Mobiles Bezahlen am POS – übermorgen ohne Kasse aber mit Apple?

mPayment ist ein heißes Thema dieses Jahr. Zu großen Teilen stürzt sich die Fachwelt auf das mobile Bezahlen mit dem Handy mittels der -Technologie: Die Kreditkarte wandert in das Handy. Das „Google Wallet“ ist ein gern zitiertes Beispiel hierzu. Aber auch MastercardVisa und Kumpanen testen intensiv mobile NFC-Lösungen.

Nicht zum ersten Mal lässt sich ein wenig mehr Zeit und kommt dann womöglich mit einem Konzept, das sich von der Masse abhebt. Anfang November hat seine neue EasyPay Version vorgestellt. Mit dieser Funktion der „Apple Store App“ kann man in den US-Apple-Shops einzukaufen, ohne an die Kasse zu gehen. In sechs einfachen Schritten (Anm. des Autors: Können 6 Schritte eigentlich einfach sein? Weniger wäre besser.) kann der Kunde einen Self-Check-Out durchführen. Sollte das womöglich die Zukunft des Bezahlens sein?

Vielleicht in einem Apple Shop, wo ein Zahlungsvorgang bei regem Betrieb schon mal zu einer längeren Angelegenheit werden kann und in dem man nicht gerade „alltägliche“ Einkäufe tätigt. Vielmehr fragt sich die Fachwelt nun aber, welches Ziel Apple eigentlich verfolgt. Hier folgen drei beliebig gewählte Hypothesen:

  • Apple will keinen mobilen mPayment Service in den Markt drücken und beschränkt sich auf optimierte closed-loop Anwendungen innerhalb der Apple-Welt. Somit also kein allgemeines Apple-Mobile-Wallet (Theorie eines Key Market Players auf der Messe Cartes & IDentification).

 

  • Apple hat größere Pläne für EasyPay und wird auch anderen Händlern diesen Service zur Verfügung stellen. Nutzer einer App könnten neben den tatsächlichen Kaufgewohnheiten auch ihre Präferenzen oder Kaufwünsche mitteilen und somit teilnehmenden Shops diese Informationen weiterleiten. Geteilte Nutzungsdaten = bessere Angebote & Services für den Kunden  (mögliche Interpretation von Apple Patenten).

 

  • Apple will ein dominierendes Mobile Wallet in den Markt bringen und somit Gatekeeper für viele Services werden. NFC wird dabei Bestandteil der Lösung werden, aktuelle Lösungen sind nur Übergangsschritte (auch hier wieder deuten Patente darauf hin, dass das sogenannte „Secure Element“ in Zukunft im iPhone eingebettet sein könnte, um dort den Zugang zur gesicherten Identifizierung für vielfältige Services zu gewährleisten).

Interessant bleibt die Frage, ob Apple die NFC-Technologie voll integrieren wird. Die Mehrheit im Markt bestärkt heute die Rolle von NFC für den mobilen Zahlungsverkehr am POS. Aber ist das tatsächlich die langfristige Vision, die sich durchsetzen wird?

Über Kommentare oder Meinungen dazu würde ich mich freuen.

 

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Maike Strudthoff

Maike Strudthoff ist Future Analyst und Consultant mit Spezialisierung auf Mobile Services Innovationen. Sie hilft Unternehmen die Marktentwicklungen der Zukunft zu interpretieren und eigene Handlungsoptionen abzuleiten. In über 15 Jahren Berufserfahrung – vor allem in globalen Konzernen und einer führenden Managementberatung – hat Maike zahlreichen Innovationsprojekten und Customer Centricity Initiativen zum Erfolg verholfen. Heute zählen insbesondere führende Handelsunternehmen zu ihren Kunden. Mehr über Maike auf XING, ihrer Website oder per Mail maikestrudthoff[at]mobile-zeitgeist.com

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1 Kommentar

  • Natürlich wollen alle ein mobile wallet kontrollieren. Schliesslich geht es letztlich nicht um Payment mit seinen mickrigen Disagios sondern um Kundendaten und Kundenbindung. Das hat zwar auch in closed loop Szenarien seine Berechtigung, entfaltet seine Mächtigkeit aber erst in einem offenen System. Insofern ist natürlich einer der stärksten Bewerber für diese Rolle Google.

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