Heiko Kasper

Am 13. Juni 2012 Von In Interviews, Mobile Advertising, Unternehmen

Interview: Heiko Kasper von Sponsormob (Teil 2/3)

Das Unternehmen Sponsormob aus Berlin ist seit 2006 aktiv als Dienstleister für Mobile Werbung. Ihr Slogan „Mobile Conversions. Data-Driven. Worldwide“ deutet die Ausrichtung bereits an: Sponsormob verbindet technisches Know-how mit Kunden-individuellen Angeboten und arbeitet aus Deutschland heraus bereits aktiv mit einem Büro in den USA. Wir hatten die Möglichkeit im Rahmen der Internet World 2012 mit dem Director of Business Development Heiko Kasper zu sprechen.

Das Interview werden wir in drei Teilen veröffentlichen. Heute den zweiten Teil und der dritte in den kommenden Tagen.

Heiko Kasper Sponsormob

Wie schwierig ist es für Dich die zwei unterschiedlichen Kundensegmente (Sponsormob adressiert Publisher und Anbieter von Apps sowie mobilen Webseiten) zu trennen und anzusprechen?

Wir haben zwei unterschiedliche Teams, die das machen. Es wird also gleich bei der Anfrage und Ansprache getrennt. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, beide Seiten im Blick zu behalten. Im Laufe der Entwicklung war es leichter, neue Publisher zu gewinnen. Einfach auch weil allgemein das Datenvolumen zugenommen hat und der Markt für mobiles Internet jedes Jahr um bis zu 50 Prozent wächst.

Wenn wir ehrlich sind, hören wir seit Jahren, es kommt jetzt der große Knall und die großen Spendings im Mobile Advertising. Bis jetzt ist der Anteil der Mobile Spendings an den Gesamtausgaben mit 1-2 % weiterhin minimal. Glaubst du, der Knall wird kommen?

Ich denke, dass der Knall da war, nur nicht ganz so laut wie wir alle vielleicht gedacht haben. Wenn wir etwas zurückdenken: Ich war davor in einem Unternehmen, in dem ich Mobile Ads verkauft habe, aber eher Imageorientert für größere Brands. Da waren es die Leuchttürme wie Coca Cola und Mercedes Benz, die Geld in die Hand genommen haben, um das Ganze voranzutreiben. Das passiert jetzt seit einigen Jahren. Gleichzeitig gab es aber auch erste performance-orientierte Unternehmen die schon sehr viel Werbung gemacht haben, aber vielleicht kaum einem aufgefallen sind. Stichwort Klingeltöne.

Das Performance-Thema wird meiner Ansicht nach weiter wachsen. Also neben den Leuchttürmen kommen verstärkt vertriebsorientierte Kunden, die hier Kampagnen buchen. Und das wird noch weiter zunehmen, weil auch Traffic und Nachfrage größer werden.

Wird der Mittelstand dieses Thema annehmen? Mobile ist dort noch nicht wirklich angekommen, aber Mobile Werbung schon gar nicht?

Wie definierst du den Mittelstand? Ein mittelständsiches Unternehmen aus dem Schwarzwald, welches Bremsen herstellt wird eher nicht in dem Bereich aktiv sein. Ist es aber ein mittelständisches Unternehmen im Entertainment oder Tourismusbereich, kann das gut passen. Immer dort, wo die Konsumenten ein Bedürfnis, haben On-The-Go informiert zu werden, kann es passen.

Habt ihr bereits Mittelständler als Kunden?

Nein, es sind primär große Unternehmen z.B. Versicherungen, die performance-orientiert Werbung oder Leadgenerierung via Mobile machen.

Ist es für „die Großen“ Teil der Marketing- und Sales-Kampagne, oder handelt es sich eher um Mobile-Versuchsballons?

Zunehmend wird Mobile Advertising in die Planung aufgenommen. Sowohl Kreativ-, als auch Mediaagenturen ziehen Mobile immer mehr in Betracht. Man kann sicher darüber diskutieren, in welcher Form das passiert. Aber ich gehe stark davon aus, dass bei der Kampagnenplanung Mobile neben Online eine immer wichtigere Rolle spielt und eingeplant wird. Auch in Verbindung mit Facebook und Twitter. Oft ist dieser crossmediale Ansatz noch nicht genau definiert und stellt eine Herausforderung dar, aber wir sehen vermehrt diese Planungen.

Ergo positioniert ihr euch bei den Agenturen?

Ja, auch bei Agenturen, weil Agenturen meist der Hauptansprechpartner für Mediaplanungen eines Kunden sindund interessante Kunden haben, die ein gewisses Budget für Mobile Advertising freimachen können. Nichtsdestotrotz gibt es Unternehmen, die vertriebsorientierte Ziele verfolgen und dabei nicht zwangsläufig über Mediaagenturen agieren.

Über den Autor: Dominik Ueblacker ist Mitgründer und Geschäftsleiter für Marketing und Vertrieb bei der Weptun GmbH. Seit 2010 setzt die Entwicklungsfirma für iOS und Android Business Apps um. Privat kickt er in einer Freizeitmannschaft oder schwärmt von seine Heimatstadt München.

 

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