Heiko Kasper Sponsormob

Am 6. Juni 2012 Von In Interviews, Mobile Advertising, Unternehmen

Interview: Heiko Kasper von Sponsormob (Teil 1/3)

Das Unternehmen Sponsormob aus Berlin ist seit 2006 aktiv als Dienstleister für Mobile Werbung. Ihr Slogan „Mobile Conversions. Data-Driven. Worldwide“ deutet die Ausrichtung bereits an: Sponsormob verbindet technisches Know-how mit Kunden-individuellen Angeboten und arbeitet aus Deutschland heraus bereits aktiv mit einem Büro in den USA. Wir hatten die Möglichkeit im Rahmen der Internet World 2012 mit dem Director of Business Development Heiko Kasper zu sprechen.

Das Interview werden wir in drei Teilen veröffentlichen. Heute den ersten Teil und die beiden anderen in den kommenden Tagen.

Hallo Heiko. Zum Einstieg – Was macht Sponsormob?

Wir machen Werbung auf mobilen Endgeräten und stellen das Thema Mobile Conversions in den Mittelpunkt. Für uns kann das sowohl die Generierung eines Leads als auch ein Sale für digitale Produkte sein. Natürlich geht es auch App-Download Kampagnen oder wir entwickeln Cost-Per-Click Kampagnen für unsere Kunden.

Wir sind eines der ersten Unternehmen, das Mobile Realtime Bidding mit diversen Netzwerken anbietet. Damit können wir im Wimpernschlag auf Ad-Impressions bieten und werden gleichzeitig mit jeder Kampagne besser, denn unsere Algorhythmen lernen dazu. Dabei schalten wir Werbung auf mobilen Webseiten und Apps.

Was waren die ersten Plattformen?

Natürlich Feature Phones. Dort standen vor allem noch Ringtones im Vordergrund, was sich dann permanent weiterentwickelt hat. Peter Glaeser und Jet Patel haben damals erkannt, dass sich dort ein neuer Markt auftut. 2009 kamen die ersten Mitarbeiter. Jetzt 2012 haben wir 25 Mitarbeiter und ein erstes Büro in den USA. Auf Grund dieser langjährigen Aktivitäten haben wir eine große Publisher-Basis.

Seid ihr eigentlich Dienstleister oder eher technischer Experte? Wieviel Dienstleistung ist wirklich Teil eures Tagesgeschäfts?

Sowohl als auch! Wir bauen stark auf unsere eigene Technologie. Die meisten technischen Features, die wir entwickelt haben, sind von uns selbst. Schon 2006 hat Peter ein eigenes Advertising System und dazugehörige Algorhythmen gebaut. Inzwischen haben wir mehrere Vollzeit Entwickler, die unsere Technik weiterbringen.

Wir sind Dienstleister, wenn der Kunde Werbung im mobilen Internet machen will und auch performance-orientiert abrechnen möchte. Das heißt konkret: Was technisch im Hintergrund passiert, soll den Kunden nicht so stark belasten. Natürlich müssen wir je nach Kundenwunsch Tracking o.Ä. einbauen, aber Details sollten für den Kunden nicht so wichtig sein. Der Need des Kunden und die Ergebnisse stehen im Vordergrund.

Auf Eurer Website sprichst du vom „außerordentlichen technologischen Vorsprung im Mobile Bereich“ für Sponsormob. Siehst du den Vorteil immer noch?

Ja, ich sehe den Vorteil noch, aber nicht mehr in allen Bereichen. Es ist z.B. kein Hexenwerk, App Downloads zu tracken. Aber das Realtime Bidding- Thema kann nicht jeder. Wir sind immer wieder auch technisch voraus, weil wir Inhouse entwickeln. Wenn man bedenkt, dass wir kein VC optimiertes Unternehmen sind, ist das schon ein sehr guter Stand. Peter Glaeser und Jet Patel haben Sponsormob ohne Finanzierung gegründet und die Firma ist organisch gewachsen. Keine Finanzierungsrunde war notwendig, obwohl einige angeklopft haben.

Seid ihr auf der Suche nach Finanzierung?

Ich glaube nicht, dass wir im Moment etwas suchen.

Ihr seid schon länger in den USA aktiv und habt gerade nochmal mit einem eigenen Büro dorthin expandiert. Was waren die Gründe dafür?

Die USA sind sehr groß und bieten viel Potenzial für Mobile Advertising. Klar ist es in manchen Punkten auch dem hiesigen Markt voraus. Da ist es wichtig, dort möglichst früh Umsätze zu machen. Wir hatten bisher nur eine Vertriebsmannschaft in Amerika und wollten jetzt auch physisch ein Büro haben, um noch aktiver sein zu können. Das hat natürlich auch Servicehintergründe: In den USA herrscht eine andere Wahrnehmung und die Kunden wollen Ihre Antworten immer sofort haben. Aus Berlin heraus on Time zu anworten ist nicht ganz einfach.

Die Expansion in den USA kam aber auch mit Kunden und war nicht am Reißbrett geplant. Wir haben dort schon ein paar Preise als Affiliate Tech Company gewonnen.

Über den Autor: Dominik Ueblacker ist Mitgründer und Geschäftsleiter für Marketing und Vertrieb bei der Weptun GmbH. Seit 2010 setzt die Entwicklungsfirma für iOS und Android Business Apps um. Privat kickt er in einer Freizeitmannschaft oder schwärmt von seine Heimatstadt München.

 

 

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