zuckerberg ipad

Posted On 17. April 2012 By In Devices, Mobile Commerce, Nutzerverhalten, Statistiken

Tablets sind nicht mobil

Schon 2010 hat der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg in einer Pressekonferenz etwas sehr Wahres gesagt. „iPad’s not mobile.“

Das iPad sollte man eher als ultra-portable denn als mobil bezeichnen, denn die Nutzungsszenarien von Tablets unterscheiden sich massiv von denen eines Smartphones. Dies stützt nun eine Erhebung von etracker, für die Anfang diesen Jahres die Daten sämtlicher Benchgroup-Teilnehmer in Hinblick auf die Zugriffszahlen von Endgeräten untersucht wurden, die als „mobil“ klassifiziert wurden.

  • Das zentrale Ergebnis: mobil gesurft wird vom iPad kaum.
  • 93,8 Prozent der Zugriffe per iPad erfolgten von einem stationären Internetanschluss aus.
  • Da iPads bereits 44 Prozent der Internetzugriffe mobiler Endgeräte generieren, relativieren sich damit viele Wachstumsstudien zum mobilen Markt.
  • Die fehlende Differenzierung zwischen stationär genutzten Tablets und wirklich mobil eingesetzten Endgeräten führt oft zu falschen Schlussfolgerungen.

Das ist keine neue Erkenntnis, wird aber häufig in den Unternehmen nicht beachtet. Das Tablet wird meist während der Couchtime, also abends und da dann häufig parallel zu anderen Medien genutzt. Smartphones hingegen werden mehrfach am Tag, mit einer eher kurzen Nutzungsdauer, vornehmlich in der Drive-Time verwendet. Diese Nutzungsszenarien unterscheiden sich so stark, dass die mobilen Konzepte für die Geräte entsprechend angepasst werden müssen. Kein mobiles Konzept passt zu allen „mobilen“ Endgeräten.

 

 

 

 

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Heike Scholz

Nach über zehn Jahren als Strategieberaterin für internationale Unternehmen gründete die Diplom-Kauffrau 2006 mobile zeitgeist und machte es zum führenden Online-Magazin über das Mobile Business im deutschsprachigen Raum. Heute ist sie eine anerkannte und geschätzte Speakerin und gehört zu den Influencern der deutschen Internet-Szene. Als Juryvorsitzende der Best of Mobile Awards und Advisor für Technologie-Startups fördert sie mit ihrem Engagement insbesondere die Mobile Branche in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mehr auf ihren Webseiten oder auf XING

2 Antworten

  1. Das liegt aber nicht am Tablet, sondern an der fehlenden Infrastruktur: man braucht einen teuren Mobilfunkvertrag und Empfang… eine hohe Hürde. Ich nutze mein iPad mobil und kann ein Lied davon singen, wie mies selbst die Premium-Anbieter sind. Denn ich kann in Deutschland nicht einfach mein iPad nehmen und mobil Daten anfordern – dazu geht es viel zu selten gut. Ein Telefon hat man eh dabei…

  2. Pingback: Studie: Ein Viertel der Frauen verzichtet lieber auf Sex als auf ihr Tablet | mobile zeitgeist

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