
- Während bei berauschten Fahrern die Fähigkeit in der Fahrspur zu bleiben um 35 Prozent vermindert wurde, verloren SMS-Schreiber die Fähgkeit die Spur zu halten um 91 Prozent.
- Das Verfassen von Textnachrichten steigert die Gefahr eines Crashs um das 23-Fache und übertrifft damit die meisten anderen Ablenkungen im Auto.Quelle
- 21 Prozent der Autolenker gaben im Zuge der Umfrage der der AAA Foundation for Traffic Safety an, erst kürzlich beim Fahren eine SMS oder Mail via Handy verschickt zu haben. Quelle
- USA: In einer im letzten Herbst veröffentlichten Befragung gab fast die Hälfte der Personen zwischen 16 und 24 Jahren an, während des Autofahrens SMS zu versenden. In der Altersgruppe zwischen 35 und 44 machten dies nur 22 Prozent, weshalb erwartet wird, dass die durch “texting” verursachten Unfälle in den nächsten Jahren zunehmen könnten.Quelle
- Österreich: Zwölf Prozent der befragten Lenker gaben an, während der Fahrt SMS zu lesen. Fünf Prozent schreiben und senden SMS am Steuer. Und das obwohl 41 % sagen, dass ihre Konzentration durch SMSn oder das Wählen der Nummer vermindert wird. Mehr als ein Viertel (27 %) empfindet den Blick auf das Display als gefährlichen Moment.
Zahlen bleiben nur Zahlen: Schock-Video als Problemlösung?
Doch Zahlen bleiben leider nur Zahlen, solange sie nicht wirklich mit Emotionen verbunden sind. Das zeigt auch die Studie des Kuratoriums für Verkehrsssicherheit in Österreich, denn obwohl 41 % überzeugt sind, dass ihre Konzentration durch das SMSn beeinträchtigt ist, lesen 12 % immer noch SMS während der Fahrt.
Um diese fehlende Emotion zu erzeugen, zeigt die Polizei in Gwent (Wales) mit ihrer Aufklärungskampagne die fatalen Konsequenzen:
Jeder, der schon selbst in einem Unfall verwickelt war weiss, dass die Erinnerung danach sehr verzerrt oder lückenhaft sein kann. Die Realität ist nun mal oft ungemütlich und ich finde es super, dass jemand sie auch genauso ungeschönt dargestellt hat. Ich finde, der Film sollte zum Pflichtfilm in jeder Fahrschule werden.
Android App schaltet SMS beim Fahren aus
Ein weiterer Lösungsansatz kommt aus Amerika: Dort wurde für Android Handys eine Applikation entwickelt, die jugendliche Autofahrer künftig automatisch am Versenden von SMS hindern kann. Textecution blockiert das Verschicken von Text-Nachrichten, sobald sich das Mobiltelefon mit einer Geschwindigkeit von über 16 Kilometer pro Stunde in Bewegung befindet. Eltern können die Handys ihrer Kinder online dafür registrieren, die Applikation kostet 10 Dollar. Ob soetwas auch in Deutschland denkbar wäre?
“Wir halten die gesetzlichen Vorschriften – keine SMS schreiben und kein Telefonieren ohne Freisprech-Anlage während der Fahrt – für gut und ausreichend”, sagt Marion Stolzenwald, Pressesprecherin bei Vodafone Deutschland.
Leider habe ich auf Anhieb keine Zahlen zum SMS Verhalten der deutschen Autofahrer gefunden. Wenn jemand solche Zahlen kennt, freue ich mich über einen Kommentar zum Blogpost.
Über die Autorin: Aleksandra Schmid ist Mobile Marketer und hat in den letzten Jahren zahlreichen Marken geholfen ihre ersten und auch zweiten mobilen Marketingschritte zu tun. Ihre Einblicke und Erfahrungen teilt sie gerne bei Vorträgen oder schreibt sie nieder, zu lesen unter anderem im Guide der Werbeplanung, im Marketing Magazin Update und hier auf mobile zeitgeist. Aus Amerika hat Aleksandra aber nicht nur spannende Geschichten, sondern auch den Gedanken des Netzwerkens und Wissensaustausches mit nach Hause gebracht und gemeinsam mit fünf Gleichgesinnten den “MobileMonday Austria” ins Leben gerufen. Aleksandra gestaltet die Branche in Österreich aktiv mit und engagiert sich daher im Vorstand der “Mobile Marketing Association Austria” (MMAA). Seit Oktober 2009 ist Aleksandra bei IQ mobile für die Entwicklung osteuropäischer Märkte verantwortlich.
Artikel in der Serie "Der mobile Nomade"
- Wohin geht die Reise, mobiler Nomade?
- Von Wildschweinen & Smartphones…
- Ich bin der Sklave meines Smartphones…
- Und es gibt sie doch, die Eigenverantwortung!
- SMS als Pfefferspray des 21.ten Jahrhunderts
- Ist der Österreicher Sklave seines Smartphones?
- Afrika als nächster Schauplatz für Innovation?
- Freche Franzosen und scheue Briten – der Mobile Life Report 2007
- Mobile Manners – was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr
- Digital Natives – wir sind die Generation ‘unzuverlässig’
- My home is my castle and my Kühlschrank is my iPhone?
- 11.Gebot: Du sollst nicht telefonieren!
- Sag mir qando, sag mir wann…
- Wer hat an der Uhr gedreht?
- Ungemütliche Realität: SMSn beim Fahren gefährlicher als Alk am Steuer













