Was wäre ein Smartphone ohne Internetverbindung? Ein besserer Mediaplayer mit Telefon? Genau so ist es auch beim N900 – ohne Onlineverbindung kann das Gerät nicht seine Stärken ausspielen. Im Onlineuniversum fühlt es sich zuhause.
Browservielfalt
Nokia meint es mit dem mitgelieferten Browser richtig ernst – bei keinem gängigen Smartphone ist das Browsererlebnis so nahe am Desktopbrowser wie am N900. Die Größe des Displays lässt komfortables Browsen einer Seite zu. Zudem unterstützt der Browser Flash vollständig, womit so ziemlich alle Seiten gut bedienbar sind. Ein weiterer Trick ist der reinziehbare Cursor, mit dem man einen Mauszeiger auf der Webseite simulieren kann. Für dynamische Aufklappmenüs und mouseover Tricks sehr nützlich. Die Ansicht der History wurde nicht wie eine Liste gelöst, sondern sieht viel mehr wie ein Zeitstrahl der zuletzt gesurften Seiten aus. Für meinen Geschmack ist das nicht unbedingt die schnellste Lösung, sondern erfordert einiges an blättern, um an die gewünschte Seite in der History zu kommen.
Gesten zur Steuerung gibt es nur wenige – so bedeutet eine kreisförmig Reinschraubbewegung ein Hineinzoomen und vice versa. Multitouch Gesten sind aufgrund des resistiven Bildschirm prinzipiell nicht möglich.
Bis dato wird der N900 von den meisten Seiten nicht als Mobilgerät erkannt, wodurch man fast immer die Desktopseiten zu Gesicht bekommt. Trotz der 800×480 nicht immer die bevorzugte Variante. So finde ich z.B. die mobile Seite von Google Reader wesentlich besser für unterwegs geeignet, als die volle Desktopversion.
Noch eine Desktopikone hat es schon auf das N900 gebracht. Wie bereits hier berichtet, entwickelt Mozilla seit geraumer Zeit an Ihrem Projekt Fennec – oder einer mobilen Version von Firefox für Maemo. Fennec bringt wie der große Bruder Firefox ein Plugin System mit, das u.a. auch das Add-On Weave mit einbinden kann. Damit lassen sich über Computergrenzen hinweg, Bookmarks, die Browserhistory,… synchronisieren. Etwas, das ich gerade für unterwegs sehr schätze und mir gut gefallen hat. Sogar der erzwungene Neustart von Firefox nach einer Plugininstallation ist gleich.
PIMp my N900
Zu den PIM Funktionen am N900 kann ich nur sehr wenig sagen. Als Google Mail, Kalender und Kontakte Nutzer war mir hauptsächlich diese Anbindung wichtig. ActiveSync (Mail for Exchange oder MfE) spricht das N900 zwar grundsätzlich, doch gibt es mit Googles Implementierung noch gehörig Probleme. Die Synchronisation funktioniert leider bei weitem nicht so einfach wie bei iPhone oder Android. Der Letztstand, den ich auch bestätigen kann, lässt einen Google Kalender und Kontakte mit dem N900 synchronisieren, jedoch hatte ich Probleme Termine, die ich nur am N900 erzeugt habe, am Google Server zu finden. GMail habe ich über IMAP4 angebunden, was soweit auch funktioniert hat. Leider ist der Email-Client wenig performant, zum Tippen von schnellen Emails aber in Ordnung.
N900 Verlosung
Zum Abschluss der Reihe frage ich Euch diesmal wieder, was Ihr Euch von einem Internetdevice wie dem N900 im Bereich Browsing und PIM erwartet bzw. was Ihr Euch wünscht. Kreative Vorschläge sind willkommen. Freitag abend werte ich alle bis dahin eingegangene Kommentare der Serie aus und darf einen konstruktiven Begleiter (oder Begleiterin) der Serie zum Gewinner küren. Dieser/Diese wird per Email verständig.
Danach wird es weiter N900 Updates geben, jedoch weniger im Stile eines Testberichtes, sondern vielmehr begleiten wir die wichtigsten Neuerungen und Schritte von Maemo und dem N900.
Artikel in der Serie "N900 Test"
- Medialer Spaß am N900
- N900: Maemo und die Apps
- Online mit dem N900
Ihnen hat der Beitrag gefallen? Abonnieren Sie einfach unseren RSS Feed oder unseren Email-Newsletter.





















