Schon vor einiger Zeit haben und ihre neuen Gerätegenerationen angekündigt. Bei (C3, C6, E5) handelt sich dabei um auf mobiles Messaging und Social Networking optimierte Geräte sowie das N8, mit dem neuen Symbian 3 als Betriebssystem.

Bei geht es um ein völliges Novum: Kin One und Kin Two stellen die ersten Mobilfunkgeräte des Softwaregiganten dar. Die in Zusammenarbeit mit Sharp entstandenen Geräte sind voraussichtlich ab Herbst bei Vodafone verfügbar.

Bei dieser Entwicklung seitens liegt natürlich auf der Hand, dass der Konzern den übrigen Herstellern das Mobilfunksegment nicht kampflos überlassen möchte. Nachdem und sich auf dem Markt bereits etabliert haben, wird es Zeit für hier nachzuziehen, um den Anschluss nicht völlig zu verpassen.

Die Frage stellt sich jedoch, ob und ihren Marktanteil mit diesem Schritt verteidigen bzw. ausbauen können.

Vor allem hat sich in letzter Zeit, was viele seiner Modellreihen anging, nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Viele Geräte sind solide und durchaus businesstauglich. Auch an einer breiten Modellpalette im Einsteigersegment mangelt es nicht (s. auch: Smartphone für kleines Geld – Das Nokia C5) .

Doch mit wirklichen Innovationen ist es bei nicht weit her. Auch Nokias App-Plattform, der OVI-Store, hat viel zu spät das Licht der Welt erblickt und hinkt den übrigen App-Stores mächtig hinterher.

Und schon lange vor dem Marktstart des N8 (in Deutschland vermutlich Anfang Juni) wird bereits Kritik an dem neuen Symbian 3 laut – das neue Betriebssystem biete zu wenig Neues.

Und auch wenn Microsofts KIN Modellreihe den Konzern „hipper“ machen soll, setzt dies eine konkrete Zielgruppenansprache voraus. Für Businessanwender sind die Geräte mit Sicherheit nicht gedacht. Für die junge Zielgruppe müsste aber der Preis entsprechend niedrig sein. Dieser soll für Deutschland in Kürze bekanntgegeben werden.

Doch selbst wenn der Preis stimmt bleibt fraglich, ob hier der große Wurf gelingt. Ein App-Store z.B. ist zumindest vorerst nicht vorgesehen.

Sowohl als auch scheinen noch in Lernprozessen zu stecken. Die neuen Geräte wirken, ohne sie getestet zu haben, eher wie Experimente denn ernstgemeinte Produkte, die ihre Unternehmen in die nächste Generation bringen. Dabei wären es genau solche Produkte die es bräuchte, um Giganten wie und etwas zu entgegnen. Stattdessen holen Hersteller wie HTC, LG und Samsung im Kampf um Marktanteile immer weiter auf.

Diese Hersteller stehen derzeit, vor allem durch die enge Anknüpfung an Android, deutlich im Aufwind. Die Geräte bieten inzwischen nicht nur ausgezeichnete Betriebssysteme sondern auch ständig steigende Qualität in der Verarbeitung und Ausstattung. Noch dazu steht mit seinen neuen Endgeräten in direkter Konkurrenz zu HTC und Samsung, auf deren Geräten bis vor kurzem zu einem Großteil Windows Mobile Betriebssysteme von zum Einsatz kamen.

Der Blick zurück zeigt: Auch Palm war einst Marktführer. Heute wird das Unternehmen verkauft. Auf Marktführerschaft kann man sich eben nicht ausruhen. Die muss verdient und immer wieder neu unter Beweis gestellt werden!

Über den Autor: Dominik Bernauer berät Unternehmen in Medienfragen und ist darüber hinaus als Autor, Blogger und Referent tätig. 2008, direkt nach seinem Studium, veröffentlichte er seine Diplomarbeit zum Thema “Mobile Internet – Grundlagen, Erfolgsfaktoren und Praxisbeispiele“ als Buch. Außerdem schreibt er regelmäßig auf dem Multimediablog. Neben seiner Leidenschaft „Mobile“ beschäftigt Dominik Bernauer sich intensiv mit Themen rund um Social Media und Enterprise 2.0.

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