<p><em><img class="alignleft size-full wp-image-4652" title="icon_pro" src="http://www.mobile-zeitgeist.com/wp-content/uploads/2009/05/icon_pro.gif" alt="(+)" /> <strong>Wer es zuerst schafft, Browsergames auf mobile Ger&auml;te zu bringen, wird der n&auml;chste Big Player werden.</strong></em></p>
<p><em>62.670.312 registrierte Nutzer (Stand 02.05.2009). Eine beeindruckende Zahl, die man auf der Startseite des wohl bekanntesten Browsergames (BG) Anbieters BigPoint.com lesen kann. Hiervon sind rund 130.000 tats&auml;chlich aktive Spieler, die rund um die Uhr gleichzeitig online sind. Bedenkt man, dass es noch weitere Anbieter gibt, auf deren Plattformen Menschen online spielen, wird deutlich, wie gro&szlig; dieser Markt ist. Eine logische Konsequenz dieses erfolgreichen Marktsegmentes w&auml;re es, Browsergames auf das Device zu bringen, welches wir immer bei uns haben, das Mobiltelefon. Doch leider Fehlanzeige.</em></p>
<p><em>Woran liegt es, dass das Ger&auml;t, von dem mittlerweile jeder eines besitzt, nicht unterst&uuml;tzt wird? Auf dem PC gibt es drei g&auml;ngige Browser, Internet Explorer, FireFox und Safari, die alle die gleiche Sprache verstehen. Beim Mobiltelefon wird es schon komplizierter, denn obwohl moderne Handybrowser kein Problem haben, Flash darzustellen oder auch mit Ajax umzugehen, mangelt es leider heute noch an der Rechen- bzw. Grafikleistung. So ist zum Beispiel das BG des Jahres 2007 &#8220;Travianer&#8221; Ajax-basiert und man k&ouml;nnte meinen, dass zum Beispiel ein Nokia Symbian Browser kein Problem haben sollte, dieses Spiel auch darstellen zu k&ouml;nnen. Ein Selbstversuch zeigte sehr schnell, dass man die Seite wohl aufrufen und sich einloggen kann, doch viel weiter gelangt man dann nicht. Aktionen sind auf Grund der Displaygr&ouml;&szlig;e und der fehlenden Maus so gut wie unm&ouml;glich, nach ein paar Schritten auf der Karte, beginnen Darstellungsprobleme aufzutreten.</em></p>
<p><em><img class="alignright size-full wp-image-4664" title="travianer" src="http://www.mobile-zeitgeist.com/wp-content/uploads/2009/05/travianer.gif" alt="Screenshot Travianer" /> Ein weiteres Problem sind die unterschiedlichen Displaygr&ouml;&szlig;en. Waren vor zwei Jahren Displays mit einer Aufl&ouml;sung von 176&#215;208 Pixel das Ma&szlig; aller Dinge, ist der heutige Standard 240&#215;320 Pixel. Einige Modelle, die sich vom Markt abheben wollen, offerieren andere Seitenverh&auml;ltnisse und noch h&ouml;here Aufl&ouml;sungen, die in zwei Jahren wohl ebenfalls &uuml;berholt sein werden. Um ein f&uuml;r den Spieler befriedigendes Ergebnis zu liefern, muss das Handydisplay f&uuml;r Gaming voll ausgenutzt werden. Hierbei stellen die unterschiedlichen Standards der Hersteller eines der gr&ouml;&szlig;ten Probleme dar, auf dessen L&ouml;sung wir wohl noch lange warten werden.</em></p>
<p><em>Die Spielsteuerung unterscheidet sich auf einem Mobiltelefon grunds&auml;tzlich von der auf einem PC. Touchscreen Handys setzen sich zwar immer mehr durch, doch noch verf&uuml;gen sie nicht &uuml;ber einen relevanten Marktanteil. Alternative Steuerungsmechanismen m&uuml;ssen zum Beispiel den Mouseover ersetzen, um durch Men&uuml;s zu navigieren oder Aktionen auszul&ouml;sen. Auch sind Drag &amp; Drop Aktionen auf dem Handy nicht m&ouml;glich, da man ja kein Halten der linken Maustaste ausf&uuml;hren kann. Die Hoffnung liegt klar auf einer m&ouml;glichst schnellen Verbreitung der Touchscreen Handys, die eine einfachere Umstrukturierung der Steuerung zulassen.</em></p>
