Aktuell von der K5: Mobile Shopping auf der Schwelle zum Massenmarkt

Das Thema Mobile steht in der gerade statt findenden K5-Konferenz zwar nicht im Mittelpunkt, lugt aber immer wieder aus den Winkeln eines Vortrags mal stärker, mal schwächer hervor. Interessante Zahlen wurden von Dr. Johannes Schneller vom Allensbach Institut präsentiert, der erste Ergebnisse der ACTA-Studie vorstellte. Die komplette Studie wird erst im Oktober veröffentlicht.

K5 Konferenz

Die wichtigsten Punkte in der Zusammenfassung (die Zahlen beziehen sich auf deutsche Nutzer zwischen 16-64 Jahre):

  • Mobile Shopping wird im laufenden Jahr erstmals zu einem wirklich relevanten Faktor im eCommerce. Die Umsatz- und Nutzungszahlen sind stark wachsend und verändern die Strukturen des eCommerce.
  • In 2012 sind schon 74% der untersuchten Bevölkerungsgruppe Online-Shopper. Interessant: Die Anzahl der Vielbesteller wachsen und die meisten Nutzer erwarten in Zukunft noch stärker online zu shoppen.
  • Mobile Shopping boomt (jetzt aber wirklich): 28% der mobilen Nutzer kaufen mobil. Für 2012 bedeutet das einen Zuwachs von 1,71 Mio. Nutzern auf 4,42 Mio. Nutzern, also einem Plus von 258%.
  • Trotzdem sind Mobile Shopper immer noch die Early Adopter im Vergleich zum Durschnittsindex (der mit 100 angegeben wird). Der männliche Anteil ist höher (117 im Vergleich zum Index), die Mobile Shopper sind jünger (150 im Vergleich zum Index, die jünger als 40 Jahre alt sind) und sind schon jetzt bereit, mehr Geld für Gadgets und Unterhaltungselektronik zu investieren.
  • Paid Content funktioniert Mobile besser als beim Desktop-Internet: Musik-Downloads werden von 33% der Nutzer gekauft (vs. 16% im Desktop-Web). Filme werden von 19% der Nutzern gekauft (vs. 7% im Desktop-Web). Hörbücher von 8% (vs. 3%). Zeitungen / Zeitschriften ebenfalls 8% (vs. 2%).

Entgegen vieler Zweifel steht Mobile Commerce also selbst im eher zurückhaltenden Deutschland (UK und Skandinavien sind um einiges Mobile Shopping-affiner) auf der Stelle zum Massenmarkt.

Stefan Pahl

Stefan Pahl

Seit 2005 ist Stefan Pahl als selbständiger Berater für Unternehmen der TIMES-Branche tätig. Er ist Produktmanager, Projektmanager, Strategieberater und leidenschaftlicher Konzepter von neuen Web- und Mobile-Applikationen, z.B. für Firmen wie Deutsche Telekom, 1&1, MSN, FOCUS Online und Condé Nast. Nebenbei betreibt er sein Hobby Appkit, der Check-In-Service für Apps.

3 Kommentare

  • Christian Hörner

    Die Problematik dieser Studien ist immer und immer und immer wieder die fehlende Definition, was ein mobiler User überhaupt ist.

    Ist der Zugreisender, der an seinem Notebook arbeitet, der mobile User, oder doch der, der daheim auf seiner Couch mit seinem Smartphone rumspielt?

  • Sehr schöne Zahlen, die wir genauso sehen!

  • Alexander Maximilian Maier

    Schön das hier, nach der Tradedoubler-Studie und auch der Paypal-/Shopgate Gemeinschaftsstudie (https://www.paypal-deutschland.de/presse/mitteilungen/2012/1260427.html), erneut unmissverständliche Fakten auf den Tisch kommen. Smartphones sind elementarer Bestandteil der vorbereitenden Informationsrecherche im Kaufprozess und Herzstück im Cross-Channel-Vertrieb geworden. Hohe Transaktionsrelevanz haben mobile Endgeräte bereits bei “Verbrauchsartikeln”, und Gütern des regelmäßigen Bedarfs erlangt. Wenn es darum geht, so einfach und unkompliziert wie möglich nach zu bestellen. Oder ganz konkret im Bereich Pharmazeutika, mit Konversionsraten bis 15.

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