Vom 23. bis 25. Juni 2010 war ich auf dem mLove Confestival in Beesenstedt, das ist ziemlich genau in der Mitte von Nirgendwo und wurde im Vorwege als “in der Nähe von Berlin” beschrieben, was gelinde gesagt untertrieben ist, trennen Beesenstedt und Berlin doch knapp 200 Kilometer. Doch das war ohnehin innerhalb von Sekunden vollkommen egal.
Jeder, der mich kennt weiß, dass ich nicht zu Euphorie neige und gerade in der Nachberichterstattung von Events meist zurückhaltend bin. Und wäre ich nicht selbst beim mLove Confestival dabei gewesen, ich würde die vielen Blogposts, Glückwünsche an die Macher, Bilder, Tweets, Videos für die Ergebnisse eines erfolgreichen Brainwashings in einer obskuren Gemeinschaft, irgendwo am Ende der Welt, halten. Wer das glaubt, kann falscher gar nicht liegen.
Das mLove Confestival gehört, nach vielen Jahren in der Mobile Industry und unzähligen Kongressen, Messen, Kongressmessen und sonstigen Events zum Besten, was ich erleben durfte. Chapeau! Ich ziehe meinen (virtuellen) Hut vor Peter Giblin und Harald Neidhardt (@hneidhardt), den Initiatoren dieser Veranstaltung und allen, die sie bei diesem Vorhaben unterstützt haben. Wer nicht dabei war, egal ob als Teilnehmer oder als Sponsor, darf sich jetzt zu Recht ärgern.
Schon der Ort war gut gewählt. Die Abgeschiedenheit machte den Teilnehmerkreis sehr schnell zu einer “verschworenen Gemeinschaft”, denn niemand konnte ohne weiteres das Event verlassen. Doch, natürlich konnte man abreisen, jederzeit.
Nur war es eben ein Abreisen. Ein temporäres Verschwinden, wie dies auf Veranstaltungen in Großstädten regelmäßig passiert, war hier unweigerlich der finale Schritt.
Dann das alte Herrenhaus, Schloss Beesenstedt. Wundervoll, der Charme vergangenen Glanzes, abgeblätterter Prunk und Räume, die liebevoll mit Requisiten ausgestattet waren. So stapelten sich zum Beispiel im “Radio-Room” alte Röhrenradios.
Das Event selbst war eine Mischung aus kreativer und vor allem interaktiver Spielwiese, fachlichem und nachdenklich machendem Input durch die Speaker und verschiedenen Künstlern, so dass Spannung, Entspannung und Networking in einem optimalen Mischungsverhältnis möglich war.
Alles, was auf dem Podium geschah, wurde von Heather Willems von ImageThink (@imagethink) auf unglaubliche Weise zeichnerisch auf großen Leinwänden dokumentiert. Alle mLove-Poster gibt es hier.

Ich möchte gar nicht auf alle Vorträge im Einzelnen eingehen, wer nachvollziehen möchte, was in diesen Tagen alles geschah, dem sei die Facebook-Seite von mLove und natürlich der Twitter-Account @mlovesociety ans Herz gelegt. Beide sammeln und dokumentieren die Berichte zum Event. Hier, bei Thomas Neidhardt, gibt es noch alle Fotos, die ganz wundervoll die Stimmung in diesen Tagen wieder geben.
Am Donnerstag Abend waren wir zu einem Dinner im Ballsaal geladen und man hatte uns gebeten, in Weiß zu erscheinen. An langen Tischen, alle in Weiß, es war wie eine Hochzeitsfeier mit guten Freunden. Entspannt, gelöst und doch festlich.

Nach dem Dinner verwandelte das schweizer Unternehmen Projektil die Rückseite des Schloss Beesenstedt in eine wahre Flut aus Eindrücken, Licht und Inspiration. Ich bekomme immer noch Gänsehaut, wenn ich die Aufzeichnung davon sehe. Hier ein etwas verwackeltes Video und das offizielle Promo-Video von Projektil.
Mein Fazit habe ich oben ja bereits vorweg genommen. Es war einfach großartig, inspirierend, wundervoll und wird mir noch sehr lange in Erinnerung bleiben. Danke, dass ich dabei sein durfte.
Eine letzte Anmerkung. Wer beim nächsten mLove Confestival als Teilnehmer dabei sein möchte, halte die Augen offen. Das nächste Mal werden die Tickets wohl sehr schnell ausverkauft sein. Und liebe potentielle Sponsoren, sprecht die Macher doch möglichst bald an, dass ihr dabei sein wollt. Ein solch lohnenswertes Sponsoring findet man in Mobile nicht oft und frühes Erscheinen sichert bekanntlich die besten Plätze. Bis zum nächsten Mal bei mLove!
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