Ein früher Blick auf das 1. Quartal 2013

30. April 2013 13:30 Märkte, Studien

Letzte Woche erschien der neue Worldwide Mobile Phone Tracker von IDC, der erstmals Verkaufszahlen und Marktanteile der fünf größten Smartphone-Hersteller für das erste Quartal 2013 bietet. Zusammen mit den bereits veröffentlichen Quartalszahlen von Nokia und Blackberry ergibt sich damit ein frühes Bild des Smartphone-Marktes 2013.

Samsung und Apple: (Fast) alles wie immer

Die Smartphone-Verkaufszahlen schnellen dabei mit inzwischen gewohnter Geschwindigkeit weiter nach oben, im 1. Quartal 2013 wurden laut IDC insgesamt mehr als 216 Millionen Smartphones ausgeliefert. Im Vergleich zum 1. Quartal 2012 ein Plus von mehr als 40 Prozent, erstmals wurden zudem mehr Smartphones als gewöhnliche Handys verkauft.

Die größten Nutznießer dieser Entwicklung sind LG und Huawei, die mit jeweils etwa 10 Millionen Smartphones und um die 100 Prozent Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal im IDC-Ranking auf Platz 3 und 4 liegen. LG hat dabei nach eigenen Aussagen kräftig von den Verkaufszahlen des Google Nexus 4 profitiert, das zwar von LG produziert, aber von Google mit subventioniertem Preis verkauft wird – und entsprechend zum Verkaufsschlager geworden ist.

Smartphone-Verkaufszahlen im 1. Quartal 2013.

Smartphone-Verkaufszahlen im 1. Quartal 2013. Quelle: IDC/Nokia/Blackberry

Während ZTE mit 9 Millionen Smartphones den fünften Platz belegt, sichert sich Samsung mit 70 Millionen verkauften Geräten erneut souverän die Smartphone-Krone. Auf diese Weise ließ sich bei Samsung der Gewinn um 40 Prozent auf 6,4 Milliarden US-Dollar steigern, Apple dagegen musste erstmals seit Jahren einen Gewinnrückgang um fast 20 Prozent auf 9,5 Milliarden US-Dollar hinnehmen – obwohl der Umsatz um mehr als 10 Prozent auf 43 Milliarden US-Dollar und die Verkaufszahlen um gut 6 Prozent auf jetzt 37,4 Millionen Smartphones gesteigert werden konnten.

Gerangel um Platz 3

Während Nokia im Handy-Ranking, bei dem alle Mobiltelefone gezählt werden, noch auf dem zweiten Platz liegt, sieht es in Sachen Smartphones weitaus schlechter aus. Zwar konnten im ersten Quartal mit 5,4 Millionen Geräten so viele Lumia-Smartphones wie noch nie verkauft werden, gleichzeitig brechen aber die Verkäufe der auslaufenden Symbian-Plattform weg. Insgesamt konnte Nokia im 1. Quartal 6,1 Millionen Smartphones verkaufen.

Blackberry stand im 1. Quartal vor einem ähnlichen Problem wie Nokia: Das neue Betriebssystem BB10 war angekündigt, neue Geräte aber noch nicht erhältlich. Da niemand gerne Smartphones mit bald veraltetem Betriebssystem kauft, drückte Kaufzurückhaltung die Verkaufszahlen (für den Zeitraum Dezember 2012 bis Februar 2013) auf 6 Millionen Stück, ein Absatzrückgang um mehr als 20 Prozent in nur einem Jahr. Seit kurzem sind die ersten beiden BB10-Geräte erhältlich, es wird spannend zu beobachten, ob aus der Kaufzurückhaltung des ersten Quartals gesteigerte Verkaufszahlen für das zweite Quartal resultieren.

Der Smartphone-Trend 2013 ist damit klar: keine Veränderung auf Platz 1 und 2, Gerangel um Platz 3. Macht am Ende LG, Huawei, ZTE oder doch Sony das Rennen? Wir werden sehen.

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Wolfgang Dietl

Wolfgang Dietl

Wolfgang Dietl arbeitet als IT-Redakteur in München und schreibt in seiner Freizeit hier und auf mobile-studien.de über den Mobile-Markt. Mehr Infos gibt es auch auf Xing.

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