Für das Javascript-Framework jQuery gibt es nun das jQTouch-Plugin, mit dem auf Webseiten per Javacript unter Anderem auch auf den Bewegunssensor und den Touchscreen von Smartphones wie z. B. dem iPhone, dem G1 oder dem Palm Pre zugegriffen werden kann. Somit lassen sich die Webseiten so programmieren, dass sie auf Orientierungsänderungen oder (Multi-)Touch-Gesten reagieren.
Ob dieser direkte Zugriff von JavaScript auf die Hardware nicht auch den Sinn einer Skriptsprache innerhalb eines Browsers verfehlt, sei einmal dahin gestellt, zumal man als Webentwickler in letzter Zeit froh sein konnte, dass es inzwischen einigermaßen möglich war, browserübergreifend auf ähnlich hohen Standards zu programmieren.

Mittlerweile aber scheint sich das “echte Web” auf dem iPhone zu einem Subweb zu entwickeln. Nicht nur, dass man als mobiler Webentwickler schon genügend Probleme hat, um seine Webseiten für mobile Endgeräte anzupassen, so stellt einen die Kombination zwischen “echten Web”-Fähigkeiten und kleinem Screen durchaus vor mehr neue Probleme als das sie z. B. durch Zusatz-Meta-Tags gelöst wurden. Schuld daran ist aber das iPhone der ersten Generation, auf dem es damals nur Web Applikationen gab und die deswegen die Grenze zwischen Hardware und Software aufweichten.

Insgesamt eine zu hinterfragende Entwicklung, aber nichtsdestotrotz cool, weil sie Webentwicklern dadurch die leichtere Programmierung von innovativen Diensten erlaubt, ohne gleich die Hürde des AppStores nehmen zu müssen.