App Vermarktung – was wirklich zieht

grey App Vermarktung   was wirklich zieht sind en Vogue. Das Geschäft mit den mobilen Alleskönnern beschäftigt eine wachsende Zahl von Entwicklern, Produktmanagern, Geschäftsführern und Vorständen. Wer die richtige Geschäftsidee hat, kann diese mit vergleichsweise wenig Geld umsetzen. Distribution und Bezahlprozess erledigen Apple respektive Google. Goldene Zeiten für Menschen mit Ideen?

Wenn es so einfach wäre! Die schiere Anzahl der Apps in den App Stores führt dazu, daß auch gute Ideen untergehen, wenn sie nicht wahrgenommen werden. Nur: wie schafft man es, unter der Masse hunderttausender Apps sichtbar zu werden?

Gregor Vollbach hat eine Diplomarbeit darüber geschrieben. Seine Untersuchung gibt Entwicklern wertvolle Hinweise, mit welchen Methoden sie ihre Apps am wirksamsten unters Volk bringen. Über ein Online-Survey hat er 341 Nutzern von Apps befragt, wie sie eine App entdeckt haben und welche Faktoren sie von der App überzeugt haben.

Entdecken

Eine der spannendsten Erkenntnisse der Umfrage ist, wie Nutzer Apps entdecken. Hier die wichtigsten Wege:

  1. Beim Stöbern im App Store (33%)
  2. Bei der Suche nach einer bestimmten Funktion (33%)
  3. Durch Blogs und Reviews (16%)
  4. Über Freunde oder Bekannte (13%)
  5. Durch Werbung (4%)

Tipps für die Praxis:

  • Durch Stöbern entdeckt zu werden setzt voraus, daß eine App es in die Top-Listen schafft
  • Ein App Boosting hilft, eine neue App temporär in die Top-Listen hochzuschießen – danach muss sie sich selbst tragen
  • Die Auswahl der richtigen Keywords hilft Nutzern, die App zu finden. App Store SEO kostet wenig und hat viel Potential
  • Werbung spricht nur wenige Nutzer an. Darüber nachhaltig Downloads generieren geht nur für hochprofitable Apps

Conversion

Sobald ein Nutzer eine App entdeckt, muss die Darstellung im App Store ihn überzeugen – sonst sucht er weiter. Entscheidend für die Conversion sind:

  1. eine knackige Beschreibung der App
  2. attraktive Screenshots
  3. gute Bewertungen der Nutzer

Tipps für die Praxis:

  • App-Beschreibungen werden heute stiefmütterlich behandelt. Hier liegt viel Potential .
  • Entscheidend sind die ersten 300 Zeichen
  • Wer brilliante Opener sehen will, sollte die Beschreibungen von Flipboard oder Garageband studieren
  • Auch Screenshots werden selten ausgereizt. Die besten erzählen eine Geschichte. Großartiges Beispiel: Skobbler
  • Gute App Store Ratings kommen nicht von alleine. Wer schlau ist, lädt seine Nutzer aktiv zu einer Rezension ein

Begleitende Maßnahmen

Bei Off-Store Maßnahmen ziehen die folgenden Dinge:

  1. Präsenz in Blogs
  2. Diskussionen in Nutzerforen
  3. Eine attraktive Landingpage

Tipps für die Praxis:

  • Wer eine Website betreibt, sollte jeden Smartphone-Besucher automatisch auf eine dedizierte Landingpage umleiten. Beispiel: klicktel.de
  • Klassische Pressemitteilung zeigen selten Wirkung, dafür gibt es einfach zu viele App Launches
  • App-Blogger sind viel aufgeschlossener. Relevante Blogs findet man schnell, individuelle Anfragen kosten nichts

Die Ergebnisse der Umfrage gibt es hier zum Download. Pflichtlektüre für jeden, der eine Apps herausgibt.

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Martin Lawrence

Martin Lawrence ist Senior Produktmanager bei telegate MEDIA (vormals klickTel). Hier ist er für die Entwicklung der Portale und mobilen Anwendungen verantwortlich. Seit 10 Jahren im Thema Internet. Seit fünf Jahren mit Fokus auf Consumer-Anwendungen. XING.

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2 Kommentare

  • Christoph König

    Kann mir bitte jemand erklären wie ein App Boosting genau funktioniert? Für jede Hilfe wäre ich sehr dankbar!

  • S.FEH

    Viele Apps werden als Me-To-Anwendungen entwickelt. Es wird dann nur die Funktionsweise beschrieben. Neu ist weder das Eine noch das Andere. Ein Medium muss aber etwas Neues oder Nützliches bringen, um Leser zu finden. Folglich muss eine Mitteilung dies auch enthalten. Ein guter Blogger nimmt übrigens auch nicht alles. Ein App-Blogger hat sicher eine noch größere Auswahl. 

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