Google Sound Search Widget

Am 15. Januar 2013 Von In Mobile Applications, Mobile Music, Mobile Search

Mit Google Sound Search Musikstücke erkennen und kaufen

So richtig überraschend ist es irgendwie nicht. Als am 13. November Google Music in Deutschland startete, konnte man schon ahnen, dass sich das Unternehmen aus Mountain View was überlegen muss, um den Abstand zu Amazon, Apple und Facebook/Spotify aufzuholen. Auch wenn sich laut dem Bundesverband Musikindustrie die CD auf stabilem Niveau hält, sind doch in den letzten Jahren das Abo-Modell und die legalen Musik-Downloads (Alben + 36,1 Prozent) stark zweistellig am Wachsen.

Nur einen Monat später, im vorweihnachtlichen Trubel, wurde dann mit „Sound Search“ ein interessantes Widget veröffentlicht. Ursprünglich war die App nur für den US-Markt freigegeben, doch kann sie nun auch in Deutschland installiert werden. Im Grunde funktioniert sie wie Shazam, nur werden die User direkt in den eigenen Google Play Music Store weiterleiten. Geschickt eingefädelt, Google.

  

Sound Search ist ein Widget mit dem man Musik-Titel erkennen lassen kann, so wie man es von Shazam kennt. Sinnvollerweise gelangt man nach erfolgreichem Scan direkt in den Play Music Store, wo man den Titel oder das Album direkt kaufen kann. Google rollt das Feld also mit der immer stärkeren Vernetzungen seines Ökosystems langsam auf und gewinnt Boden. Aktuell kann ich die App für mein Nexus Smartphone installieren, aber offensichtlich (noch?) nicht für das Nexus 7.

Der Vorteil, den Sound Search gegenüber der bisherigen Apps hat, ist dabei die Synchronisierung von Inhalten über alle Devices, so auch z.B. des Verlaufs meiner Sound-Scans. Wenn ich also im Radio oder in einem Laden einen Song höre und mit dem Widget scanne, kann ich mich später zu Hause an mein Tablet oder an den Rechner setzen und von dort aus in Ruhe den Song nochmal aufrufen und dann kaufen.

 

Besonders schön ist die Lockscreen-Funktion. Seit Android 4.2 können bestimmte Widgets auf den Lockscreen angelegt werden, die man direkt aufrufen kann, ohne das Smartphone zu entsperren. So kann man auch mal im „Notfall“ blitzschnell das Widget starten.

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Goran Minov

Nach Stationen als Online-Projektmanager und Senior Konzeptioner ist Goran heute als Schnittstelle zwischen Kreation, Strategie und Kundenberatung nun seit 2010 als Emerging Media Manager bei MRM Frankfurt tätig, wo er das Ohr auf der Schiene hat und nach Innovationen und Trends Ausschau hält.

4 Antworten

  1. In der Tat nicht neu, die Frage…
    Die Auswertung meiner letzten Erhebung ist in vollem Gange und das Interessante daran könnte werden, dass der Kunde wahrscheinlich sehr einsam entscheiden wird, wem er “gehört”.

    Seine Vertrauenslage ist maßgeblich und auf die sollte man durchaus hören, weil sonst das System an seinen (Marketing?-)Kosten zu scheitern droht… Die Frage ist nämlich nur: welchen Preis fordert der Kunde, um sich preiszugeben und wer ist in der Lage, den Handel tatsächlich so zu bedienen, dass er anspringt. Mehr Details habe ich wohl in Kürze ;-) und werde Sie gerne hier veröffentlichen.

  2. Rudolf Linsenbarth

    Auch hierfür gibt es bereits ein Konzept, und zwar von Inside Secure

    Der Link führt zu einem PDF mit dem Konzept dieser Firma. Sie haben auf der letzten Cartes auch was vorgeführt. Ich denke es müssen aber trotzdem noch ein paar Probleme gelöst werden, bis das in den Regelbetrieb kann.

    https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&ved=0CEsQFjAA&url=http%3A%2F%2Fwww.insidesecure.com%2Ffre%2Fcontent%2Fdownload%2F1512%2F15791%2Fversion%2F1%2Ffile%2FVirtual%2BSE%2Bfor%2BmPayment%2B-%2BChip%2Bto%2BCloud.pdf&ei=s371UOjwBKSr4ATexYGYCw&usg=AFQjCNHjwtxKCxY52KExRMsqbJ98RVQxHQ

  3. Stellt sich aber die Frage was passiert wenn mein Handy keinen Saft mehr hat bzw der Zugriff auf die Colud nicht möglich ist? D.h. wenn ich mein mobiles Endgerät im Card Emulation Modus betreiben muss ist es je notwendig, dass das SE am Device ist – Oder?

  4. Rudolf Linsenbarth

    Man sollte meinen die große Mass macht es wie bei der Einführung des Internet. Wo man den Zugangsprovider auch immer als Mail Provider genommen hatte. Kost nix extra und ist einfach. Bis man dann das erste mal den Zugangsprovider wechselt und erkennt, das man jetzt allen Freunden eine neue Mail Adresse mitteilen muss. Das habe ich genau einmal gemacht!

    Zum zweiten sollte man bedenken, dass hier auch die Angebote der Mobilfunkprovider und der Wallets nicht deckungsgleich sein müssen. Will heißen mein Provider hat z.B. keinen Kooperationsvertrag mit meinem Finanzdienstleister oder meinem bevorzugten Lebensmittelhändler und der Mobilfunkprovider, der das hat bietet mir in meiner Gegend keine ausrechende Netzabdeckung oder der Tarif passt mir nicht.

    Ich will damit sagen es wird hoffentlich nicht nur den einen Weg alles in der SIM oder alles im Handy bzw. auf der Micro SD Karte geben, sondern einen bunten Mix.

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