Caribo ist in Deutschland gestartet und möchte Mitfahrer und Anbieter von Mitfahrgelegenheiten unterwegs zusammen bringen. Diesen Service der Mitfahrer- und Fahrersuche kennen viele von uns schon lange aus dem Internet und haben diese eventuell in der Vergangenheit auch schon mal
benutzt um irgendwohin zu reisen. Das Neue an Caribo ist, dass man sich per mobilem Endgerät spontan lokalisieren lassen kann und eine Mitfahrgelgenheit oder Mifahrer in der näheren Umgebung Live angezeigt werden kann und zwar direkt auf Deinem Handy. Ein Javaclient, der für viele Handymodelle schon verfügbar ist, aber auch eine iPhone App und eine Android App sind auf dem Weg und sollen entweder per Funkzellenortung oder per GPS-Modul den aktuellen Aufenthaltsort des Benutzers auslesen und passende Angebote in der Community finden. Aufgebaut ist die “App” so, dass man mit zweimaligem Buttondrücken eine Absprache zu einem Transport eingehen kann. Intelligent finde ich die Schnellwahlbuttons “nach Hause” für Ziele die man oft ansteuert. Die üblichen Funktionen, sich auch langfristig und im Voraus (und immer wiederkehrend an einem festen Termin) eine Mfg zu organisieren oder auch sich im ÖPNV zu verabreden, was auch bei anderen Plattformen eine häufige Nutzung darstellt (Schöne-Wochenendtickets bei der DB), werden natürlich unterstützt – neu ist aber, dass durch die Use Cases (weiter unten auch im Filmclip beschrieben) eine neue Nutzergruppe der “spontanen Mitnahme” angesprochen werden soll. Der Registrierungsprozeß, eine Bewertungsmechanik und eine Preisorientierung soll Mißbrauch oder schlechte Erfahrungen eindämmen bzw. schwerer möglich machen. Interessant ist, dass sich die Scientific Computers GmbH aus Aachen, die das Programm betreibt über einen eigenen Taxiclient und eine Anbindung an Campuseinrichtungen, Städte und Gemeinden und den ÖPNV gemacht hat. Da hat jemand schon für die Integrationsfähigkeit ein wenig in die Zukunft gedacht. Das ist gut. - Ein Problem bleibt aber: Eine gute Vermittlungsplattform braucht eine kritische Masse an Angeboten und Gesuchen, damit man das Gefühl hat auch etwas passendes zu finden. Ohne dieses ist die Nutzungsfrustration vorprogrammiert – da wird interessant, ob sich vielleicht doch ein Kooperations-Karibu finden lassen sollte, um den Schlitten erst einmal auf Reisegeschwindigkeit zu bringen? Ach, bevor ich es vergesse, es soll eine Abholpauschale geben, die vom Mitgenommenen zu entrichten ist und einen Kilometerpreis, der sich verringert, je weiter man fährt – nachzulesen in den FAQs. Auch wenn Karibus normalerweise in Herden von bis zu 500.000 Tieren sehr lange, weite Strecken zurücklegen und es bei dem vorgestellten Programm hier eher um “Kleinstgruppen” in der näheren Umgebung geht, die sich bilden sollen – finde ich den Namen originell und die Idee super. Sie ist innovativ, ressourcenschonend und bringt Leute zusammen. Macht doch mal mit und probiert es einfach mal aus. Und nun viel Spaß mit dem Film:













