Diesen innovativen Location Based Service bietet das vom Bundeministerium für Wirtschaft und Technologie (BMBF) geförderte und von der Europäischen Weltraumbehörde (ESA) prämierte Berliner Start-Up twofloats. Bei dem Produkt handelt es sich um eine effiziente und hoch skalierbare Lösung, um das positionsspezifische Erfassen und Verknüpfen von mehreren beweglichen Objekten auf Basis ihrer räumlichen Nähe (Proximity Detection) problemlos (per API) in bestehende Apps zu integrieren. Dies kann den Mehrwert einer App erhöhen oder völlig neue Geschäftsmodelle ermöglichen.

Bildquelle: Photo © Zina Seletskaya, twofloatsDie Standortinformationen mobiler Geräte werden genutzt, um Personen oder Objekte zu ermitteln und diese direkt in Verbindung zu bringen. Im privaten Bereich kann diese Technologie beispielsweise genutzt werden, um Nutzer darüber zu informieren, wenn Freunde oder interessante Personen in die eigene Nähe kommen. Ein ähnliches Produkt für den Endkonsumentenmarkt kennt man beispielsweise von Google Latitude. Wie können jedoch Unternehmen davon profitieren? Im Folgenden werden vier exemplarische Szenarien vorgestellt, in denen zukünftig Mehrwerte für Unternehmen bestehen.

Soziale Netzwerke: Vernetzte Businesskontakte und Personen mit gleichen Interessen finden sich gegenseitig, wenn sie in die Nähe voneinander kommen. Dies bietet ein hohes Potential für z.B. Messen und Konferenzen, da man sich nicht mehr auf den Zufall verlassen muss und so der Auf- und Ausbau von persönlichen Kontakten vereinfacht wird. Genauso kann der Service auch Freundesnetzwerke oder Datingdienste sinnvoll erweitern.

Location Based Marketing: Über Geofencing werde Kunden beispielsweise über Angebote in ihrer Nähe informiert und somit zum Point of Sale geführt. Zudem können Kunden unter dem Dach einer Marke miteinander bekannt gemacht werden. Dies kann zum Austausch von Angeboten und Erfahrungen mit dem Unternehmen  führen, die Markenbekanntheit des Unternehmens steigern und die Loyalität der Kunden stärken.

Telematikdienste: Das unkomplizierte Zusammenbringen von Fahrern und Mitfahrern ermöglicht Ad-Hoc Mitfahrgelegenheiten. Darüber hinaus können Logistikketten verfolgt und Statusinformationen wie das Erreichen eines Checkpoints übermittelt werden.

Mobile Spiele: Die eingesetzte Technologie ermöglicht sowohl großen als auch kleinen Spieleproduzenten die Entwicklung von Location Based Games. Somit können nicht nur bestehende Spiele erweitert werden, sondern auch vollkommen neue Spielmechaniken entstehen.

Es bleibt spannend, wie die Technologie eingesetzt wird und beim Kunden ankommt. Unternehmen sind aufgrund der deutschen Datenschutzgesetze und Skepsis in der Bevölkerung angehalten, mit den Standortinformation Ihrer Kunden oder Mitarbeiter sorgsam und verantwortlich umzugehen.

Weitere Informationen finden sich dazu auf der Internetseite von twofloats

 

Tobias Brockmann

Tobias Brockmann

Tobias Brockmann ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Münster. Er promoviert im Bereich mobile Enterprise und ist als Dozent für Social Media und Mobile tätig.

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