Ikea startet Targeted Mobile Ads über Pandora’s iPhone App

Vor kurzem habe ich über die McDonalds mobile Ads berichtet, die in die iPhone App vom Online Radio Pandora, welches sich hauptsächlich in den USA großer Beliebtheit erfreut, integriert wurde. Das gleiche Prinzip nutzt nun auch die Targeted Mobile Ad von Ikea. Hierbei werden ebenfalls die Mechanismen von Geolocation, Deals und Opt-In Möglichkeiten für Konsumenten kombiniert.

Der Titel des Werbebanners in der Pandora App lautet „Home organization made easier“. Drückt der Nutzer auf das Werbebanner öffnet sich, wie zu erwarten, eine auf mobile Devices optimierte Landing Page. Inhalt dieser Landing Page ist, entsprechend dem Titel des Banners, die neue Produktlinie zur Organisation von Ikea. Natürlich kann auch die übliche Produktpalette von Wohnzimmer über Küche bis hin zum Schlafzimmer und textilen Produkten durchstöbert werden.

Was jedoch verwundert ist, dass die Landing Page lediglich Produktinformationen trägt, es jedoch kein Feature gibt, Produkte direkt in einen Online-Warenkorb oder in einer Favoritenliste zu speichern. Es wird also „nur“ die Filialsuche per Geolocation angeboten. Hier hätte man sicherlich mehr Innovation bieten können, um den Mehrwert für den Nutzer weiterhin zu steigern. Hinzu kommen wie immer die üblichen Social Media Funktionen zum „Liken“. Neben diesen Funktionen kann per Opt-In die E-Mail Adresse oder die Mobilfunknummer angegeben werden, um zukünftig über neue Produkte und Ereignisse informiert zu werden. Das ist praktisch für den Nutzer, aber wie schmal ist der Grat zwischen praktischen Funktionen und einem tatsächlichen Mehrwert?

An meiner Schreibweise ist sicherlich zu erkennen, dass das Ganze mich mittelmäßig euphorisiert. Es zeigt, dass zunehmend mobile Werbung geschaltet wird, was in meinen Augen die Bedeutsamkeit des Mediums unterstreicht und was sicherlich alle mobilbegeisterten Personen freut, denn es zeigt das endlich mehr Schwung in’s M-Commerce kommt. Was jedoch ein wenig langweilt, ist der Aufbau der Landing Pages. Sicherlich sind sie zweckmäßig, aber es fehlt irgendwie das gewisse Etwas, das i-Tüpfelchen. Werbung soll entweder begeistern oder einen Mehrwert, in diesem Fall bezogen aufs Medium, bieten.

Meiner Meinung nach verspielt hier Ikea ein wenig seine potenziellen Möglichkeiten, denn wer einen Store sucht will auch einkaufen oder zumindest stöbern. Eine Favoritenliste oder vielleicht ein aufs Sortiment angepasster Notizblock um die verschiedenen Einzelteile von z.B. „Billy“ zusammen zu sammeln, wären da sicherlich innovativ und würden einen entsprechenden Mehrwert bieten und das wäre nur der Anfang der Möglichkeiten. Es bleibt zu hoffen, dass zukünftige Targeted Ads nicht zum langweiligen mobilen Werbeprospekt degradiert werden, sondern dass mit den weitreichenden technischen Möglichkeiten geschickt gespielt wird, um die Konsumenten zu begeistern.

Quelle: http://www.mobilecommercedaily.com/2012/01/23/ikea-drives-consumers-in-stores-with-targeted-ads

Über den Autor: Christoffer Tews studiert zurzeit den Master im Fach E-Commerce an der Fachhochschule Wedel. Mit einem abgeschlossenen Bachelor of Science im Fach Medieninformatik arbeitet er momentan als Werkstudent bei der Otto Group im Bereich M-Commerce & Produktmanagement.

 

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