PhoneGap, ein OpenSource Framework für Mobile Applikationen, erweitert seinen Plattform Support um Windows Phone 7.
Mit Mango, dem ersten großem Update für Windows Phone 7, nähert sich das Mobile OS von Microsoft weiter den Fähigkeiten der Konkurrenz . Mit der Integration von Internet Explorer 9 und dem damit vorhanden HTML 5 Support öffnet sich Mango weiter in Richtung zukunftsweisender, standardisierter Technologien, und erlaubte es damit den PhoneGap Entwicklern, Support für die Microsoft Platform in ihr Framework zu integrieren.
Damit unterstützt PhoneGap jetzt eine beeindruckende Liste von Plattformen und Features, wobei der Sinn und Zweck mancher Plattformen in dieser Sammlung sicher mehr historische Relevanz hat. Aber die drei Mobilen Plattformen, über die man in absehbarer Zeit reden und – viel wichtiger – für die man Applikationen entwickeln wird, werden dann in naher Zukunft mit Featureparität unterstützt: iOS, Android und Windows Phone.
Während der Support für Android und iOS bereits fertig ist, arbeiten die Entwickler noch am Support für lokale Dateien und Daten. Andere APIs, wie Geolocation, Kamera und MediaCapture sind bereits implementiert, eine genauere Aufstellung des Status Quo findet sich im PhoneGap Blog.
PhoneGap ist ein Cross Platform Framework, das auf offene HTML5 Technologien setzt, um mobile Applikationen zu entwickeln. Das Presentation Layer ist HTML, Javascript erzeugt den Programablauf, und das PhoneGap Framework erlaubt den abstrahierten Zugriff auf hardwareabhängige Funktionen. Da es sich, wenn man keine Drittanbieter Plugins benutzt, komplett auf HTML5 beschränkt, sind Applikationen in ihrer Erscheinung sehr Browser nah, was aber je nach Applikationsanforderung kein Nachteil sein muss.
Für Applikationen deren Optik Zielplatform näher sein soll, gibt es Plugins, die es z.B. erlauben, spezifische Steuerelemente des iOS zu benutzen, um eine attraktivere Benutzerschnittstelle zu gestalten.
Während Frameworks wie PhoneGap oder Appcelerator sicher nicht für alle Applikationen die richtige Lösung sind, kann ich jeder Mobile-Entwicklungsschmiede nur empfehlen, in diese Frameworks ein wenig Zeit zu investieren. Sollte die eigene Anwendung in HTML5 realisierbar sein, und eine vergleichbare native Anwendung keine wesentlichen Vorteile bieten, erlauben diese Frameworks eine kostengünstige und bereits von vielen anderen getestete Lösung für ein Multiplatform Release.
Über den Autor: Frank Mantek war Jahrzehnte lang als Architekt und Team Leiter für Nantucket, Microsoft und Google tätig. Seit 2010 arbeitet er als unabhängiger Software-Entwickler und Berater an mobilen Apps, wenn er nicht – leider mit mehr Enthusiasmus als Talent – eBass praktiziert, sein Aquarium reinigt, oder Zeit mit seiner Familie verbringt.