<p><em>Die meisten Browsergames basieren auf Flash, da hier mit relativ kleinem Aufwand ein grafisch sehr ansprechendes Ergebnis erzielt werden kann. Gerade Smartphonehersteller werben bei ihren Ger&auml;ten mit voller Flashunterst&uuml;tzung, doch leider sieht die Realit&auml;t anders aus. Zwar lassen sich Flashvideos seit ca. einem Jahr problemlos im handyinternen Browser anschauen, aber auch hier sind dem Genuss klare Grenzen gesetzt. So werden nur bestimme Flashinhalte angezeigt, wie zum Beispiel Videos von Youtube, Nicht-Mainstreaminhalte versagen aber weiterhin den Dienst durch fehlende Handydisplay-Skalierung. So bleibt die positive User-Experience auf der Strecke, was sich wiederum nachteilig auf die Glaubw&uuml;rdigkeit der vollen Flashunterst&uuml;tzung auswirkt. Wer schon einmal versucht hat, auf eine reine Flashseite mit dem Handybrowser zuzugreifen wird dieses weitestgehend unerfreuliche Erlebnis schnell vergessen wollen.</em></p>
<p><em>Was w&auml;re die Alternative, wenn browserbased Games vor solchen H&uuml;rden stehen? Ein Client, den sich der Nutzer auf seinem Endger&auml;t installiert? Doch das spricht gegen die Vorteile des BG.-Spielens ohne Download, direkt im Browser, in guter Qualit&auml;t. Ein Client kann keine vollwertige Alternative sein, ist aber als Produkt durchaus denkbar. Das dies im Bereich Onlinerollenspiel funktionieren kann, hat <a href="http://www.tibiame.de">TibiaME.de</a> (Cipsoft GmbH) bereits vor einigen Jahren bewiesen, sich erfolgreich am Markt etabliert und arbeitet mittlerweile mit 22 Spielservern.</em></p>
<p><em>Quo vadis Browsergames? Eines ist klar, wer es zuerst schafft, Browsergames auf mobile Ger&auml;te zu bringen, wird der Big Player werden. In Zeiten des Cloud Computing muss dieser Schritt unweigerlich kommen. Wie dieser von den Firmen letztendlich umgesetzt wird, ist zurzeit noch offen, denn zun&auml;chst m&uuml;ssen die beschriebenen technischen Probleme bew&auml;ltigt werden. Ist dieser Schritt getan, steht dem Thema Browsergames auf Handys nichts mehr im Weg.</em></p>
<hr /><strong> Patrick V&ouml;lcker</strong> besch&auml;ftigt sich seit 2005 u. a. am Fraunhofer Institut und bei der Werbeagentur Jung von Matt mit der Umsetzung von mobilen Webseiten und Spielen und bloggt seit 2008 auf MZ &uuml;ber Mobile Games. Er sieht die Zukunft der Browserspiele auf mobilen Endger&auml;ten weitaus weniger rosig und meldet starke Zweifel an der Umsetzung an:</p>
<p><em><strong><img class="alignleft size-full wp-image-4653" title="icon_contra" src="http://www.mobile-zeitgeist.com/wp-content/uploads/2009/05/icon_contra.gif" alt="(-)" />Von mobilen Browsergames wird man noch eine Weile tr&auml;umen m&uuml;ssen.</strong></em></p>
<p><em>Die Zukunft der mobilen Spiele liegt online! Damit gebe ich jedem Recht, der in der bisherigen Version der Handyspiele die ultimative L&ouml;sung sieht. Denn warum sollte man f&uuml;r teures Geld ein Spiel kaufen, das man nur auf einem kleinen Bildschirm genie&szlig;en kann, wenn ein Gro&szlig;teil der mobilen Gamer unterwegs sowieso nur Casual Games zocken, die es ebenso kostenlos und in un&uuml;bersichtlicher Auswahl frei im Netz als Flashgames gibt?</em></p>
<p><em>Ob die Zukunft allerdings bei den weitaus komplexeren Browsergames (Strategie-, Simulations und Aufbauspiele) liegt, wage ich stark zu bezweifeln. Zum Einen k&auml;mpfen selbst die Programmierer der downloadbaren Handyspiele noch immer mit den st&auml;ndig wachsenden und wechselnden Hardwarebedingungen der Ger&auml;te, wie soll eine Flash oder AJAX-L&ouml;sung das innerhalb eines Browsers dann sinnvoll erledigen k&ouml;nnen? Apropos Flash und AJAX: Nicht einmal der Webbrowser auf dem iPhone h&auml;lt seine „echtes Web“-Versprechen, eine echte hundertprozentige Flashintegration (nicht Flash Lite) sucht man bei allen mobilen Webbrowsern noch immer vergebens, AJAX-Technologien werden zwar grundlegend zur Verf&uuml;gung gestellt, die ganzen Tricks, auf die aber selbst Profis auf Desktopbrowsern zur&uuml;ckgreifen m&uuml;ssen, weil selbst diese Browser keine Standards einhalten, stehen nicht zur Verf&uuml;gung.</em></p>
