Lesetipp: Findet sich der Leser im Blätterwald für die Hosentasche zurecht?

Eine Eye-Tracking-Studie gibt Einblick in die Rezeption von iPhone-Apps und mobil-optimierten Webseiten deutscher Tageszeitungen

[Autor: Martin Krieg] Weniger die Usability der mobilen Verlags- und Medienhausangebote sondern dessen Distributionskanal steht Anfang 2012 im Fokus des Interesses, suggeriert ein Blick auf Branchenmeldungen. Sollen Apps für alle Plattformbetreiber bereitgestellt werden?

Nachdem viele Zeitungsverlage Apples mobile Endgeräte (iPhone und iPad) bestückt haben1, kommt nun Googles Android dran. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) listet am 5. Januar 2012 auf seiner Seite „Mobile Dienste“ 234 Tageszeitungstitel, die ein mobiles Angebot aufweisen, davon haben 59 einen SMS-Dienst (25 %), 183 eine mobil-optimierte Webseite (78 %) – ein sogenanntes „mobiles Portal“, 43 eine iPhone-App (15 %) und 39 der Mitgliedsblätter im BDZV eine iPad-App (16 %).
Weiter stellen sich die Verlage die Frage, ob sogenannte Web-Apps basierend auf HTML5 angeboten werden sollen oder gar eine eigene Kiosk-App (MyEdition, Pubbles, Page Place)? Gerade letzteres scheint in Bezug auf die Funktionalität, die ja Bestandteil der Usability ist, als fraglich: Ist ein Kiosk nicht bereits über das mobile Betriebssystem vorinstalliert, muss eine Kiosk-App erst aus dem entsprechenden Store heruntergeladen und dann auch noch mit Inhalten – den einzelnen Titeln – bestückt werden.

Übertragen in die nicht-digitale Welt muss der potenzielle Leser einer Zeitung oder einer Zeitschrift zuerst das Regal, den Kiosk im Selbstbausatz beispielsweise eines namhaften schwedischen Möbelherstellers aufstellen und dann auch noch die Aufgabe der Pressegrossisten übernehmen, indem er die Titel in das Regal, den Kiosk einräumt (per Tages-, Monats, Viertel- oder Jahresabonnement) – absurd!

Zwar ist der Kunde mittlerweile einiges gewohnt und wurde vor allem im Bankenbereich zu seinem eigenen Dienstleister, wenn er Online-Banking betreibt, aber gerade im entspannten ‚lean-back Modus‘, in welchem viele Zeitschriften auf Tablet-PCs zur Couchtime konsumiert werden, oder auch im ‚lean-for Modus‘, in dem Infos auf Smartphones unterwegs rezipiert werden, lässt ein solch umständliches Vorgehen als zweifelhaft erscheinen.

Wie eingangs angemerkt, hakt es derzeit nicht nur an der ‚einfachen‘ Bereitstellung (Distribution) der Angebote, am besten mit implementierter unkomplizierter Bezahlfunktion, sondern auch an der Einfachheit in der Bedienung der Inhalte, also der Frage: Kommt der Nutzer in der ‚Unterwegs-Situation‘ schnell und unkompliziert an die Nachrichten die er möchte? [...]

Weiterlesen auf Seite 6 in der aktuellen Ausgabe ‘Digital Publishing’ der mobile zeitgeist SPECIALS, die auch als iPad-App erhältlich sind.

Unser nächstes Special: Mobile Shopping (Februar 2012).

Wer als Autor in einem unserer Specials dabei sein möchte, findet die zukünftigen Themen immer hier und kann mich gern ansprechen. Ebenso bei Interesse am Sponsoring einer Sonderausgabe. Einfach eine Mail an mich heikescholz[at]mobile-zeitgeist.com.

 

 

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Heike Scholz

Heike Scholz

Heike Scholz ist Gründerin von mobile zeitgeist, Autorin, gefragte Rednerin, Dozentin und Workshop-Leiterin. Mehr auf ihren Webseiten oder auf XING

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