Studie: Mobiles Internet öffnet das Tor zur digitalen Gesellschaft
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6,5 % der Deutschen nutzen mobiles Internet, 40 Prozent würden es intensiver Nutzen, wenn die Übertragungsgeschwindigkeiten höher wären. Dies fand TNS Infratest im Auftrag der Initiative D21 in ca. 1.000 Telefoninterviews heraus.
In der Studie „Mobile Internetnutzung – Entwicklungsschub für die digitale Gesellschaft“ werden zwei zentrale Trends in der mobilen digitalen Medienlandschaft herausgestellt.
1. Smartphones und Tablets sind die Treiber der Entwicklung und erfreuen sich großer Beliebtheit!
Mittlerweile besitzen ca. 24% der deutschen Bevölkerung ein Smartphone, Tablets hingegen nennen erst 5% ihr Eigen. Hier besteht laut der Studie das größte Wachstum. Die Anzahl der Tablets wird sich im nächsten Jahr verdoppeln (4,4% planen eine Anschaffung).
Personen die bereits ein mobiles internetfähiges Endgerät besitzen, setzen dies häufiger zur Internetnutzung ein. Häufigste Anwendungen sind dabei E-Mails bearbeiten, Internetrecherche und Nachrichten lesen. Datenintensive Dienste werden weniger stark genutzt. Hier werden der weitere Ausbau von LTE und die Diffusion entsprechender Endgeräte das Nutzungsverhalten beeinflussen.
2. Deutliche Unterschiede zwischen Digital wenig Erreichten und Digital Souveränen
Die Studie unterscheidet zwischen Digital Souveränen, die den Umgang mit digitalen Medien sicher beherrschen (38% der Deutschen) und Digital wenig Erreichten. Wenig überraschend ist, dass Digital Souveräne, dass mobile Internet deutlich häufiger nutzen als digital wenig Erreichte (47% zu 14%).
Interessant ist dabei das Digital wenig Erreichte allein durch den Besitz eines mobilen Internetfähigen Endgerätes ihre mobile Online Nutzung steigern. Dadurch wird durch ausprobieren die Medienkompetenz gesteigert und die Digital wenig Erreichten werden ein Stück weit souveräner.
Der Markt hat noch großes Potential 43% der Befragten gaben an, dass sie sich vorstellen können das Internet nur noch mobil zu nutzen, dafür wären Sie bereit einen monatlichen Preis von 22,30 € zu bezahlen.
Die Studie macht deutlich: Wer über entsprechendes Equipment verfügt ist häufiger online und möchte auch die zahlreichen neuen Möglichkeiten des mobilen Internets nutzen und tut dies auch.
Erneut wird mit dieser Studie der anhaltende Trend zu „mobile“ bestätigt. Überraschende Ergebnisse werden in der Studie jedoch nicht präsentiert. Dennoch ist es schön eine Studie zu lesen, die nicht von einem kommerziellen Marktforschungsinstitut durchgeführt wurde. Die Initiative D21 mit Unterstützung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, punktet daher nicht mir überaschenden neuen Erkenntnissen sondern mit Unabhängigkeit und Seriosität.
Die Initiative D21:
Die Initiative D21 ist Deutschlands größte Partnerschaft von Politik und Wirtschaft für die Informationsgesellschaft. Sie umfasst ein parteien- und branchenübergreifendes Netzwerk von 200 Mitgliedsunternehmen und -institutionen sowie politischen Partnern aus Bund, Ländern und Kommunen. Ihr Ziel ist es, die digitale Gesellschaft mit gemeinnützigen, wegweisenden Projekten zu gestalten und Deutschland in der digitalen Welt des 21. Jahrhunderts gesellschaftlich und wirtschaftlich erfolgreich zu machen. Weitere Informationen unter www.initiatived21.de
Tobias Brockmann
Tobias Brockmann ist Managing Director des Competence Centers Connected Organization an der Universität Münster. Er promoviert im Bereich Mobile Enterprise und Social Software und ist als Dozent und Berater für die Themen Social Media und Mobile Services tätig.













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