Ihre Suche nach: qando web app
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Um eines Vorweg zu nehmen: Ich habe es immer eilig. IMMER. Und zum Leidwesen vieler Kollegen und Freunde unterschätze ich manchmal Anfahrtswege, verirre mich auch gelegentlich in meiner eigenen Stadt und überschätze meine Super-Woman Kräfte, die mich dann leider doch nicht in sekundenschnelle von A nach B fliegen lassen. Um mich also zeiteffizient und halbwegs pünktlich durch den Raum bewegen zu können ist eine funktionierende Navi Applikation auf meinem Handy das Um und Auf. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen wie das damals war, ohne Google Maps am Handy.
Nun bin ich in Wien fast ausschliesslich mit Öffis unterwegs und jedesmal verfluche ich sie, wenn Strassenbahn Nummer 6 wegen eines Unfalls dann mal 30 Minuten nicht daher kommt und ich keine ordentliche Möglichkeit hab mir alternative Routen rauszusuchen. So auch an jenem besagten Donnerstag. Doch plötzlich dämmerte es mir, dass es da auch Qando gibt – der neuen Fahrplanapplikation der Wiener Linien fürs Handy.
Und schon packe ich freudig mein G1 aus der Handtasche, öffene den Browser, tippe ein “quando”, aber finde nix, wie schreibt man das nochmal? Naja, egal, mal schnell auf die Seite der Wiener Linien geguckt und schon landet man bei der aktuellen Pressemeldung zu Qando: “Qando, die Echtzeitanzeige und Fahrplanauskunft am Handy”. Volltreffer! Kann nur mehr eine Frage von Sekunden sein bis ich das Ding auf meinem Handy habe (denke ich!): Ich überfliege die Pressemeldung , suche nach dem Download Link und finde ihn nicht. Pressemeldung ohne Download Link? Kann das denn sein? Nochmal lesen, immer noch kein Download Link. Auch kein Link zu finden, der direkt auf die Website von Qando führen würde. Hmpf. Na gut, dann googeln wir mal schnell “qando” (nämlich ohne “U”!) und schwups, da sehe ich schon “Hol Dir Qando auf Dein Handy” – wunderbar, her damit, ich hab es immerhin eilig!

Qando her, aber presto!
“Download übers Mobile Web”, doch wo ist nun der Link bitte!? Immer noch kein Link! Stattdessen: Ein Eingabefeld dem ich sagen darf welche Telefonnummer ich habe. Gut, ich spiel ja gern nach euren Regeln,hauptsache Qando, das aber presto presto! Dann mach ich das halt mal. Der Link ist prompt auf meinem Handy, also mach ich den Browser zu, SMS auf (denke mir: was für ein hässlicher Bruch vom Browser zum SMS Fenster!), klick auf den Link in der SMS, es öffnet sich erneut der Browser (grrrr) und dann kommt der grosse Showdown: “Für Java Handys, Für das Nokia 6230i, für Windows Mobile Handys, für Blackberry, für iPhone über Apple App Store.” Und was ist mit mir??? ICH HABE ES EILIG!
Nach den 10 Minuten die nun vergangen sind um mir Qando NICHT auf mein G1 zu holen, mache ich mal schnell mein Google Maps Update und freue mich, dass es das nun endlich samt öffentlicher Verkehrsmittel gibt! Qando habe ich leider noch nicht wirklich testen können um zu sagen wie mir die Applikation gefällt, allerdings ist dieses Erlebnis für mich ein klassisches Beispiel, warum es Mobile oft so schwer hat zum Endbenutzer zu gelangen. Es gibt zu Hauf gute Applikationen und Ideen da draussen, doch nicht immer wird es dem Otto-Normalverbraucher leicht gemacht an sie ranzukommen und es einfach mal auszuprobieren. Ich gehöre ja jetzt zur mobil-affinen Zielgruppe, hätte ich Qando einer weniger affinen Freundin empfohlen, die vielleicht in Wien zu Besuch gerne wüsste wie sie leicht von A nach B kommt, die hätte mich mit dem Vorschlag Qando downzuloaden schon lang zum Teufel gejagt. Was hätte man hier besser machen können?
Ein paar kleine Vorschläge mit vielleicht grosser Wirkung:
1.) Pressemeldung auf der Wiener Linien Seite: Es muss ja nicht einmal ein direkter Download Link auf der Wiener Linien Seite sein (obwohl schön wärs schon!) , einfach ein Link zu www.qando.at hätte es mir und wahrscheinlich auch andren Usern leichter gemacht die Seite schnell zu finden.
2.) Qando wird meines Empfindens nach gar nicht in den U-Bahn oder Strassenbahnlininen beworben. Aber lieber Qandos: Dort sind eure Kunden! Die sollten wissen dass es Qando gibt!
3.) Wenn schon nicht als Applikation für Android , dann wenigstens eine schlanke Version von Qando als mobil verfügbare Seite zugänglich machen.
4.) Kommt man dann schlussendlich auf die Qando Webseite, dann kann man nur via wap push Nachricht zum Download Link gelangen. Ein direkter Download Link wäre schön und würde den hässlichen Bruch zwischen Browser -SMS Fenster-Browser vermeiden
5.) Und zu guter Letzt träume ich von einem mobilen Gutschein für einen Anker Kaffee 2 go, wenn meine U-Bahn verspätet ist….wie gesagt, ich träume
Über die Autorin: Aleksandra Schmid ist Mobile Marketer und hat in den letzten Jahren zahlreichen Marken geholfen ihre ersten und auch zweiten mobilen Marketingschritte zu tun. Ihre Einblicke und Erfahrungen teilt sie gerne bei Vorträgen oder schreibt sie nieder, zu lesen unter anderem im Guide der Werbeplanung, im Marketing Magazin Update und hier auf mobile zeitgeist. Aus Amerika hat Aleksandra aber nicht nur spannende Geschichten, sondern auch den Gedanken des Netzwerkens und Wissensaustausches mit nach Hause gebracht und gemeinsam mit fünf Gleichgesinnten den “MobileMonday Austria” ins Leben gerufen. Aleksandra gestaltet die Branche in Österreich aktiv mit und engagiert sich daher im Vorstand der “Mobile Marketing Association Austria” (MMAA). Seit Oktober 2009 ist Aleksandra bei IQ mobile für die Entwicklung osteuropäischer Märkte verantwortlich.
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