Voll von vielen Eindrücken, Anregungen, neuen Ideen und gutem Essen habe ich die droidcon2010 verlassen. Die beiden Tage, die in Barcamp und Konferenz aufgeteilt wurden boten viele Möglichkeiten zum Austausch zwischen den verschiedenen Zielgruppen der droidcon.
Das Publikum beim Barcamp bestand erwartungsgemäß größtenteils aus Entwicklern, die sich über neue Konzepte und Lösungen austauschen wollten. Die damit gestalteten Sessions des Barcamps waren alle gut besucht und auch einzelne Nicht-Programmierer, die sich dorthin verirrt hatten, konnten etwas mitnehmen und wenn es nur ein besseres Verständnis für Programmierer war.
Etwas außergewöhnliche Beiträge, wie die Präsentation eines Multicoperts, der durch ein Android-Phone gesteuert wurde oder die gemeinsame Abendveranstaltung in der c-base, konnten auch den noch nicht Android-Infizierten die Faszination vieler Entwickler näher bringen. Als sehr positiv erlebt haben auch viele Konferenzteilnehmer, dass das Publikum sehr international war. Dies zeigt, dass der Standort Deutschland für viele reizvoll zu sein scheint, um sich auf den Weg nach Berlin zu machen.
Der zweite Tag der droidcon bestand aus drei interessanten Key-Notes und verschiedenen Sessions aus dem Bereich B2B, Development und Media. Leider wurden jedoch einige Sessions, die schon im Barcamp gehalten wurden, während der Konferenz wiederholt. Dies waren meist Unternehmen, die Produkte präsentieren wollten. Die doppelten Sessions hatten natürlich den Vorteil, dass die unterschiedlichen Zielgruppen der beiden Veranstaltungstage angesprochen werden konnten, für Teilnehmer beider Tage war dies aber weniger interessant.
Überraschend für mich und wohl auch für die Veranstalter war der große Andrang der vielen Interessierten (ca. 300-400). Insbesondere bei beliebten Sessions wurden die kleineren Räume sehr schnell eng und die Schlangen weiterer Teilnehmer standen bis auf den Gang. Eine Verlegung ins größere Plenum wäre bestimmt besser gewesen, wie von einzelnen Besuchern gefordert. Dies ist aber natürlich nicht immer so ohne weiteres realisierbar.
Nichtsdestotrotz haben die Organisatoren eine sehr gute Veranstaltung auf die Beine gestellt. Diese Meinung scheine ich mit vielen zu teilen, was ich in persönlichen Gesprächen oder digital bei Twitter (Hashtag: #droidcon) erfahren durfte. Die Droidcon 2010 hat meiner Meinung dazu beigetragen, dass die Androide Entwickler-Community in Deutschland weiter wächst und das viele Interessierte die Potenziale (und sicherlich auch die Grenzen) von Android kennenlernen konnten, um so zukünftig fundiertere Entscheidungen treffen zu können.
Über den Autor: Markus Tschersich studierte Wirtschaftsinformatik an der Universität Duisburg-Essen. Dort setzte er seine Schwerpunkte auf e-business & e-entrepreneurship, user interface engineering sowie software engineering. In allen diesen Bereichen fokussierte er sich speziell auf Mobile. Seine Diplomarbeit beschäftigt sich mit Erfolgsfaktoren mobiler Communities.
Nach seinem Studium wechselte er an die Goethe Universität in Frankfurt um am Lehrstuhl für Mobile Business & Multilateral Security zu promovieren. Dort ist er derzeit im Europäischen Forschungsprojekt PICOS tätig. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit mobilen Communities sowie mit Trust und Privacy im mobilen Umfeld.














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