Nokia Lumia 820 mit Gehäusevorlagen für 3D Drucker

hat es schon nicht einfach. Einerseits kommen die neuen Lumia-Modelle scheinbar gut an. Alleine im Weihnachtsgeschäft wurden 4,4 Millionen Geräte verkauft. Die Besitzer sind mit den Geräten und vor allem auch mit Windows Phone 8 zufrieden. So richtig konnten die Finnen jedoch nicht gegen Samsung, Apple und Co. punkten. Das ganze Vorhaben steht noch auf wackligen Beinen, aber man versucht sich an der Konkurrenz vorbeizuschieben. Mit innovativen Ideen und interessanten Angeboten spricht man eine ganz eigene Kundschaft an.

Jedes Jahr gibt es neue Trends und Technologien, die durchs allseits bekannte Dorf getrieben werden. Einige davon haben in der Vergangenheit aber auch wesentlich zum Fortschritt und der Weiterentwicklung einiger Industrien geführt. Aktuell steht der ganz hoch im Trendbarometer. Immer öfters hört und sieht man davon. Erste 3D Print-Shops eröffnen in den Niederlanden. Sogar der US-amerikanischer Einzelhandelskonzern für Bürobedarf Staples startet in Kürze seinen Easy 3D Service in den Nierderlanden und Belgien, bei dem Kunden ihre 3D Modelle hochladen und dann im Laden abholen können. Also, das Thema ist brennend heiß, innovativ und cool.

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Genügend Gründe für Nokia sich damit zu beschäftigen. Es gibt einige Unternehmen, die sich zwar mit dem Thema beschäftigen, aber niemand hat es bisher so konkret angeboten wie der finnische Handyhersteller. Um herauszufinden, wie man 3D Druck für sich in Zukunft einsetzen kann, hat man sich mit John Kneeland (zum Interview) zusammengesetzt. Er ist Nokia Community & Developer Marketing Manager aus dem Silicon Valley und hat für das Lumia 820 das 3D printing community project ins Leben gerufen. Denn das Handy kommt mit abnehmbarer Rückseite (das man mit einem speziellen Cover zum kabellosen Aufladen tauschen kann). Aber zusätzlich wurde ein 3D-Development Kit mit 3D-Vorlagen, Spezifikationen der Rückseite, sowie empfohlenen Materialien und Best Practices veröffentlicht (hierhier und hier). Damit wird sich jeder, der einen 3D-Druck in seinem Umfeld hat, seine eigene Rückseite für sein Lumia 820 auszudrucken können. In gewisserweise sieht man das Vorhaben als geistige Nachfolge des 5110, das vor 15 Jahren wechselbare Frontschalen in verschiedenen Farben anbot.

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Nokia versucht mit diesem Schritt, nicht nur Innovatoren und Early Adopter an die Marke zu führen, sondern auch langfristig als Schritt in Richtung eines Ökosystems, ähnlich wie man es von Nike (Nike+, Fuelband) oder Apple (iTunes, iPod, iPhone) kennt. Einerseits schafft man das mit Apps und Services, die jeweils bestimmte Kundenwünsche abdecken. Andererseits aber auch mit der Öffnung was Hardware und dem eigentlichen Produkt betrifft. Aus Markensicht, ein schmaler Grat, wie ich finde. Aber ein sehr interessanter! Denn mit der Einführung von 3D Druck für Kunden und Produkte erhöht man die Schlagzahl im internen Innovationsprozess und nutzt die Kraft von Open Innovation. Wenn man sich in Zukunft ein wasserdichtes Gehäuse mit Flaschenöffner und Öse für den Schlüsselanhänger wünscht, gibt es vielleicht jemanden, der das schon in 3D erstellt hat. Der Kunde muss sich das 3D-Modell nur noch ausdrucken.

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Goran Minov

Nach Stationen als Online-Projektmanager und Senior Konzeptioner ist Goran heute als Schnittstelle zwischen Kreation, Strategie und Kundenberatung nun seit 2010 als Emerging Media Manager bei MRM Frankfurt tätig, wo er das Ohr auf der Schiene hat und nach Innovationen und Trends Ausschau hält.

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