Facebook kriegt die Kurve: Erfolg bei mobiler Werbung

Ungewöhnlich schnell scheint die Kurve bei der Finanzierung seines sozialen Netzwerks gelungen zu sein. Wurde beim Börsengang im vergangenen Jahr als meist genannter Grund für das Sinken des Aktienkurses vor allem das fehlende Businessmodell im Bereich der mobilen Endgeräte genannt, berichtet Facebook nun, dass im ersten Quartal 2013 bereits über 30 Prozent der Werbeeinnahmen auf mobilen Endgeräten generiert wurden.

Dabei nutzen mittlerweile 70 Prozent der 1,1 Milliarden Nutzer ihr bzw Tablet, um mit ihren Freunden in Kontakt zu treten und sich zu mit ihnen unterhalten, was eine Verdoppelung im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Es ist also noch genügend Potenzial für Werbeerlöse vorhanden, doch Facebook leidet unter den selben Marktbedingungen, die auch Konkurrenten ins Schwitzen bringen: Die Schaltungskosten für mobile Banner sind selbst im Vergleich zu den eh schon geringen Kosten eines Desktopbanners noch zu gering und da viele Firmen den Martkwert eines mobilen Displaybanners noch nicht erkannt haben, werden diese auch weniger geschaltet.

Was wiederum ein schlechtes Licht auf die verbleibenden 70% Werbeeinnahmen Facebooks bei der Desktopwerbung wirft. Zusätzlich waren zum einen die Ausgaben gesamt noch zu hoch (Kauf des Atlas-Netzwerks, Produktionskosten für Facebook Home etc), zum anderen sind die absoluten Werbeeinnahmen damit noch zu gering für einen merklichen Anstieg des Börsenkurses.

So war der durchschnittliche Preise für Anzeigen zwar 3% höher, allerdings waren dafür hauptsächlich die Erlöse in den USA und Kanada verantwortlich. In Europa sind die Anzeigenpreise nahezu gleich geblieben, in allen übrigens Ländern allerdings gesunken.

Durch den weiteren Ausbau Facebooks Home für weitere Plattformen und Endgeräte und den massiven Anstieg der mobilen Werbeeinblendungen von über 39% kann man nun also davon ausgehen, dass Facebook endlich ein vernünftiges Finanzierungsmodell für den mobilen Markt gefunden zu haben scheint.

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Patrick Voelcker

Patrick beschäftigt sich beruflich und privat seit 2005 neben der Webprogrammierung auch mit der Entwicklung von Mobile und Native Apps. Er ist Rich Media Innovation Specialist bei Google und Autor des Buches "Spiele programmieren für iPhone und iPad" (dpunkt-Verlag). Außerdem ist er Gastdozent an der Popakademie Baden-Württemberg und der Filmschule Köln. Auf Mobile Zeitgeist schreibt er dementsprechend hauptsächlich über Trends und Entwicklungen in Mobile Entertainment [XING]

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