Meist ärgere ich mich, wenn Studien ohne Angabe des Studiendesigns veröffentlicht werden. Aber diesmal ist die ganze Meldung von ABI Research so absurd, dass ich laut loslachen musste. Der erste Absatz reichte völlig:
A survey of 235 US smartphone users who installed applications on their devices in 2008, conducted by ABI Research in November, reveals that a surprising 17% spent between upwards of $100. That level of spending is especially significant given the low cost of most mobile applications, ranging from as little as a dollar or two at Apple’s iPhone App Store, to at most about $25. Weiterlesen
Insgesamt 235 Smartphone-Nutzer, von denen haben 40 mehr als 100 US$ für Applikationen ausgegeben, also mindestens 8,33 US$ im Monat. Wer waren diese Smartphone-Nutzer? Und was macht sie so repräsentativ, dass allein 40 von Ihnen ABI Research dazu bringen, einen Preisverfall bei den Nicht-Apple-App-Store Applikationen zu prognostizieren? Dass dieser Preisverfall eintreten wird, ist sehr wahrscheinlich, nur was haben diese Smartphone-Nutzer damit zu tun?
Welche Smartphones haben die Leute besessen? Welche Plattformen? Blackberry, Windows Mobile, Symbian? Welche Applikationen haben diese Nutzer sich installiert? Freizeit, Entertainment, beruflich benötigte oder oder oder?
Sollte man da nicht besser generell auf die Pressemeldungen von ABI Research verzichten? Von Qualität kann hier wohl nicht die Rede sein.
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