advent2012

Am 11. Dezember 2012 Von In Fundstücke, Mobile Gaming

Geschenkideen für Mobile Nerds – Teil I

Alle Jahre wieder sucht man das Verlegenheitsgeschenk für Menschen, von denen man denkt, dass man sie gut kennt, nur um abschließend festzustellen, dass man halt doch nur so den groben Umriss des zu Beschenkenden erfasst hat. Hobbies? Fehlanzeige! Was macht er denn gerne? Geht er ins Kino? Ich weiß nicht. Aber beruflich macht er irgendwas mit Handys…

Für alle, die dieses Jahr von solchen Leuten aus der Mobile Branche rund um Weihnachten eingeladen werden, finden sich hier ein paar Tipps – von ganz nerdig bis fast seriös -, womit man diese wenigstens halbwegs geistreich beschenken könnte:

Sherlock – Die Serie

Mit Filmen kommt man immer irgendwie gut an und wenn diese dann noch äußerst geistreich und intelligent umgesetzt wurden und Mobiltelefone drin vorkommen, kann man wenig falsch machen. Die BBC-Serie “Sherlock” transportiert Sir Arthur Conan Doyles bekannten Detektiven in die heutige Zeit: Wie hätte Sherlock seine Fälle gelöst, wenn er mit heutigen technischen Möglichkeiten ausgestattet wäre? Auf äußerst intelligente Art und Weise wird die übliche Technik in die Handlung mit eingeflochten, die ansonsten von den beiden stark aufspielenden Darstellern Benedict Cumberbatch als Sherlock Holmes und Martin Freeman (“Frodo” aus “Der Hobbit”) als Dr. Watson bestimmt wird. Jede Staffel beinhaltet nur 3 Folgen à 90 Minuten, die jeden Tatort und so manchen Kinofilm in Sachen Spannung, Qualität und Intelligenz in den Schatten stellen. Und die Cliffhanger am Ende jeder Staffel sind dermaßen heftig, dass im Internet mittlerweile ein echter Fankult entstanden ist, in dem über die bevorstehende Auflösung (Drehbeginn der dritten Staffel ist erst im Januar 2013) heftig diskutiert wird. Äußerst sehens- und schenkenswert. (Staffel1, Staffel2, ca. 18€ pro Staffel)

Tankbot für iPhone

Das iPhone als Fernsteuerung für kleine Roboter – nun endlich finanzier- und schenkbar. Der kleine Tankbot lässt sich mit dem Mobiltelefon steuern, die App dazu gibt es im AppStore zum Download. Doch der kleine Roboter lässt sich nicht nur fernsteuern, durch seine Sensoren findet er z. B. auch halbwegs künstlich intelligent seinen Weg durch ein Labyrinth oder durch das Papierstapelchaos am Arbeitsplatz. Ideal für etwas höherwertiges Wichteln, als Mitbringsel oder eben Weihnachtsgeschenk (Link, ca. 20€).

AR Drone Parrot

Das Urgestein der mit Smartphone ferngelenkten Fahr- oder Flugzeuge. Zwar schon 2 Jahre alt, aber noch immer ein Highlight unter dem Weihnachtsbaum und natürlich auch in der monatlichen Gehaltsabrechnung: Fast 300€ ist der nicht ganz kleine Helikopter wert, die Möglichkeiten für interessante Filme, “Erkundigungen” in der Nachbarschaft etc sind allerdings immens. So gibt es mittlerweile sogar kleine Filmwettbewerbe, wer mit der Drohne den besten Film dreht. (Parrot 1.0: ca. 260€ bei eBay, Parrot 2.0: ca. 290€)

popSLATE – iPhonehülle mit E-Ink-Display

iPhone-Hüllen gibt es in jeglicher hässlicher Form. Da kauft man sich ein teures Handy mit schickem Design und hat dann so Angst davor, dass es runter fällt, dass man das teure Design mit Billigplastik erfüllt. Das muss nicht sein: popSLATE enthält ein eigenes Display – mit E-Ink-Technologie -, welches einem das Anpassen der Hülle besonders einfach macht. Der Haken: Noch gibt es diese Hülle leider nicht (wir hatten schon vor einer Woche davon berichtet), doch die erforderlichen 150,000$ Startkapital des Startups wurden nun Dank Crowdfunding erreicht und die Hülle kann in Produktion gehen. In diesem Fall ist also ein Gutschein fällig… oder doch erst zum Osterbrunch! (Link)

Buch: “Besser als die Wirklichkeit”

Euer Gastgeber liest gerne? Oder hängt er in seiner Freizeit lieber vor seiner Mobile Console und zockt die neuesten 3D-Shooter? Egal, dieses Buch verbindet beide Themen auf gelungene Weise. Jane McGonigal zählt zu den kreativsten Menschen dieser Zeit und führt lesenswert und faktenreich in die Frage ein, warum Gamer glücklichere Menschen als normal arbeitende Menschen sind und was wäre, wenn man die immense Kreativität, die Leidenschaft und das Engagement, das die Gamer ins Spielen investieren, für die reale Welt nutzbar machen könnte? 400 Seiten ist der Schmöker dick, aber es sind tatsächlich Thesen drin, die ein komplett neues Bild auf Videogamer werfen. Vielleicht sollte ich auch wieder mehr spielen statt zu programmieren? Das Buch hat mich jedenfalls komplett überzeugt. (neu erschienen, z. B. bei Amazon, ca. 20€)

Comics: Game Over

Frankreich hat den deutschem Comicmarkt in Sachen Beliebtheit, Popularität, Qualität und Quantität einiges voraus. Ebenfalls für Spieler jeglicher Art – vor allem den Mittdreißigern, die in der Mobile Branche oft aufzufinden sind – ist die französische Comicreihe, die sich den Klischees gängiger Videogames angenommen hat. Pro Seite ein Strip und er endet immer gleich, doch die Wege dahin sind nicht nur kreativ, sondern auch sehr originell und vor allem für Menschen, die in ihrer Jugend viel am Computer gespielt haben, durch den Retroeffekt extrem witzig. Und fast alles pantomimisch: Französisch wird lediglich in 3 – 4 Strips gesprochen, die Abenteuer des kleinen Helden Die Comics gibt es zu vernünftigen Versandkosten leider nur bei Amazon in Frankreich, andere Anbieter  – vor allem in Deutschland – habe ich leider noch nicht ausmachen können. (Amazon.fr, pro Band ca. 10€)

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Patrick Voelcker

Patrick beschäftigt sich beruflich und privat seit 2005 neben der Webprogrammierung auch mit der Entwicklung von Mobile und Native Apps. Er ist Rich Media Innovation Specialist bei Google und Autor des Buches "Spiele programmieren für iPhone und iPad" (dpunkt-Verlag). Außerdem ist er Gastdozent an der Popakademie Baden-Württemberg und der Filmschule Köln. Auf Mobile Zeitgeist schreibt er dementsprechend hauptsächlich über Trends und Entwicklungen in Mobile Entertainment [XING]

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