Björn Krämer

Am 28. Januar 2013 Von In Mobile Commerce, Mobile Shopping

Interview #3: Die wichtigsten Faktoren zur Gestaltung mobiler Shops

Björn Krämer

Letzte Woche erschien das zweite Interview der Reihe “Die wichtigsten Faktoren zur Gestaltung mobiler Shops”. Nachdem nun mit Timo Simon von der bonprix Handelsgesellschaft mbH sowie Matthias Hardtke von der Tchibo direct GmbH  zwei Händler einen Einblick in ihr Verständnis einer optimalen Mobile User Experience gewährten, möchten wir heute  Björn Krämer, Director Mobile & New Media bei HRS – HOTEL RESERVATION SERVICE Robert Ragge GmbH, befragen:

mz: Was sind aktuell im deutschen Mobile Commerce Markt die größten Herausforderungen für Anbieter mobiler Lösungen?

Björn Krämer: “Zum einen ist die noch immer steigende Diversifikation von Endgeräten und Betriebssystemen eine weiter bestehende Herausforderung. Hier gilt es, den richtigen Mix für die eigene Zielgruppe zu finden und Ihnen die richtigen Kanäle zur Verfügung zu stellen, ohne dabei eine ROI Berechnung, unter Berücksichtigung der Kosten für Erstellung, Vermarktung und Distribution, außer Acht zu lassen.

Zum anderen ist die Unterscheidung zwischen Smartphone und Tablet noch immer eine Herausforderung im m-Commerce. Mag auch das Produkt das Gleiche sein, muss doch die andersartige Nutzungssituation und die Nutzungstiefe von Smartphone und Tablet bei der Konzeption und Umsetzung der m-Commerce Plattform sowie bei deren  Vermarktung und Distribution berücksichtigt werden.”

mz: Empfehlen Sie eher eine Mobile Website oder eine App (native, hybrid, web) als mobile Shopping Lösung? Und aus welchen Gründen?

Björn Krämer: “Meine Empfehlung ist die Entscheidung für oder gegen eine App und/oder eine Mobile Webseite anhand der aktuellen Nutzung und potentiellen zukünftigen Nutzung durch die avisierte Zielgruppe zu treffen.

Dennoch bleibt zu bemerken, dass es sich bei m-Commerce App und mobiler Seite ein sehr unterschiedlicher Use-Case präsentiert, den man beachten sollte. Eine App ist ein ständiger Begleiter, der eine bestimmte Aufgabe schnell und unkompliziert erfüllt und den ich gerade deshalb direkt auf mein Handy lade und sofort starten möchte. Der Einstieg zur mobilen Website ist häufig eine Suchmaschine und ist daher nicht so stark im  relevant-set des Nutzers  verankert wie die App.”

mz: Welche Faktoren sind aus Ihrer Sicht für die mobile Nutzerfreundlichkeit für den Erfolg entscheidend? Sie können die Faktoren nach Relevanz in eine Reihenfolge bringen und zusätzlich hinzufügen.

Björn Krämer:

  1. Übersichtliche Navigation
  2. Ansprechende Produktansicht
  3. Intuitive Bedienung
  4. Prominente, intelligente, fehlertolerante Suche
  5. Schnelle Ladezeiten
  6. Andere: Performanz
  7. Bewertungen anderer Kunden
  8. Speicherungsmöglichkeit der ausgewählten Produkte
  9. Effizientes Mehrfiltersystem
  10. Vorausfüllen von Daten insbesondere im Checkout
  11. Social Media Optionen
  12. Servicebereich (z. B. FAQ Liste)

mz: Mit welchen Schlagwörtern würden Sie die Besonderheiten des mobilen Designs beschreiben?

Björn Krämer:

  • Wurstfinger-Kompatibilität
  • Touch-Optimierung
  • Responsive Webdesign
  • Multi-Screen
  • Second-Screen

mz: Ihr Leitmotiv für Mobile Commerce ist…

“Für erfolgreichen m-Commerce biete ich dem User das Angebot genau da, wo er es erwartet, mit der Informationstiefe, die er sich wünscht und zu der Zeit, an der er es benötigt. Für den User ist es nicht relevant, welches Device er benutzt, sondern in welcher Nutzungssituation er sich befindet.”

Danke für Ihre Teilnahme!

Diese Woche erscheinen weitere spannende Interviews. Viel Spaß beim Lesen!

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Lena Justen

Lena ist Digital Native. FASZINATION für Mobile Commerce wird bei ihr großgeschrieben. Lena brachte sich nicht nur für eines der ehemals führenden Versandhäuser Europas als Mobile Commerce Spezialist ein, sondern gibt ihr Mobile-Know-How auch als Dozentin an der DHBW Mannheim an Smart Natives weiter.

3 Antworten

  1. Vielen Dank für das positive Feedback. Sie haben natürlich recht: gerade im Warenkorb Prozess muss noch sehr viel getan werden.

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