Heiko Kasper

Am 19. Juni 2012 Von In Interviews, Mobile Advertising, Unternehmen

Interview: Heiko Kasper von Sponsormob (Teil 3/3)

Das Unternehmen Sponsormob aus Berlin ist seit 2006 aktiv als Dienstleister für Mobile Werbung. Ihr Slogan „Mobile Conversions. Data-Driven. Worldwide“ deutet die Ausrichtung bereits an: Sponsormob verbindet technisches Know-how mit Kunden-individuellen Angeboten und arbeitet aus Deutschland heraus bereits aktiv mit einem Büro in den USA. Wir hatten die Möglichkeit im Rahmen der Internet World 2012 mit dem Director of Business Development Heiko Kasper zu sprechen.

Heiko Kasper Sponsormob

Würdest du eine Aussage treffen wollen, von welchen Mediakanälen Gelder zu Gunsten von Mobile abgezogen werden?

Das ist relativ speziell und individuell. Im Moment kommt es primär aus dem Onlinebudget, weil Mobile auch als Digital gilt und dort herausgezogen wird. Daher sind die Mobile Advertising-Spendings etwas überschaubarer, als sie sein müssten. Jeder weiß, dass dort ganz andere Summen im Umlauf sind als bei Print oder TV. Immer häufiger ziehen Kunden aber auch Gelder aus Print und TV ab. Ob diese aber 1:1 direkt in Mobile Advertising wandern, muss sich noch zeigen.

Eine Interessensfrage: Sind für Euch In-App Banner oder Mobile Webseiten wichtiger?

In-App Advertising ist insofern wichtiger, weil mehr Traffic vorhanden ist. Android hat iOS im Traffic überholt. Von der Qualität her ist das Device aber besser als Android. Was die Conversionrates und Klickraten angeht, liegt das iPhone klar vorne.

Gerade eben habt ihr das Thema „Click to Call“ sehr groß vorgestellt und auch zwei Partnerschaften abgeschlossen. Für was braucht ihr diese Partner?

Wir brauchen sie, um unser Tracking zu erweitern. Der Kunde will nicht nur wissen, ob ein Lead auf den Anruf-Button (z.B. in der App) geklickt hat, sondern wie lange der Konsument mit dem Callcenter telefoniert hat. In dieser Zeit können wir einschätzen, ob es ein valider Konsument ist oder nicht. Dann kann man die Verantwortung für den Kunden an das Callcenter abgeben und wir haben einen validen Kunden generiert.

Wen siehst du als Eure Hauptkonkurrenz?

Gute Frage. Wenn man es platt betrachtet: jeden, der um Werbebudgets im Mobile Advertising kämpft.

Wir bieten eine unterschiedliche Bandbreite an Produkten an und fahren auf Action-Basis Kampagnen.. Für die meisten Anbieter hört es mit CPC auf und bei uns ist es schon so, dass wir gerne möchten, dass der Werbekunde darüber hinaus geht: Click Kampagnen mit Conversions-Optimierung bis hin zu Cost per Lead oder Cost per Sales. Der Kunde soll das buchen können, was zu ihm passt. Das können nur wenige in Deutschland.

Zum Abschluss: Ich habe mich gerade mit Bernd Lindemann (Geschäftsführer von DigitalMobil) unterhalten. Wir haben beide das Gefühl, dass die Themen mit den Kunden ernsthafter werden. Es geht nicht mehr um einen Chef, der irgendeine App will, sondern um ganzheitliche Ansätze. Siehst du das genauso? Ist deiner Meinung nach in den Agenturen genügend Mobiles Know How vorhanden?

Es ist sicher nicht so, dass flächendeckend überall in Media- oder Kreativagenturen Experten sitzen. Aber es ist zunehmend erkennbar, dass Mobile Teams oder Heads aufgebaut werden. Nehmen wir Plan.net Mobile mit Florian Gmeinwieser die schnell und schon vor langer Zeit erkannt haben, dass man dort was machen kann. In der Vergangenheit gab es teilweise schon Mobile Spezialisten, die jedoch im Zuge des –teilweise- verschleppten Mobile Aufschwungs wieder abgebaut wurden und jetzt werden diese Kompetenzen wieder aufgebaut.

Generell würde ich aber sagen, dass das Verständnis stark gestiegen ist. Vor allem auch durch die eigene Nutzung. Als ich 2007 Workshops bei Agenturen gemacht habe, gab es noch kaum jemanden, der ein internetfähiges Handy hatte. Inzwischen gehen bei der Frage nach Smartphones alle Hände in die Höhe. Kunden, als auch Agenturmitarbeiter, konsumieren selber und sehen dadurch auch das Potenzial. Man muss nicht mehr argumentieren, wie wichtig Mobile ist. Jeder sieht es. Man muss nur für jeden den richtigen Weg finden, der passt. Nur eine App zu machen ohne einen klaren Mehrwert ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Die Kunden werden durch diese Entwicklung auch mutiger, etwas auszuprobieren. Gerade Rich Media Werbemittel mit Videos sind in diesem Zusammenhang sehr gefragt. Es ist großartig zu sehen, dass dies auf den Smartphones inzwischen so gut funktioniert.

Über den Autor: Dominik Ueblacker ist Mitgründer und Geschäftsleiter für Marketing und Vertrieb bei der Weptun GmbH. Seit 2010 setzt die Entwicklungsfirma für iOS und Android Business Apps um. Privat kickt er in einer Freizeitmannschaft oder schwärmt von seine Heimatstadt München.

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