Die Netiquette, das gute Benehmen in der digitalen Kommunikation, ist schon seit langem nicht nur bekannt, sondern auch reichlich diskutiert. Nun hat das Creation Center der Deutschen Telekom 101 Leitlinien für die digitale Welt, die eEtiquette, entwickelt und als Buch heraus gegeben, wovon wir drei Exemplare verlosen werden. Mehr dazu unten im Text.
Die eEtiquette versteht sich nicht als der neue eKnigge mit strengen Benimmregeln. Ziel der digitalen Etiquette ist es vielmehr, ein Bewusstsein für den Umgang mit neuen Kommunikationsmedien zu schaffen und den Nutzern Empfehlungen zu geben. Auch Knigge hatte der Gesellschaft zu Anfang des 19. Jahrhunderts mit seinem Werk über den Umgang mit Menschen? schließlich eine Art Orientierung gegeben.
Unter Beteiligung des Creation Center der Telekom Laboratories, Prof. Dr. Gesche Joost, Professorin für Interaction Design, Studenten des Royal College of Art, Digital Natives und Nutzern neuer Kommunikations-Technologien entstanden nicht immer widerspruchsfreie Regeln, wie André Krüger auf seinem Boschblog kritisiert:
- Nr. 37: ?Wikipedia löst nicht alle Meinungsverschiedenheiten. Verwende es in Maßen.? Jens Best, der bereits unter vielen Regeln eine Diskussion angestoßen hat,weist hier in den Kommentaren vollkommen zurecht darauf hin, dass hier der aktive Gestaltungsauftrag, nämlich sich selbst an der Verbesserung der Wikipedia zu beteiligen, vollkommen vernachlässigt wird.
- Nr. 61: Blocke andere gleich, statt eine ungewollte Freundschaft später rückgängig zu machen.? Hier stellt sich schon die Frage, ob man nicht zwischen der Ablehnung einer Kontaktanfrage und dem radikaleren Schritt des Blockens differenzieren sollte.
Jan Tißler von t3n lässt kaum ein gutes Haar an der eEtiquette:
In einem Anflug von Selbstironie werden die 101 überflüssigkeiten für das digitale Leben in altdeutscher Stickoptik präsentiert. In gegenwartsüblicher Social-Media-Modernigkeit gibt es natürlich Channels bei den bekannten Nasen wie YouTube (bislang 0 Videos und 1 Abonnent), Flickr (0 Fotos), Twitter @101eE (immerhin schon 28 Tweets und reger Austausch) und Facebook (läuft).
Ganz so streng bin ich nicht, sind doch einige der 101 Leitlinien durchaus sinnvoll, wenn vielleicht nicht, um sie haargenau umzusetzen so doch als Anregung, nachzudenken und in die mittlerweile etwas lebhafter gewordene Diskussion mit einzusteigen.
Das Buch kann auf den Seiten der eEtiquette für 6,90 Euro bestellt oder bei uns gewonnen werden. Wir verlosen drei Exemplare unter denjenigen, die uns bis zum 30. Juli 2010 eine Mail an heikescholz[at]mobile-zeitgeist.com unter Angabe des Namens und der Anschrift schicken. Wir leiten die Daten der drei Gewinner an die Deutsche Telekom weiter, die den Versand der Bücher vornehmen wird.
Ein Video zur eEtiquette gibt es natürlich auch:
















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