foursquare ist in aller Munde. Der Buzz um die App ist ungewöhnlich stark, selbst für die ohnehin schon angeheizte Diskussion um iPhone, App Stores und Apps. foursquare, Gowalla und Yelp’s Reaktion darauf sind das aktuelle Lieblingsthema führender US-Tech-Blogs. Kalifornische Alpha Geeks, insbesondere solche in Silicon Valley haben ein neues Lieblingsspielzeug: Apps, welche Social Networks, Location und Spiel integrieren.
Das Prinzip hinter foursquare ist einfach zu erklären: Nachtschwärmer machen beim Besuch ihrer Lieblingskneipen mit Hilfe ihres Smartphones einen Check-in. Wer am häufigsten irgendwo ist, ist der Kneipenkönig. Klingt banal, macht aber Spass. Und ist ansteckend.
Mashable erklärt in einem hervorragenden Artikel, warum das ganze auch für Marketiers hochinteressant ist: foursquare hat das Potential, eine völlig neue digitale Kundenbindung zu schaffen: der Kneipier managt die Community seiner Stammgäste; Stammkunden werden mit Drink-Coupons belohnt.
foursquare und gowalla sind die führenden amerikanischen Vertreter dieser neuen Spezies. Gut gemachte Apps, die Elemente von Social Networks, Location und Online-Spielen geschickt integrieren. foursquare führt dabei mit 300.000 Nutzern in einem kleinen, aber rasch wachsenden Markt. Gowalla ist mit 100.00 Usern der Challenger, differenziert sich laut Om Malik aber zur Zeit noch wenig. Yelp, das marktbeherrschende US-Bewertungsportal will sich nicht lumpen lassen und hat ebenfalls eine Check-In-Funktion in seine App integriert.
In Deutschland taucht foursquare in den Tweets einiger Early Adopter auf. “Habe gerade beim Aldi eingecheckt” war so ein Tweet. (Ich hoffe, daß der Schreiber das ironisch meinte; King of Aldi, so jemand muss man doch eigentlich unfrienden
Ein deutscher Anbieter, der diese Idee verfolgt, ist Sleeq. Das Sleeq Team trommelt von Nürnberg aus für Social Location Sharing. Mit Apps für iPhone und Facebook hat sleeq die richtigen Zutaten am Start. Die operative Umsetzung des Marktangangs wird zeigen, ob ein lokaler Anbieter sein Angebot etablieren kann. Wünschenswert wäre es: die Verknüpfung von Freundeskreis, realem Leben und Spielelementen bietet viel Potential. Von Qype ist heute noch keine Adaption zu sehen – aber auch hier verfolgt man foursquare sicher mit Interesse.
Es gibt mittlerweile auch kritische Stimmen zu Foursquare: Commiting location based service suicide von Andrew Hyde ist eine scharfsinnige Betrachtung zu sozialen Kollateralschäden bei unreflektiertem Selbstausdruck: der gläserne Nachtschwärmer lädt zum Stalking ein.















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