In der Tat: der Anspruch “Build a mobile site, in minutes” des US-Anbieter MoFuse Inc. (Rhode Island) wird durch den Test schnell bestätigt. Ob der Name (für “Mobile Fusion”) auch für das “fastest growing network of build-it-yourself mobile sites in the world” stehen darf, sei dahingestellt.
Vorweg: die Benutzung von “MoFuse Premium” ist nicht kostenlos und die Gebühren hängen vom Umfang der Site ab, es gibt jedoch eine zweiwöchige Testphase (ein anderer Service, MoFuse für Blogs, ist dagegen kostenlos).

MoFuse Menue

Die Bedienung ist außergewöhnlich komfortabel und angenehm. Die Funktionen sind praktisch selbsterklärend, allerdings sollten sie das auch sein, denn die “Help Boxen” sind etwas sparsam. Immerhin gibt es eine kleine “Tour”.

MoFuse Site Layout Menue

Ein richtiger Durchbruch war die Entdeckung, dass die versprochene Verschachtelungsmöglichkeit (”You can even nest items!”) einfach durch Ziehen mit der Maus realisiert wird. Dann aber kann sehr schnell und flexibel gestaltet werden, es ist ein Genuss – vor allem, weil die Vorschau immer sofort da ist. Es sind verschiedene Datenarten möglich und kombinierbar: z.B. statische Inhaltsblöcke, RSS-Feeds also z.B. Blogs, ausgehende Links und “Title Pages”. Letzere sind “leer” und haben nur die Funktion, sich aufklicken zu lassen, damit die nächste Ebene angezeigt wird. Im Bild: “Urlaubsangebote” links und dann “RTL Teletext” Mitte führen so jeweils zur nächsten Ebene.

MoFuse - Urlaub in Deutschland - Mobihexer

Mit dem mühelosen hierarchischen Ordnen können z.B. verschiedene Datenquellen – mobile Websites und Feeds – aggregiert werden, wie im Beispiel. Allerdings werden ausgehende Links zu nicht-mobilen Seiten nicht mobilisiert, was praktisch wäre, s. früherer Artikel.

Außerdem hat die geschmeidige Oberfläche ihren Preis: für die Zuordnung der Seiten untereinander ist nur eine einfache Hierarchie möglich. D.h. man kann z.B. nicht von mehreren Seiten auf denselben Inhalt verweisen bzw. ein Inhalt kann nicht mehrere “Eltern” haben. Dies wird bei einer größeren Anzahl von Seiten fast immer wichtig. Z.B. könnte es ja interessant sein, ein eigenes Profil an mehreren Stellen das mobilen Webangebotes zu verlinken. In diesem Fall müßte man also Inhalte kopieren, was nicht sehr appetitlich ist.

Wenn jedoch der Umfang nicht zu groß ist, z.B. 20 Elemente, was auch der ersten Preisstufe entspricht, dann können sehr einfach mobile Seiten erstellt werden. Das stärkste Plus für MoFuse ist die Schnelligkeit und Einfachheit. “Going mobile has never been simpler or easier on your budget” -  ok, kann so stehen bleiben.

Einige Widgets wie Google Maps (nicht getestet) oder das Wetter (jedoch nur für US) machen den Site Builder noch vielseitiger. Formulare für Interaktives: “Coming soon”.

Fazit: es lohnt sich, das Tool auszuprobieren. Im Gegensatz zu manch anderen kommt man leicht zu Ergebnissen und kann dann entscheiden, ob das Abo (jederzeit kündbar) den Preis wert ist.

Über den Autor: Dr. Eckard Ritter betreibt eine Agentur für Tourismuswerbung – u.a. “Urlaub in Deutschland” (PC-Web, mobiles Web, RTL-Teletext, Print) – und entwickelt Tools für das Mobile Web. Ziel ist die effektive Kommunikation und Werbung mit modernen Medien – im Kundenauftrag und aus Begeisterung dafür – und damit Integration vielfältiger Kanäle wie PC+Handy, barrierefreie Formate, Video, Audio, Blogs und Microblogging (Twitter) sowie Teletext. Mehr über Eckard bei XING.

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