Umfrage von cio.de zu BYOD

Am 24. Oktober 2012 Von In Devices, Mobile Security, Technologien

Bring Your Own Device (BYOD) ist tot!

Seit über einem Jahr wird diese schlichte Botschaft wie ein Mantra von mir wiederholt, an vielen Stellen nachzulesen. Heute stosse ich nun auf eine Bestätigung an einer Stelle, wo ich diese am wenigsten erwartet hätte. cio.de, das Online-Angebot des CIO-Magazins, hat selbst lange den Hype um BYOD massgeblich mit befeuert und noch jedes noch so abstruse Bäuerchen von Gartner als Erkenntnis in die IT-Landschaft transportiert.

Heute lese ich nun mit Interesse den Beitrag Leser widersprechen Gartner – Hype vorbei: BYOD vor dem Absturz. Was ist der Grund? cio.de hat seine Leser (zu denen vermutlich auch CIOs gehören) befragt, was sie von dem Hype um BYOD halten. Und 58,2 % der 543 Teilnehmer haben gesagt: BYOD war schon immer ein überschätzter Hype.

Mir stellt sich die Frage, warum cio.de nicht schon längst einmal diese Frage gestellt hat – das hätte viel heiße Luft zum Thema vermieden. Denn genau dasselbe sagen mir IT-Verantwortliche und CIOs seit rund einem Jahr tagtäglich.

Tipp für die Redaktion von cio.de: Befragen Sie einfach auch einmal Mitarbeiter und Betriebsräte mit folgenden drei Fragen:

  • Erwarten Sie von Ihrem Unternehmen, dass es Ihnen die für Ihre Arbeit notwendigen Arbeitsmittel kostenlos zur Verfügung stellt?
  • Sind Sie bereit Ihrem Unternehmen – ggf. gegen Kostenersatz – Ihr privates Smartphone zur Erbringung Ihrer Arbeit zur Verfügung zu stellen?
  • Sind Sie damit einverstanden, dass das Unternehmen Zugriff auf Ihr Smartphone erhält um die Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens durchzusetzen?

Ich stelle diese Fragen in Meetings und Workshops jede Woche mehrmals und kenne die Antwort. Außer bei einigen IT-Geeks der IT-Abteilung und manchmal noch einigen wenigen Kreativen lautet die Antwort unisono “Nein” hinsichtlich der Bereitschaft private Geräte der Firma bereitzustellen, die überwältigende Mehrheit der Mitarbeiter erwartet kostenlose Arbeitsmittel von der Firma. Aber auf Mitarbeiter zu hören ist in Deutschland 2.0 oft sehr uncool geworden.

PS: Gartner liegt fast immer falsch – schlaue CIOs wissen das und hören nicht mehr auf diesen abstrusen Anbieter, der sinnvollerweise unter alle seine “Studien” schreibt, keine Verantwortung für eben diese Studien zu übernehmen. Research Made in USA eben!

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Klaus Düll

ist seit vielen Jahren der Mobility im Enterprisebereich verbunden. Er ist ein international angesehener Consultant für mobile Fragen von Unternehmen und der Kopf hinter der datomo Mobility Suite, einer führenden mobilen Applikationswelt für Unternehmen. Zu seinen Hobbys gehört auch das Schreiben über Mobility, was er seit vielen Jahren tut. Andere Beiträge von ihm findet man im Pretioso Blog.

5 Antworten

  1. Gartner und CIO bashing ok – aber bei Ihren 3 Fragen kenn ich schon, besonders bei der ersten Frage, auch klare Ja´s. Ist das Smartphone dann ein Firmengerät, dann ist BYOD natürlich auch hinfällig. Wir diskutieren dann nur noch, wie darf das Firmenphone privat genutzt werden.

    •  Vielen Dank für Ihren Hinweis, Herr Franzl. Sie haben völlig Recht, auf Frage 1 lautet die Antwort immer “Ja”. Ich werde den Artikel diesbezüglich präzisieren.

  2. Hallo,
    ich bin derzeit dabei meine Masterthesis zu schreiben. Es wäre sehr freundlich, wenn Sie mich unterstützen könnten und den folgenden Fragebogen ausfüllen würden:
    http://ww2.unipark.de/uc/Projekt_Flierdt/c842/ospe.php?SES=4f9fae739e467caf0b96cb26b219add1&syid=76251&sid=76252&act=start

    Vielen Dank und mit besten Grüßen
    Mvdf

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