PayGreen – Bezahlen mit Nachhaltigkeit – eine grüne Alternative zu Paypal

PayGreen ist zwar keine mobile Bezahlmethode, aber die Idee könnte man auf Mobile übertragen. Händler setzten sich zunehmend mit alternativen Zahlungsmitteln auseinander, oft liegt der Fokus auf der Frage nach dem möglichst reibungslosesten Check-Out. Insbesondere im Web sollen so Abbrüche im Shoppingprozess minimiert werden. Wenn man eine bequeme Zahlmethode aber auch noch mit einem guten Zweck verbinden kann, gibt es einen zusätzlichen Mehrwert für den Kunden. So versucht es das französische Start-Up PayGreen. Es hat sich sich auf die Fahnen geschrieben, den ökologischen Konsum zu fördern. Erreicht werden soll dies durch ein System mit einer Art Treuepunkten, die der Kunde bei jedem Einkauf erhält, der mit PayGreen bezahlt wird.

Interessant ist die Kombination unterschiedlicher Trends:

  • Neue Zahlungsmittel: der Payments-Markt befindet sich im Umbruch, es kommen stetig neue Anbieter für e & m Payments auf den Markt.
  • Loyalty: Treuepunkte für seine Einkäufe zu sammeln hat sich bereits in breiter Fläche etabliert.
  • Nachhaltigkeit: Ein zunehmender Wunsch von Kunden, sich ökologisch ausgewogen zu verhalten – auch beim Shopping.

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PayGreen ist derzeit im Internet verfügbar und ermöglicht die Bezahlung von Einkäufen in ausgewählten Webshops. Die Treuepunkte bzw. es sind Geldeinheiten, sogenannte „Greens“ können auf Partnersites gesammelt werden, darunter große Marken wie Fnac, Etam oder Yves Rocher. Diese sind nicht zwingend “Grün“, haben aber ein Interesse zur Nachhaltigkeit beizutragen. Wieder ausgeben kann man seine Greens allerdings nur bei ausgewählten eHändlern, die die Öko-Bedingungen von PayGreen erfüllen.

Das Zahlungsmittel ist für den Kunden kostenlos. Es funktioniert à priori wie Paypal, wobei eine Kreditkarte hinterlegt wird. Die erhaltenen Greens finanzieren sich aus der Transaktionsgebühr, die so zur Hälfte an den Kunden zurückfließt.  Eine interessante Nuance: Greens sind ein alternatives Zahlungsmittel, mit einer Genehmigung von der Banque de France. Sie weisen einen festen Wechselkurs auf (0,10 Cents pro Green).

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Das Start-Up wurde von zwei jungen Absolventen gegründet. Nach zwei Jahren Vorarbeit konnte PayGreen im Oktober 2012 an den Markt gehen. Am längsten dauerte die Akkreditierung von Visa / Mastercard. Erste namhafte Marken sind an Bord, jetzt bleibt die Herkulesaufgabe, ausreichend Konsumenten zu überzeugen.

Ein interessantes Konzept, welches sich auch auf Mobile Payment und stationäre Händler übertragen lassen könnte, oder?

Webseite: PayGreen

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Maike Strudthoff

Maike Strudthoff

Maike Strudthoff ist Future Analyst und Consultant mit Spezialisierung auf Mobile Services Innovationen. Sie hilft Unternehmen die Marktentwicklungen der Zukunft zu interpretieren und eigene Handlungsoptionen abzuleiten. In über 15 Jahren Berufserfahrung – vor allem in globalen Konzernen und einer führenden Managementberatung – hat Maike zahlreichen Innovationsprojekten und Customer Centricity Initiativen zum Erfolg verholfen. Heute zählen insbesondere führende Handelsunternehmen zu ihren Kunden. Mehr über Maike auf XING, ihrer Website oder per Mail maikestrudthoff[at]mobile-zeitgeist.com

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