Dann doch ein Payments-Wallet bei Apple?
Der Markt für mobile Zahlverfahren ist heiß umkämpft. Die Anzahl der Anbieter und Lösungen wächst in einer Geschwindigkeit wie noch nie.
Google Wallet, Paypal, Mastercard und Visa haben sich zu Ihrer Strategie bekannt und treiben ihr jeweiliges Modell im Markt voran. Wie bereits in meinem Beitrag Ende letzten Jahres beschrieben, lässt sich Apple abermals mehr Zeit und die Fachwelt rätselt, welches Ziel die Firma aus Cupertino tatsächlich verfolgt.
Anfang November 2011 hatte Apple seine neue EasyPay Version vorgestellt. Mit dieser Funktion der „Apple Store App“ kann man in den US-Apple-Shops einkaufen, ohne an die Kasse zu gehen. In sechs Schritten kann der Kunde einen Self-Check-Out durchführen. Ob Apple einen allgemeinen mobilen mPayment Service in den Markt bringen will und ob die Nutzung der NFC Technologie dabei zum Zuge kommt, ließ sich anhand der News nicht beantworten.
Jetzt hat Apple ein Patent auf ein Kontrollsystem für mobile Zahlungen erhalten. Die darin beschriebenen Funktionen deuten darauf hin, dass der iPhone-Hersteller mal wieder weiter gedacht hat als andere und sich nicht mit der offensichtlichen Lösung zufrieden gibt. So könnte ein zukünftiges Apple-Zahlungssystem eine Reihe von sehr nützlichen Möglichkeiten für das Finanzmanagement von Privatpersonen und auch Unternehmen bieten. Vom Kunden her gedacht, um das alltägliche Leben einfacher und besser zu machen. Eltern könnten z. B. auf Basis eines Regelsystems bestimmen, in welcher Art von Geschäften ihre Kinder bis zu einem bestimmten Betrag shoppen können. Auch könnten Unternehmen die Lösung für Auslagen der Mitarbeiter nutzen.
Das Patent verweist auch auf die Nutzung der NFC Technologie sowie Zahlungs- und Kundenkarten. Somit ist wieder die Expertendiskussion angeheizt, ob und wann Apple NFC auf seinen Telefonen einführen wird und wie ein potentielles „iWallet“ aussehen könnte.
Maike Strudthoff
Maike Strudthoff ist Future Analyst und Consultant mit Spezialisierung auf Mobile Services Innovationen. Sie hilft Unternehmen die Marktentwicklungen der Zukunft zu antizipieren und Szenario-Roadmaps zu erstellen. In über 15 Jahren Berufserfahrung – unter anderem in globalen Konzernen und einer führenden Managementberatung – hat Maike zahlreichen Innovationsprojekten und Customer Centricity Initiativen zum Erfolg verholfen. Mehr über Maike auf XING, ihrer Website oder per Mail maikestrudthoff[at]mobile-zeitgeist.com














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