<p><em>Wenn also selbst mobile Webseiten noch immer ein Problem f&uuml;r alle Endger&auml;te darstellen, wie soll die f&uuml;r Spiele wichtige grafische Aufbereitung der Spielinhalte funktionieren? Zumal ich auf dem Rechner im Desktopbrowser mit Maus und Tastatur bedeutend mehr Steuerungsoptionen habe (die f&uuml;r Aufbauspiele und Dergleichen dringend erforderlich sind) als mit einem Touchscreen und einer 12-Tastentastatur, bei dem die wichtigsten Tasten schon vom Browser selbst belegt sind. Mit der Maus steuern und mit der Leertaste schie&szlig;en? Auf einem Desktop ein „erlernter“ Standardvorgang bei Spielen, beim Handy allein wegen der fehlenden Leertaste schon nicht m&ouml;glich.</em></p>
<p><em><img class="alignleft size-full wp-image-4665" title="browsergames" src="http://www.mobile-zeitgeist.com/wp-content/uploads/2009/05/browsergames.gif" alt="&Uuml;bersicht Browsergames" /> Nur den Spielscreen zu verkleinern oder auf das Handydisplay zu skalieren ist keine L&ouml;sung, zu viele Details w&uuml;rden verschwinden, Text w&auml;re unleserlich, das HUD (Head-up-Display) mit den wichtigen Informationen (Energieanzeige, Anzahl der Leben etc) w&auml;hrend des Spiels w&auml;re kaum erkennbar. Das ist eine der wichtigsten Grundregeln der Handyprogrammierung und –portierung zwischen den verschiedenen Hardwareanforderungen.<br />
Moderne Handys haben eine Aufl&ouml;sung von 320&#215;240 Pixel, das entspricht der Aufl&ouml;sung eines C64 vor 20 Jahren! Selbst wenn sich die Aufl&ouml;sung dramatisch steigern w&uuml;rde, blieben die Bildschirm doch klein, allein die ppi (Pixel per Inch) w&uuml;rden erh&ouml;ht, die Grafiken w&uuml;rden zwar sch&auml;rfer, aber deswegen noch lange nicht erkennbarer, da Schrift ab einer bestimmten Gr&ouml;&szlig;e einfach nicht schnell f&uuml;r das Auge erkennbar ist.</em></p>
<p><em>Die Browsergameentwickler m&uuml;ssten also die Grafiken und Bildschirmaufbau noch einmal komplett neu gestalten und f&uuml;r kleine Bildschirme anpassen, was einen erheblichen (finanziellen) Aufwand bedeuten w&uuml;rde, von den technischen Anpassungen (alternative und anpassbare Steuerungsoptionen) ganz zu schweigen.</em></p>
<p><em>Wenn Onlinegames in den n&auml;chsten Jahren also mobil werden sollten, bleibt bislang als einzige L&ouml;sung noch immer der Umweg &uuml;ber eine clientseitige Applikation, die lediglich die Kerndaten &uuml;bermittelt und die z. B. die grafische Rechenleistung selbst &uuml;bernimmt. Denn allein die Rechenpower f&uuml;r den mobilen Webbrowser, die Flashintegration und dann noch die aufw&auml;ndige Grafikberechnung, wird in den n&auml;chsten 2 Jahren noch kein mobiler Webbrowser stemmen. Man darf nicht vergessen, dass die Softwarestudios schlie&szlig;lich noch immer damit besch&auml;ftigt sind, das simple, normale Web an die mobilen Ger&auml;te anzupassen.</em></p>
<p><em>Von mobilen Browsergames wird man noch eine Weile tr&auml;umen m&uuml;ssen, denn das Entwicklungsstudio, das es als erstes schafft, seine Browsergames auf mobile Ger&auml;te zu bringen, wird sicher nicht der Big Player werden, sondern &uuml;ber Jahre hinweg daran arbeiten m&uuml;ssen, die enorme Vorleistung auch finanziell wieder einzuholen, denn ob die Gamer &uuml;berhaupt Interesse haben, Hardcore-Games unterwegs auf ihrem kleinen Display zu spielen, das ist noch lange nicht bewiesen!</em></p>
<p><strong>Was meinen Sie? Wie sehen Sie die Zukunft der Browserspiele auf mobilen Ger&auml;ten? Schreiben Sie Ihre Meinung in den Kommentaren!</strong>
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