Ansicht der Rückseite der neuen Galaxy Camera mit Android 4.1

Am 28. November 2012 Von In Märkte, Mobile Plattformen, Unternehmen

Digitalkamera mit Android – alles, außer telefonieren

Warum eigentlich nicht? Warum kann man mit der neuen Samsung GALAXY Camera, die ab heute offiziell im Handel ist, nicht auch noch telefonieren? Schließlich geht Telefonieren auch mit dem Samsung Galaxy Tab 2, und das sieht am Ohr sicher noch um einiges schräger aus. Jedenfalls hat die neue Kamera, die auf der IFA bereits vorgestellt wurde, eigentlich alles andere mit an Bord, was notwendig wäre: Das Betriebssystem mit Android 4.1 sowieso, vor allem natürlich die 3G-Konnektivität.

Rückseite der neuen Galaxy Camera mit Android 4.1

Stellt sich also die spannende Frage, ob eine Kamera mit Android wirklich der Befreiungsschlag für die Digitalkameras werden kann, die von den Smartphones zunehmend unter Druck gesetzt werden. Sicher, die Fotos sollten mit dem neuen Typ von Smart Camera dank besserer Optik und echtem Zoom noch besser sein als bei heutigen Smartphones.

Reicht das, um sich neben einem Smartphone aber noch eine Kamera zuzulegen, auf der man dann ebenfalls Apps und Accounts verwalten kann, eher muss? Ich bin skeptisch.

Allerdings unterstreicht die Kamera einen anderen Trend: Die Ver-SIM-ung unserer elektronischen Umwelt. Hatten wir früher eine SIM-Karte für unser Handy (heute Smartphone), begegnen uns diese in immer mehr Geräten: im Auto, Tablet, eBook-Reader und jetzt eben auch in der Kamera.

Diese Entwicklung wird in den kommenden Jahren spannend zu beobachten sein, etwa wie die Telekommunikationsanbieter damit umgehen, Stichwort Preis- und Vertragsgestaltung. Jedenfalls spannender als Digitalkameras mit Smartphone-Betriebssystem und App-Store, an deren Zukunft ich nicht so recht glauben mag.

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Jörg Ruwe

Jörg Ruwe ist Experte für Digitale Strategien und hilft Unternehmen, ihren erfolgreichen Weg in das mobile Internet zu gehen. Er ist selbstständiger Berater und kennt den Mobile Markt seit den ersten Gehversuchen mit WAP im Jahr 1999. Unter anderem als Management Consultant für Kienbaum und zuletzt als Geschäftsführer von Sevenval hat er in über 200 Projekten erfolgreich digitale Geschäftsfelder erschlossen für namhafte Unternehmen aus Industrie, Medien, Handel und Finanzen.

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