Entwicklerumfrage: Nexus Tablet gewinnt, Apple wird komplizierter

In einer aktuellen Studie hat IDC zusammen mit Appcelerator Ende November knapp 3.000 Entwickler, die mit dem Tool Appcelerator Titanium arbeiten, befragt.  Laut Studie kommen jeweils etwa ein Drittel der Befragten aus Nord-Amerika, aus Europa und aus dem Rest der Welt.

Wenig überraschend ist, dass iOS in der Entwicklerumfrage nach wie vor die Plattform mit dem größten Zuspruch ist, gefolgt von Android und HTML5/Mobile Web. Allerdings wird in den Augen der Entwickler die Apple-Welt deutlich fragmentierter. Sechs verschiedene Bildschirmgrößen/-auflösungen gibt es durch iPhone 5  und iPad Mini inzwischen. Nur 19% der Entwickler sagen, dass Apple genug getan hat, um dieser Fragmentierung entgegen zu wirken.

Unterstützung der Entwickler für einzelne Plattformen

Unterstützung der Entwickler für einzelne Plattformen

Allerdings zählt Fragmentierung inzwischen zum Alltagsgeschäft der Software-Entwickler. Mehr als 80% gehen davon aus, dass sie für mindestens zwei Plattformen entwickeln werden.

Die Mehrheit der Entwickler plant Cross-Platform

Die Mehrheit der Entwickler plant Cross-Platform

Vor dem Hintergrund der Fragmentierung, die ja gerade bei Android ein Problem ist, begrüßen zwei Drittel der Entwickler, dass Google mit den Nexus Tablets eigene Geräte auf den Markt gebracht hat. Entsprechend groß ist das Interesse für Nexus Tablets zu entwickeln, deutlich größer als für Windows Tablets und erst Recht für Amazon Kindle.

Software-Entwickler bekunden starkes Interesse für das Nexus 7

Software-Entwickler bekunden starkes Interesse für das Nexus 7

Überhaupt dürfte es Microsoft mit Windows 8 Tablets schwer haben, glaubt man jedenfalls den befragten Software-Entwicklern.

Meinung der Entwickler zu Windows 8 Tablets

Meinung der Entwickler zu Windows 8 Tablets

Weiterhin wurden in der Befragung die Themen “Disruptive”, “Mobile First” und “Social Media” gestresst. Das ganze gipfelt dann in der Frage, wie stark Facebook durch eine “mobile-first social startup” gefährdet werden kann.

Mobile Startup könnte Facebook gefährlich werden

Ein Mobile Startup könnte Facebook gefährlich werden

Die Entwickler wurden auch nach den Trends 2013 befragt. Wenn ich mir allerdings die Fragen bzw. die Antworten so anschaue, halte ich die Ergebnisse für etwa so aufschlussreich, als habe man den Papst nach der Zukunft der katholischen Kirche befragt. Dennoch, weil wir gerade dabei sind, in Stichpunkten die Vorhersagen für das kommende Jahr:

  • Fast alle Befragten gehen davon aus, dass die meisten Händler im kommenden Jahr wahrscheinlich/sehr wahrscheinlich im Mobile Commerce aktiv sein werden. Der Handel wird an der Spitze der Veränderung durch Mobile stehen.
  • Bezahlen mit dem Smartphone wird sich durchsetzen, für 2/3 der Befragten ist es wahrscheinlich/sehr wahrscheinlich, dass in 2013 mehr Kunden mit dem Smartphone einkaufen als mit der Kreditkarte.
  • Ebenfalls fast 2/3 glauben, dass nächstes Jahr der Durchbruch für Augmented Reality kommt.

Der komplette Report (13 Seiten insgesamt) kann hier nach einer Registrierung kostenlos herunter geladen werden. Von Vision Mobile ist eine weitere Entwicklerumfrage in Vorbereitung, die Anfang 2013 erscheinen wird, wir haben darüber berichtet.

 

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Jörg Ruwe

Jörg Ruwe

Jörg Ruwe ist Experte für Digitale Strategien und hilft Unternehmen, ihren erfolgreichen Weg in das mobile Internet zu gehen. Er ist selbstständiger Berater und kennt den Mobile Markt seit den ersten Gehversuchen mit WAP im Jahr 1999. Unter anderem als Management Consultant für Kienbaum und zuletzt als Geschäftsführer von Sevenval hat er in über 200 Projekten erfolgreich digitale Geschäftsfelder erschlossen für namhafte Unternehmen aus Industrie, Medien, Handel und Finanzen.

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