app marketing

Am 25. März 2013 Von In Mobile Applications

App Marketing Chancen für 2013

Die App Märkte quellen über – mehr denn je – jeden Tag kommen unzählige neue Apps hinzu und ca. 1,5 Millionen existierende Apps sind eine Konkurrenz, die es jedem App Entwickler immer schwerer machen, ein App Business erfolgreich zu gestalten. Wie kann man nun im Jahr 2013 damit umgehen und was gibt es für neuere Ansätze die App an den Mann / die Frau zu bringen?

Chancen im App Store

Mit der Einführung von iOS6 in 2012 gab es erhebliche Veränderungen, die auch ins Jahr 2013 noch Wirkung haben.

  • Soziale Interaktionen durch Facebook Likes in den App Store Rezessionen: hier sollte versucht werden, möglichst viele Likes auf sämtlichen Plattformen inklusive Facebook zu generieren. Generell gilt, je mehr Likes desto mehr Downloads und wiederkehrende User.
  • Weniger Fokus auf Listen und Top25: in der Vergangenheit war das Ranken der App in den Top-Listen ziemlich wichtig. Vor allem durch die Präsenz in den Top 10, 25 und 50 wurden immer viele organische Downloads erzeugt. Durch die Hinwendung zum unbeschränkten Scrollen beim iOS6 fiel dies weg und ob die App als #25 oder #26 rankt macht nunmehr keinen Unterschied mehr. Dafür steigt die Wichtigkeit der Top 4, da diese nun in der Kategorie als sichtbarer Bereich angezeigt werden. Durch diese zahlenmäßige Beschränkung der sichtbaren Apps auf 4 wird die Suche im App Store auch Bedeutung gewinnen. Um möglichst häufig in den App Store Suchen zu erscheinen, empfiehlt es sich, alle Meta-Tags der App SEO-mäßig anzupassen. Die App-Store Tags sind: Title, das Icon, die Keywords und die Beschreibung. Einen guten Überblick zum Thema App Store SEO bietet diese Präsentation

Chancen beim App Tracking

Die Verabschiedung von der UDID als Tracking Identifier und Verbesserungen in der Tracking-Technologie lässt auf eine positive Wirkung für das App Marketing hoffen.

Generelles besseres Tracking / Targeting: Im Internet war das Targeting durch bessere Trackingmöglichkeiten schon immer wesentlich besser möglich als in mobilen Bereichen und hat daher auch höhere ROIs für die Werbetreibenden generiert. Die Nachfrage nach effektivem Targeting und dementsprechenden Tracking ist in der mobilen Marketing-Welt demnach stark gegeben.

Das in Frage gekommene Cookie-Tracking scheint im Auflösen begriffen zu sein, Apple hat bereits Ankündigungen gemacht, dies nicht mehr im App Store sehen zu wollen (siehe dieser Artikel auf Heise.de). Für Entwickler bedeutet dies, dass die existierende Tracking-Software geprüft werden und bei Bedarf angepasst / ausgetauscht werden sollte.

Das große Ganze und die „Post-Download Events“ in Betracht ziehen: Die große Euphorie über billige und incentivised Downloads ist erst einmal verflogen und viel Geld wurde verschwendet (incentivised bedeutet, dass User u.a. virtuelle Währungen in einem Spiel erhalten oder ins nächste Game-Level gelangen, wenn eine genannte App gedownloadet wird). Laut einem Report auf Gigaom.com ist klar geworden, dass ein Großteil der incentivised User die App nur einmal installieren und nie mehr zurückkommen.

Um den ROI stärker in die Marketingstrategie einzubeziehen, müssen mehr User- und Nutzungs-Metriken analysiert werden. Diese können z.B. sein: App-Verwendung, Registrierungen, Erreichung von höheren Game-Levels oder In-App-Purchases. Es sollten sodann die unterschiedlichen App-Download-Quellen auf die Metriken hin analysiert und diejenigen mit den höchsten ROI für zukünftige Marketingaktivitäten favorisiert und ausgebaut werden, um den ROI hoch zu halten.

