sense – Messaging mal anders

Immer wieder stoßen wir auf mobile Applikationen, die uns genauer hinschauen lassen. Diesmal bin ich auf eine charmante Kommunikationslösung gestoßen: sense. Sowohl für das iPhone (0,89 Euro) als auch für Android (kostenfrei) erhältlich.

Die Platingroup aus Stuttgart tritt nach eigenen Angaben mit sense an, “die revolutionäre Antwort auf ideenlose Smilies und die zunehmende Anonymisierung der User in einer digitalen Welt” zu liefern. Verbindet man sich via sense mit einem anderen sense-Nutzer, kann man gemeinsam auf dem Screen malen, schreiben und gestalten. Insgesamt stehen zwölf verschiedene Farben sowie zehn unterschiedliche Stempelmotive zur Verfügung. Strichstärke und Sichtbarkeit der Zeichnung können individuell bestimmt werden.

sense

Durch die Instant-Übertragung können beide Seiten ständig den Fortschritt am gemeinsamen Werk sehen und beeinflussen. Laut Pressemeldung gibt es darüber hinaus ein “besonderes Gefühl der Nähe, denn wenn beide sense-Partner gleichzeitig einen Punkt des Screens berühren, entsteht als absolutes Highlight ein weißer Glühpunkt, der dann auch noch vibriert. Ein virtueller Gutenachtkuss, ein Cyber-Hug oder eine digitale Streicheleinheit werden so Wirklichkeit.”

Eine tatsächlich charmante App, die sicherlich ganz besonders bei Familien mit Kindern und frisch Verliebten zum Einsatz kommen könnte. Ob sie neben Messenger-Apps wie wird bestehen können, halte ich bei einer reinen Fokussierung auf das Messaging für eher unwahrscheinlich. Die größere Schnelligkeit bei der Bedienung, die automatisierte Verknüpfung mit all meinen Kontakten auf dem Smartphone und natürlich die schiere Verbreitung sprechen für .  Hier muss sense noch andere und vor allem nützliche Features hinzu fügen, vielleicht als aller erstes ein Text-Messaging, um an dieser Stelle schon einmal zum Marktführer aufzuschließen?

moritz wagnerIch konnte Moritz Wagner (@moph_) von der Platingroup ein paar Fragen stellen und wie es scheint, hat die Platingroup mit sense noch viel vor.

1. Warum habt Ihr sense nur für Smartphones entwickelt? Wären nicht Phablets und Tablets viel besser für das Zeichnen geeignet?
Sense soll eine Alternative zu den alltäglichen Messengern darstellen. Anstelle von einer Palette Smileys und einem ausgelutschten “lol” oder “hdl”, steht bei sense wieder die persönliche Handschrift im Vordergrund. Uns war es wichtig sense zunächst als kreative Alternative zur täglichen Kommunikation zu positionieren. Daher die Entscheidung erst eine Smartphone App herauszubringen. Natürlich eröffnen größere Screens auch mehr Anwendungsmöglichkeiten. Zusammen mit neuen Features sind wir bereits am Entwickeln einer Tablet Version.
2. Wo seht Ihr die für den Erfolg von sense die kritische Anzahl von Nutzern? Wann wollt Ihr diese erreicht haben und wie habt Ihr das vor?
Eine kritische Masse lässt sich schwer in einer Zahl ausdrücken, da zu viele Faktoren eine Rolle spielen, die für die Verbreitung wichtig sind. Z.B. das Nutzerverhalten oder die von uns geplante Internationalisierung. Unsere Maßnahmen für den deutschen Markt konzentrieren sich auf Online Marketing sowie gezielte Pressearbeit On- und Offline. Das Wichtigste für den Erfolg von sense ist jedoch die Weiterempfehlung unserer Nutzer. Somit steht die stetige Weiterentwicklung und Verbesserung der App an oberster Stelle.
3. Wie sieht das Geschäftsmodell für sense aus, d.h. wie werdet Ihr das Geld, das Ihr in die Entwicklung gesteckt habt, wieder herein holen?
Zunächst setzen wir auf die Verkaufs-Erlöse der App im iTunes Store. Für weitere Updates der App, auch für In-App-Käufe haben wir schon eine lange Liste an Features. Unabhängig davon führen wir aktuell spannende Gespräche mit verschiedenen Unternehmen über weitere Einsatzgebiete der von uns entwickelten Technologie.
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Heike Scholz

Heike Scholz

Heike Scholz ist Gründerin von mobile zeitgeist, Autorin, gefragte Rednerin, Dozentin und Workshop-Leiterin. Mehr auf ihren Webseiten oder auf XING

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