[Autor: Martin Walter] Warum sollte die App-Entwicklung erwachsener geworden sein? War sie es denn nicht schon lange? Haben wir nicht deswegen so viele Appstores auf unterschiedlichen Plattformen und den oft schon zitierten Boom von neuen kleinen Hilfsprogrammen? Was macht die Entwicklung und Evolution denn erwachsen? Was sind die Merkmale und woran erkennen wir sie?

Ich glaube Anzeichen für diese Entwicklung zu erkennen und ahne schon den Beruf eines Application Managers oder den eines Lifecycle App Sustainers voraus. In jedem Fall ist der Umgang mit Apps auf der Userseite gereift und verlangt nach mehr Qualität und Nachhaltigkeit – ein Wunsch der sich auch in der App-Entwicklung widerspiegeln muss. Wir hoffen wie immer, dass das in diesem Jahr passiert!

Nach den ersten überhitzten Hypes um Applikationsshops und der Konstituierung von über 100 Appstores in jeglicher Couleur und Ausprägung scheinen User und Hersteller nun langsam auf Qualität und nachhaltiges Applikationsmanagement acht zu geben. Endlich, denkt man bei sich, denn die Fülle von lieblos dahin geschriebenen und veröffentlichten Applikationen mit denen man und frau sich abgeben mussten, war und bleibt wohl noch eine Zeit nerv tötend und ablenkend, nimmt in der Aufmerksamkeit meines Erachtens aber ab.

Es gibt zwar noch viele Veröffentlichungen in den Stores à la „Hauptsache-wir-sind-schnell-im-Appstore-vertreten“ in denen dann auch noch scheinheilig „neuartige und innovative“ Funktionen versprochen werden, aber die gut konzipierten, auf langfristige Nutzung ausgelegten Apps erfreuen sich einer langen Verweildauer in den Charts und kehren nach ein paar Wochen außerhalb der Top 25 irgendwann wieder zurück. Sie sind gut und da und werden gepflegt. Sie versorgen uns mit Nachrichten und News aus unseren Freundeskreisen, weisen uns den Weg und stellen stabile Informationsdienste für unser alltägliches Leben.

Inzwischen sind jedoch bei namhaften Unternehmen und Agenturen die Erkenntnisse gediehen, dass ein nachhaltiges Verbessern von Navigation, Funktionalität und Kommunikation über die Apps sehr sinnvoll sind, den Benutzungszeitrahmen stabilisieren und auch vom User wohlwollend registriert wird. Teilweise haben hoch frequentierte Programme schon die dritte, vierte oder fünfte Version und Aktualisierung auf dem Markt – ein Zeichen, das Apps keine Eintagsfliegen sind, sondern langsam in einen Reifeprozess überführt werden, der den Benutzern und auch den sponsernden Unternehmen gut tut. [...]

Weiterlesen auf Seite 20 in der fünften Ausgabe der mobile zeitgeist SPECIALS, diesmal  mit dem Schwerpunktthema Mobile 2.0.