Chancen mit Facebook Mobile Ads

Bisher waren die Facebook Anzeigen für’s App Marketing – genau wie Google’s Adwords click-to-install ads – in Bezug auf Kosten pro Installation einfach zu teuer. Laut einem Bericht von AdParlor sind diese allerdings durch die neuen Facebook Anzeigentypen mittlerweilen stark gesunken. Im US-Markt (dem weltweit teuersten) liegen die Kosten bei $2,75, im deutschen Markt bei $2,37.

Es gibt sicherlich billigere Download-Quellen jedoch nicht mit diesen exzellenten Targeting-Möglichkeiten, die Facebook mittlerweile anbietet. Für 2013 bedeutet dies für die App-Entwickler und erste Tests zeigten: je mehr die App eine Nische belegt desto besser wirken die Facebook-Ads um profitable und loyale User zu erzeugen.

Chancen mit App Vermarktungsnetzwerken

Mobile Netzwerke für die App Download-Generierung gibt es mittlerweile viele und es wird immer schwieriger, den Überblick zu behalten. Generell empfiehlt es sich für 2013, nicht alles auf eine Karte zu setzten sondern Netzwerke gezielt zu diversifizieren. Das Angebot reicht von incentivised Downloads bis cross-promotional Netzwerken. Im Folgenden werden drei Möglichkeiten angesprochen, die als Teil des App-Marketingplans Mehrwert generieren können.

App Flood: oftmals ist bei App-Entwicklern (im Gegensatz zu größeren Unternehmen die App-Entwicklung als strategisch ansehen) das Budget eher im unteren vierstelligen Bereich. Als kostengünstige Alternative bieten sich da sog. cross-promotion Netzwerke an; hier wird in ähnlichen und passenden Apps im Netzwerk Werbung geschaltet, um Downloads und Umsätze zu generieren (für die App-Entwickler kostenlos). Die Reichweite ist nicht bei allen Kategorien gleich gut aber für ein Spiel funktioniert das zum Beispiel schon ganz gut.

App Discovery Apps: für Apps mit ausreichenden Marketingbudget hervorragend geeignet, eine bestimmte Anzahl an neuen Usern zu kaufen.

Netzwerk-Mix: wie bereits erwähnt lohnt es sich immer, mit verschiedenen Ansätzen zu experimentieren. Wenn mit vielen verschiedenen Download-Quellen gearbeitet wird, können aufkommende Engpässe in Netzwerken ausgeglichen und ROIs getestet werden. Zu nennende Möglichkeiten sind: verschiedene Mobile App Ad Netzwerke, Real-Time Bidding Platforms und incentivised Downloads.

Viele Prognosen sagen für das Jahr 2013 einen harten Wettbewerb im App Store voraue, mit sehr vielen neuen Apps. Es ist daher absolut notwendig für Unternehmen oder Entwickler, das App Marketing kreativ und experimentierfreudig anzugehen. Der wichtigste Einflussfaktor für den Erfolg der App ist und bleibt allerdings nicht das Netzwerk, Tracking oder auch Anzeigenformat – es ist ganz einfach die Qualität der App.

Über den Autor: Richard Buettner ist Geschäftsführer der App Marketing Agentur, einer der führenden Europäischen App und Mobile Marketing Agenturen, die Unternehmen und App Entwicklern in der effektiven Vermarktung und profitablen Monetisierung ihrer Apps unterstützt.

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2 Antworten

  1. Sehr gut auf dem Punkt gebracht:
    Es gibt viele Chancen und Wege die ENtwicklungs kosten zu decken und auch guten Ertrag zu generieren.

  2. Pingback: Die Top 10 mobile zeitgeist Beiträge in 2013 | mobile zeitgeist

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