Key Facts des neuen Developer Economics 2013-Reports (Teil 1)

hat heute den 4. veröffentlicht. An der Studie haben über 3.400 Entwickler aus 95 Ländern mitgewirkt. Der Großteil der Befragungsteilnehmer stammt aus Europa (39%), Asien (27%) und Nordamerika (24%). Zusätzlich zur Online-Befragung wurden auch einzelne Entwicklerinterviews durchgeführt. mobile zeitgeist hatte auf die Erhebung hingewiesen und ist Medienpartner von VisionMobile. Der Report ist ab 23. Januar 2013 hier kostenlos erhältlich.

Im Folgenden werden kurz mit Bezug auf die „Key Graphs & Insights“ einzelne wichtige Ergebnisse des Reports präsentiert. Weitere Ergebnisse folgen in einem zweiten Beitrag. Mit den Implikationen und der weitergehenden Auswertung einzelner Schwerpunktthemen für die Mobile Business-Branche werden wir uns ggf. noch in späteren Beiträgen befassen.

 

Android bleibt die führende Entwicklungsplattform

72% der Entwickler nutzen die Android-Plattform, was einem leichten Zuwachs von 4% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. iOS folgt auf dem zweiten Platz mit 56%, hat aber im Vergleich zum Vorjahr fünf Prozentpunkte verloren. Die Nutzungsanteile von Windows Phone (21%), BlackBerry (16%) und Qt (11%) sind weitgehend unverändert geblieben. Interessant ist zudem, dass die Nutzung von Symbian und Bada deutlich zurückgegangen ist. HTML ist jetzt in der Studie auch als Entwicklungstechnologie (für WebApps und hybride Apps) eingeordnet und wird mit einem Nutzungsanteil von 50% aufgeführt.

Nutzung von Entwicklungplattformen

Nutzung von Entwicklungsplattformen

HTML5 ist inzwischen brauchbare Alternative für native Apps

HTML5 hat sich inzwischen für Entwickler zu einer brauchbaren Alternative zur nativen App-Entwicklung herausgebildet. Gründe für die Wahl von HTML5 sind insbesondere die Cross-Plattform-Portabilität des Codes (56%) und geringeren Entwicklungskosten (51%). Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit von HTML5 gegenüber nativen Entwicklungsplattformen sind der Zugriff auf native APIs (35%), bessere Entwicklungsumgebungen (34%) und die Verfügbarkeit von für HTML5 optimierten Endgeräten (30%).

Gründe und Anwendungsvoraussetzungen von HTML5

Gründe und Anwendungsvoraussetzungen für HTML5

iOS, Android und BlackBerry sind “Lead Platforms”

Werden die Entwickler nach ihrer Plattformspezialisierung bzw. der „Main Platform“ befragt, sind iOS (48%), Android (44%) und BlackBerry (38%) die beliebtesten Entwicklungsplattformen und werden von VisionMobile als “Lead Platforms” kategorisiert. Mit deutlichem Abstand folgen Windows Phone (27%) und HTML (26%), die laut VisionMobile als „Extension Platforms“  eher eingesetzt werden, um das eigene Leistungsportfolio in Richtung spezifischer Kundengruppen und -regionen zu erweitern. Entwicklungsplattformen mit Nischencharakter  bzw. „Gap Fillers“ sind Technologien wie Symbian (16%), Qt (15%), Flash/Flash Lite (14%) und Java ME (12%), die nur (noch) in geringem Maße die Hauptentwicklungsplattformen der Studienteilnehmer repräsentieren.

Bedeutung der Entwicklungsplattformen

Bedeutung der Entwicklungsplattformen

Tablets bei Entwicklern inzwischen fast gleichbedeutend mit Smartphones

Wird im Bereich der Hauptentwicklungsplattformen die Bedeutung der einzelnen Endgerätetypen bzw. „Screens“ aufgeschlüsselt, zeigt sich erwartungsgemäß ein sehr uneinheitliches Bild. iOS und Android zeigen eine ähnliche Verteilung mit einem Schwerpunkt bei Smartphones, dem mit etwas Abstand die Tablets folgen. PC/Netbooks haben eine eher geringe Relevanz und TV/Set-top-Boxen sind bisher  noch zu vernachlässigen. Bei BlackBerry fokussieren sich die Entwickler weitgehend auf Smartphones und Tablets. Bei Windows (Phone) ist auffällig, dass der Tablet-Anteil noch vergleichsweise gering, aber der PC/Netbook-Anteil stärker ausgeprägt ist. Bei HTML wird hingegen unmittelbar die Cross-Plattform-Portabilität sichtbar. Hier haben Smartphone, Tablets und PC/Netbook-Geräte  eine ähnlich hohe Bedeutung und es ist auch schon ein SmartTV-Anteil ausgeprägter vorhanden.

Nutzung der Hauptplattformen nach Endgerätetypen

Nutzung der Hauptplattformen nach Endgerätetypen

Entwickler beginnen sich auf wenigere Plattformen zu spezialisieren

Interessant ist auch, dass sich die Zahl der von Entwicklern genutzten Plattformen langsam einzugrenzen beginnt. Während 2011 noch durchschnittlich für 3,2 Plattformen entwickelt wurde, sind es im aktuellen Report nur noch 2,6. Für Android, iOS oder beide Plattformen entwickeln 80 Prozent der Studienteilnehmer. Wichtige Argumente für Android sind insbesondere die Entwicklungskosten und die erreichbare Lernkurve. iOS punktet hingegen bei Entwicklungsumgebung, Dokumentation und Support, App Discovery sowie dem Umsatzpotenzial.

Ranking Top Plattform nach Kategorien

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Stephan Böhm

Stephan Böhm

Dr. Stephan Böhm ist seit 2006 Professor für Telekommunikationstechnik/ Mobile Media am Studiengang Media Management der Hochschule RheinMain (ehemals FH Wiesbaden). Als Experte für Mobile Media hält der studierte Wirtschaftsingenieur Vorträge auf Fachveranstaltungen, berät Unternehmen und ist Autor mehrerer Veröffentlichungen zu innovativen mobilen Diensteangeboten.

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